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Schlagmann Poroton: Steigende Umsatzzahlen und eine Goldmedaille für den Maurer-Nachwuchs

Eine gute Konjunktur im ­Wohnungsbau sowie hohe Nachfrage von Poroton-­Ziegeln lassen Schlagmann Poroton optimistisch in die Zukunft blicken. Positiv war auch der Auftritt auf der BAU 2019: Schlagmann stellte den ersten klimaneutralen ­Poroton-Ziegel sowie den Goldmedaillenträger ­Christoph Rapp vor, der als Maurer-Nachwuchs vom Unternehmen unterstützt wurde.

Von Dan Windhorst

Im Mittelpunkt der BAU stand für Schlagmann Poroton ein besonderer Ziegel – der perlitverfüllte »T7«, den sich die Redaktion des baustoffPARTNER einmal genauer angeschaut hat. Nach Angaben des Herstellers handelt es sich dabei um den ersten Poroton-Ziegel, der das Label »Klimaneutraler Ziegel« besitzen darf.

Bescheinigt hat das auch der TÜV Nord, der »auf Basis des berechneten Product Carbon Footprints und einer Produktionsprognose für 2019 Emissionsreduktionszertifikate für die geplante Jahresproduktion der Ziegelsorte Poroton-T7 stillgelegt hat«, so laut ausgestelltem Zertifikat. Die Berechnung des Carbon Footprints beziehe sich laut Schlagmann dabei auf den gesamten Lebenszyklus des Produkts – und das bis zum Werkstor.

Die Zahlen sprechen für viel Zuversicht

Erfreuliche Nachrichten hatte aber auch die Unternehmensführung zu bieten: »Wir haben unsere Umsätze in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert. Das liegt vor allem an der starken Nachfrage von dämmstoffverfüllten ­Poroton-Ziegeln – zum Beispiel für den Geschosswohnungsbau. Außerdem setzt sich der Trend zu einer nachhaltigen Ziegelbauweise ohne Zusatzdämmung bei gleichzeitig wirtschaftlicher Verarbeitung weiter fort«, erklärte Johannes Edmüller, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Poroton und Geschäftsführer von Schlagmann Poroton.

Tatsächlich sprechen die Zahlen dabei für sich: Bei 200 Mio. Euro in 2016 auf 205 Mio. Euro in 2017 und 215 Mio. Euro in 2018 hat das Unternehmen die Umsätze in den letzten Jahren beständig steigern können. Da der Bedarf an zusätzlichem Wohnraum in Deutschland derzeit riesig ist, geht der Poroton-Spezialist auch für 2019 und 2020 von weiterem Wachstum aus.

Nachhaltig, wohngesund und langlebig

»Wir stehen seit Jahren für Nachhaltigkeit, bezahlbares Bauen und Baukultur ein. Der Weg für die nächsten Jahre muss sein, die Planung insbesondere für Wohngebäude im Detail zu entwickeln und auf eine werthaltige Ausführung der Gebäudehülle zu achten. Die steht dann sehr lange und überlebt in der Regel mehrfach jede Haustechnik«, so Johannes Edmüller zu der Frage, wie für den erhofften Wachstum des Unternehmens die genaue Strategie aussehe.

»Eine optimale Planung, robuste Bauweisen, zeitsparende Verarbeitungskomponente und Poroton-Softwaretools ermöglichen uns einen schnellen Baufortschritt. Sie sichern außerdem die Gebäudequalität und schaffen bezahlbaren Wohnraum – und das für Generationen. Daran halten wir fest und werden in diesem Sinne unsere Produkte und Services weiter entwickeln«, ergänzte Edmüller.

»Redbloc«-Ziegelfertigteile und »Fastbrick«-Roboter

Weil Zeit- und Preisdruck am Bau zu einem immer größeren Thema werden, haben sich die Unternehmen der Deutschen Poroton nach eigener Aussage auch im Bereich der Fertigungs- und Prozesstechnologien zukunftssicher gemacht:

Mit »Redbloc« sei es laut Schlagmann gelungen, Fertigbauteile zu entwickeln, die aus Ziegeln bestehen. Vereinen solle das die Vorteile des hochwertigen Ziegelmassivbaus mit denen einer industriellen Fertigteilbauweise.

Zudem arbeite die Wienerberger-Gruppe derzeit an der Entwicklung von Ziegeln, die mittels Bauroboter verarbeitbar seien. Um ein solch ambitioniertes Projekt in die Tat umzusetzen, ist Schlagmann mit dem australischen Bauroboter-Hersteller Fastbrick Robotics (FBR) eine Partnerschaft eingegangen. Das Ziel sei hierbei, nach Abschluss des Pilotprojekts in Europa die neu entwickelten Ziegel zusammen mit dem Bauroboter auf den Markt zu bringen.


Gold für den geförderten Maurer-Nachwuchs

Auf der BAU fand außerdem ein fröhliches Treffen mit dem frischgekührten Goldmedaillienträger des Maurer-Nachwuchses statt. Die Deutsche Poroton unterstützt zusammen mit dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) seit 2016 das Nationalteam der Maurer.

Mit Christoph Rapp, der im September 2018 bei den EuroSkills die Goldmedaille gewinnen konnte, war es erstmals seit 2005 wieder ein deutscher Maurer, der die ersehnte Medaille bei internationalen Berufswettbewerben mit nach Hause nehmen durfte.

»Das war eine wirklich tolle Leistung von Christoph und dem gesamten Nationalteam der Maurer«, sagte Poroton-­Geschäftsführer Clemens Kuhlemann und freute sich darüber, gleich im Anschluss ein Erinnerungsfoto mit dem glücklichen Gewinner am Stand von Schlagmann machen zu dürfen.    J

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