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Schlagmann: Energetische Sanierung mit »Poroton-WDF«

Um dem Stadthaus in den Pegnitzauen, welches aus den 60er Jahren stammt, einen zeitgemäßen Look zu verleihen, mussten umfangreiche Umbaumaßnahmen vorgenommen werden. Auf der Suche nach einer nachhaltigen wie wirtschaftlich sinnvollen Dämmung entschieden sich die Bauherren dabei für das Fassadendämmsystem »Poroton-WDF«.

Weder Architektur noch Energiebilanz und Ausstattung des 1964 erbauten Wohnhauses entsprachen den heutigen Anforderungen. Die unverbaubare Premiumlage in den Pegnitzauen und das große Grundstück mit altem Baumbestand forderten jedoch geradezu eine Aufwertung des Gebäudes. Architekt Markus Hilpert nutzte die gute Bausubstanz, erweiterte das Dach und sanierte das Stadthaus von Grund auf zu einem zukunftsfähigen KfW-Effizienzhaus 70. Mit der ökologischen Wärmedämmfassade Poroton-WDF fand er das passende Produkt zur Außendämmung der Bestandswand, das zudem auch als Innendämmung zur Anwendung kam. Durch eine Neukonturierung der Fassade sowie eine Umgestaltung des Daches in ein Penthausgeschoss mit Pultdach erhielt das Haus eine zeitgemäße Optik.

Sinnvoll sanieren

Das Mitte der 60er Jahre als Zweifamilienhaus für einen Fürther Notar errichtete Gebäude war in einem unzureichenden energetischen Zustand mit schlecht isolierten Fenstern und einem Erscheinungsbild, das nicht mehr dem Zeitgeist entsprach. Ein Haus, das nach knapp 55 Jahren Nutzung demnach nicht alt, aber nach heutigem Stand der Technik veraltet war.

Zahlreiche Bauten aus dieser Zeit lassen sich nicht zu vertretbaren Kosten so sanieren, dass sie die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen. Doch hier sprach eine solide Bausubstanz mit Keller und 30 cm dicken Ziegelaußenwänden für eine Generalsanierung mit Facelift. Um das Gebäude nach seiner Sanierung auch wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen, wurde ein Ausbau in insgesamt drei großzügige und hochwertig ausgestattete Wohneinheiten, die weiter zur Vermietung stehen sollten, geplant. Die Lage am Rande der Altstadt von Fürth und zugleich unverbaubar an den Pegnitzauen – einem Naturidyll, das sich als grüner Streifen durch Fürth bis nach Nürnberg hinein zieht und größtenteils sogar als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist – prognostizierte den Eigentümern eine erfolgreiche Weitervermietung der Immobilie.

Auf der Suche nach einer nachhaltigen wie wirtschaftlich sinnvollen Dämmung entschieden sich die Bauherren aus vielerlei Gründen für das Fassadendämmsystem »Poroton-WDF«. »Es überzeugte uns als rein mineralische Dämmung. Außerdem kann die keramische Wärmedämmfassade sowohl außen als auch von innen als dämmende Vorsatzschale vorgesetzt werden, was in unserem konkreten Projekt gute und bauphysikalisch problemlose Gestaltungsmöglichkeiten ergab. Die flexible Verwendung des Steines ohne bauphysikalische Beeinträchtigung im Innen- und Außenbereich war somit u. a. ausschlaggebend«, so Architekt Markus Hilpert.

Aufstockung und Umgestaltung

Damit stand der umfassenden und qualitätvollen Sanierung mit Umgestaltung und Aufstockung nichts mehr im Wege: Das Wohnhaus wurde von Grund auf überarbeitet und auf den heute gültigen technischen und energetischen Standard gebracht. Durch den Abbruch des ursprünglichen Sparrendachstuhls und die Errichtung eines Vollgeschosses mit versetzten Pultdächern entstand zusätzlicher Wohnraum. Die vorhandenen Giebelwände wurden aufgemauert und innenseitig mit »Poroton-WDF« gedämmt, um die gewünschte rückspringende Zäsur eines Penthausgeschosses mit Dachterrasse zu erzeugen. Da der ursprüngliche Windfang sich gesenkt hatte, wurde dieser durch einen rundum verglasten Neubau ersetzt.

Insgesamt entstanden drei gleichberechtigt große 4-Zimmer-Wohnungen mit rund 150 bis 160 m2 Wohnfläche, die in jeweils einer der drei Etagen untergebracht sind. Großzügige Grundrisse mit teilweise offenen Wohn-/Essbereichen und eine hochwertige Ausstattung charakterisieren die Wohnungen. Während zur Straßenseite versteckte Loggien als Balkone und klein gehaltene Fenster mit Schiebeläden in die Fassade eingebunden sind, öffnen sich die Wohnbereiche zu den Pegnitzauen mit großen, meist bodentiefen Fenstern ins Grüne.


Schnelle und einfache Verarbeitung

Die Fassade wurde energetisch mit den Wärmedämmziegeln von Schlagmann ertüchtigt. Hier wurde die komplette Außenfassade auf 1 091 m2 ab dem Kellerfundament bis zum Obergeschoss mit »Poroton-WDF 180« gedämmt. Die vorhandene Betonwanne des Kellers hatte eine überstehende Bodenplatte, sodass die dämmende Vorsatzschale direkt und ohne vorherige Maßnahmen im Planziegelverfahren einfach und schnell darauf aufgemauert werden konnte.

Die Schienen der Schiebeladenkonstruktionen wurden wegen der einzuleitenden Zug- und Schubkräfte in der Ebene der Stahlbetondecken, die Balkone jedoch direkt in der massiven Außenschale verankert. Die Unebenheiten in der Bestandswand konnten durch den Dämm-Ziegel ausgeglichen werden, eine lose Perlitehinterfüllung schließt den entstandenen Spalt.

Nachhaltige Altbausanierung

Schlagmann Poroton bietet mit der keramischen Wärmedämmfassade »Poroton-WDF« ein Produkt zur ökologischen und nachhaltigen Altbaudämmung, die sowohl von außen als auch als Innendämmung angebracht werden kann. Bei einer Innendämmung ermöglicht die porige Struktur des mineralischen Baustoffs eine optimale Feuchtepufferung im Innenraum und schafft ein angenehmes Raumklima ohne Schimmel. Zudem ist das System aufgrund der stabilen, äußeren Ziegelschale überaus robust und zeichnet sich durch eine hohe Lebensdauer und geringe Instandhaltungskosten aus.

Die wärmespeichernde Füllung besteht aus gesundheitlich unbedenklichