Ausgaben 2019

Ausgabe August

Frauenpower für die Baubranche

Frauenquote, »Girls´Day« und Plattformen nur für weibliche Handwerkerinnen – das alles gibt es seit einigen Jahren, doch auf der Baustelle sind Frauen immer noch drastisch in der Unterzahl. Die männlichen Kollegen dominieren im Baugewerbe deutlich, der Anstieg der Frauenquote in diesem Sektor ist zwar spürbar, aber relativ gering. Angesichts des Fachkräftemangels wird aber das Potenzial, das Frauen in diesen Berufen bieten, noch lange nicht genutzt. Der baustoffPARTNER schätzt in vielen Bereichen seine Mitarbeiterinnen, jetzt legt er sogar die Chefredaktion in weibliche Hände. Ich darf mich Ihnen kurz vorstellen: Ich heiße Christine Seif und bin künftig für die Redaktion des baustoffPARTNER verantwortlich. Nach meiner Ausbildung zur Hörfunkredakteurin bin ich zu einem großen regionalen Zeitungsverlag gewechselt und war dort fast zehn Jahre lang in der PR-Redaktion unter anderem für den Bereich Sonderveröffentlichungen zuständig.


Ausgabe Juli

Konkurrenzkampf der komischen Art

Sei es auf Häuserwänden, an der Bushaltestelle oder auf der Herrentoilette der nächsten Rasttankstelle – die Bundeswehr plakatiert derzeit jeden Winkel der Republik, um neue Fachkräfte aus dem Handwerk für die Truppe zu gewinnen. Und genau damit ist sie in zwei Fettnäpfchen getreten: Zum einen steht man mit der Kampagne in direkter Konkurrenz zur Bauwirtschaft, die ohnehin schon seit Jahren mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen hat. Zum anderen »schießt« die Bundeswehr mit vermeintlich kernigen Sprüchen komplett am Ziel vorbei.


Ausgabe Juni

Das deutsche Handwerk fordert die Meisterpflicht zurück

Wieder einmal ist die »Agenda 2010« an allem schuld: Damals, als die Rot-Grüne Regierung unter Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) die Zahl der meisterpflichtigen Handwerksberufe von 94 auf 41 reduzieren ließ, hatte man vorrangig die Bekämpfung der steigenden Arbeitslosigkeit im Sinn. Seither war es möglich, sich ohne Nachweis einer Qualifikation in diesen Branchen selbstständig zu machen. Im Baugewerbe gilt die bis heute vor allem für Fliesen-, Platten-, Mosaik- und Estrichleger. Leider hat diese Maßnahme verheerende Folgen für die Handwerksqualität auf deutschen Baustellen.


Ausgabe Mai

Ein »Dach über dem Kopf« zu haben, ist ein Grundrecht

Die Debatte um den Mangel an bezahlbarem Wohnraum hat mittlerweile einen Punkt erreicht, an dem sogar in einem nicht-sozialistischen Staat wie Deutschland der Ruf nach Enteignung laut wird. Die Idee, dass jeder nur noch so viel Wohnraum besitzen sollte, wie er auch tatsächlich nutzen kann, ist aber keine Neuerfindung des Juso-Chefs Kevin Kühnert, dafür jedoch Grund genug, sich dieser Thematik genauer zu widmen. Das Thema Wohnraumknappheit wirft nämlich folgende Fragen auf: Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Wie kann man das Problem möglichst schnell lösen? Und warum wurde nicht viel früher ganz laut »Stopp« gerufen?


Ausgabe April

Digitalisierung erweckt das Traditionshandwerk zu neuem Leben

Als mein alter Herr noch auf die Baustelle ging, wurden Kostenvoranschläge auf die Rückseite alter Kassenzettel gekritzelt, Maße über den Daumen gepeilt und Vertragsverhandlungen per Handschlag besiegelt. Und das hat über viele Jahre hinweg bestens funktioniert. Dann kam die Digitalisierung. Zunächst haben das viele Handwerker, Händler und Unternehmer belächelt und gesagt: »Bauen 4.0«, das klappt zwar prima auf Werbeplakaten, aber nicht beim Verputzen von Wänden, Schleifen von Böden oder Verlegen von Rohrleitungen«. Klingt irgendwie logisch. Aber ist das wirklich so?


Ausgabe März

Gegenwind formt den Charakter

Im hohen Norden heißt es »Sturm ist erst, wenn das Schaf keine Locken mehr hat.« Aktuell wird der Deutschen Wirtschaft für 2019 ein Abkühlen prognostiziert – aussagekräftige Anzeichen dafür sind aber nur schwer zu finden. Natürlich haben die vergangenen Jahre die Erwartungen bei weitem übertroffen. 2018 hat die Baubranche rund 25.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und bei den Auftragseingängen um zehn Prozent zugelegt. Gleichzeitig konnten die Betriebe des Bauhauptgewerbes einen Umsatz von 127 Mrd. Euro erwirtschaften – das sind 11,3 Prozent mehr als noch 2017. Dabei hatte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) ursprünglich mit einem nominalen Plus von nur rund sechs Prozent gerechnet. Auch für 2019 sind die Bauunternehmer weiter optimistisch, die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Fakt ist: Sturm sieht anders aus!


Ausgabe Februar

Erlaubt ist, was Zeit und Geld spart

Das war ein Auftakt nach Maß: Größer als je zuvor, weil mit zwei neuen Hallen, hat die BAU den zu erwartenden Ausstellerrekord eingefahren. Auch die Besucherzahlen können sich sehen lassen, auch wenn dieses Mal zur »Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme« etwas weniger Besucher nach München strömten als noch vor zwei Jahren. Dass so viele davon internationaler Herkunft waren, stärkt einerseits die Position der BAU als Weltleitmesse – andererseits sind einige Big-Player dem Branchen-Highlight ferngeblieben. Sie haben ihre Gründe, und man darf gespannt sein, ob sie jemals wieder einen Platz auf der BAU bekommen werden. Denn die Warteliste bei den Ausstellern ist unverändert lang – daran ändern
auch die neuen Hallen kaum etwas...


Ausgabe Dezember/Januar 2019

Gallisches Gemüt trotzt der globalen Konjunktur

Steuerfahnder, Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer stehen nicht gerade im Ruf, besonders viel Humor zu haben: Zu trocken scheint oft die bearbeitete Materie, und oft verbietet auch das vermeintlich wichtige Anliegen hinter der täglichen Mission jede Form der heiteren Distanz zu sich selbst oder dem eigenen Tun...


Ausgabe November

Bezahlbarer Wohnraum in Zeiten der Messe

Ganz gleich, ob man aus beruflichen Gründen oder als Tourist unterwegs ist: Wenn in einer Stadt Messe ist, werden Hotelzimmer, die man sonst im Internet auf den zahllosen Buchungs-Portalen für schmales Geld feilgeboten bekommt, tendenziell unbezahlbar. Ohne einen erkennbaren Mehrwert in Sachen Leistung, wohlgemerkt: Das Hotelbett ist ja keineswegs komfortabler, breiter oder weicher als sonst, und auch das Wasser in der Dusche ist nicht nasser als zu Normalpreis-Zeiten.


Ausgabe Oktober

Perspektiv-Verschiebung in die richtige Richtung

»Auch eine schwere Tür hat nur einen kleinen Schlüssel nötig.« Das Zitat von Charles Dickens (1812 – 1870) stammt zweifelsohne aus einer Zeit, als das Bewegen von Türen als sportliche Betätigung durchgegangen wäre. Schlagworte wie Barrierefreiheit, Öffnungsbegrenzung oder Schließdämpfung dürften zur damaligen Zeit Fremdwörter gewesen sein…


Ausgabe September

GaLaBau: Wachsende Branche mit fehlendem Nachwuchs...

Frohgemut geeint und mit besten Aussichten auch für die nächsten Jahre läuft sich die Branche warm für ihr Messe-Highlight: Die GaLaBau in Nürnberg, die dieses Jahr gleich mit einem ganzen Reigen froher Botschaften aufwartet. So viele Aussteller wie nie, so viel Fläche wie nie und laut Veranstalter die Aussicht auf so viele Besucher wie nie. Und alles noch internationaler, sowohl bei Ausstellern als auch bei Besuchern. In den Jubel stimmt der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) ein, zugleich ideeller Träger der Messe: Laut einer Umfrage hält die seit Jahren gute Konjunktur weiter an. Rund 98 Prozent der befragten Mitglieds-Unternehmen schätzen die Aussichten der Branche positiv ein, mehr als 96 Prozent berichten über eine gleiche (also gleich gute) oder bessere Auftragslage als im Vorjahreszeitraum.

 


Ausgabe August

Die Moden für den Boden oder: Jede, wie es ihr gefällt...

»Wir sind in der Fashion-Industrie – mit Fußböden!« Diesen Satz hat Bernhard ter Hürne, der als geschäftsführender Gesellschafter gemeinsam mit seinem Bruder Erwin ter Hürne das gleichnamige Unternehmen leitet, in einem Interview mit der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« (F.A.Z.) gesagt. Immer schneller wechseln die Trends, womit auch der Parkett-Spezialist vom Niederrhein zu kämpfen hatte. Und mit den neuesten Kreationen der Boden-Couturiers will nicht nur das Auge verwöhnt und das »Grüne Gewissen« beruhigt werden: Immer wichtiger für die Kunden sind auch individuell gestaltbare Oberflächen und die damit verbundene Haptik.


Ausgabe Juli

Zusammen mehr erreichen

Die Zahl der Extremwetterlagen steigt und steigt: Immer öfter führen heftige Starkregen, Hagelschlag, Sturmböen oder gar Windhosen zu großen Schäden. Häufig ist es die Kombination aus mehreren Faktoren, die einzelne Landstriche erst in unerwarteten Fluten und dann im Chaos versinken lässt. Bei aller unterschiedlicher Ausprägung haben derlei Schadensereignisse eines gemeinsam: Sie treten sehr punktuell und regional auf, lassen sich also nur sehr schwer vorhersagen.

 


Ausgabe Juni

Von Handwerkern und Herzchirurgen

»Handwerks-Meister sind so viel wert wie Herz-Chirurgen!« – deutliche Worte von Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), in einem Interview mit der Zeitung »Bild«. Er macht sich stark für eine neue Wertschätzung beruflicher Bildung. Im Klartext: Nicht jeder soll studieren müssen. Man hat unweigerlich das Bild vor Augen von den jungen Ingenieuren und Betriebswirten, die viele Monate auf einen greisen Handwerker warten müssen...

 


Ausgabe Mai

Große Symbole und kleine Zeichen

Der weiße Rauch über Berlin ist aufgestiegen: Nachdem unendliche Verhandlungen nun doch noch zu einer Koalition geführt haben, lichtet sich nach und nach auch der Nebel, der bislang die Wahlversprechen der jeweiligen Koalitionspartner umhüllte. Schlagworte wie das jetzt angekündigte Baukindergeld, aber auch Sozialer Wohnungsbau und die Bereitstellung bezahlbarer Grundstücke (als Voraussetzung für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums) haben ja bereits im Vorfeld die eine oder andere Kontur erahnen lassen.

 


Ausgabe April

Ist die Messe gelesen?

Mit Branchen-Highlights wie der Dach+Holz, der R+T und der Fensterbau Frontale mit Holz-Handwerk liegt ein heißes Messe- Frühjahr hinter uns. Für manche Aussteller ist der Aufwand immens, wenn sie auf zwei oder gar auf allen drei Veranstaltungen präsent waren. Nicht zu vergessen dabei Messen wie die Light & Building oder die SHK, die Domotex, die Eisenwarenmesse oder die bautec.

 


Ausgabe März

Der Bau ist besser als sein Ruf

Es ist ein wenig wie im Film »Und täglich grüßt das Murmeltier«: Bill Murray erlebt als Wetteransager Phil Connors ein und denselben Tag in einer Endlosschleife – und zwar den Murmeltiertag, über den er für seine Fernsehstation berichten soll. Nach jedem Aufstehen wiederholt sich exakt das, was sich bereits am Vortag ereignet hat.

 


Ausgabe Februar

Ein Koalitionsprogramm voller Kriegsrhetorik

Würde die Baubranche nicht schon boomen – der Koalitionsvertrag der vermutlich nächsten Regierung könnte dafür sorgen. Was die Parteien da auf 170 Seiten zu Papier gebracht haben, steckt voller Zusagen, Forderungen und Angebote, die allesamt ehrenwerte Ziele verfolgen: Es geht um bezahlbaren Wohnraum, natürlich in lebenswerten Städten, oder um die Einhaltung von Klimazielen durch energetische Sanierung – die übrigens ebenso gefördert werden soll wie der Erwerb von eigenem Wohnraum durch Familien.

 


Ausgabe Dezember/Januar

Zu viel Regelung und zu wenig Regierung

Wie lebt es sich in einem Land, das offensichtlich niemand regieren will? Diese Frage stellt sich angesichts der Tatsache, dass nach einem unwürdig langen Hin und Her die Gesprächspartner der Jamaika-farbenen Parteien die Gespräche haben platzen lassen und so keine Regierung zustande gebracht haben. Jetzt geht das zähe Ringen erst einmal weiter, mit anderen Gesprächspartnern, mit weniger Geschnatter und Gezwitscher und hoffentlich mehr Gemeinsamkeiten. Die Parteien sollten sich bewusstmachen, dass es bei den Sondierungen nicht darum geht, mit dem politischen Gegner zu fusionieren, sondern gemeinsame Ziele zu entwickeln für ein Land, das – damit es ihm weiterhin gut geht – eine stabile und verlässliche Regierung braucht.

 


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Der baustoffPARTNER informiert monatlich als eines der führenden Fachmagazine für Handel und Handwerk unabhängig und auf den Punkt über Trends, Neuheiten und Entwicklungen aus der Baubranche und dem Baustoff-Fachhandel. Das »Branchenwissen für heute und morgen« bereiten wir zielgruppengerecht auf und berichten verbandsunabhängig unter anderem über folgende Themen:

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  • Innenausbau, Bodenbeläge & Aufbau, Fenster (Aufbau & Verarbeitung), Türen (Design & Technik), Bad (Ausstattung & Technik), Werkzeuge

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  • Außenanlagen (Gestaltung & Technik), Mauerwerk & Beton, Fassade (Systeme & Produkte), Dach (Aufbau, Dämmung, Deckung), Industrie- & Gewerbebau, Werkzeuge

Wir berichten zudem kompakt und kompetent über alle relevanten Messen der Baustoffbranche sowie über strukturelle oder personelle Veränderungen in Unternehmen und Verbänden. Schwerpunkte wie das monatlich wechselnde »Top-Thema« und Unternehmensporträts runden die Berichterstattung ab. Erstmals beleuchten wir mit unseren Sonderthemen besondere Aspekte der Branche und legen den redaktionellen Fokus auf Themen wie Arbeitsschutz & Arbeitssicherheit, Einbruchschutz oder Nutzfahrzeuge für Handwerker.

Pro Jahr erscheint der baustoffPARTNER elf Mal in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland, zum Jahreswechsel als Gesamt-Doppelausgabe (Dezember/Januar).

In jeder Ausgabe werden monatlich wechselnde Themen klar strukturiert aufgearbeitet und veröffentlicht (siehe Redaktions-Themenplan). Die Leserzielgruppe richtet sich Monat für Monat nach den Themenschwerpunkten des Magazins.

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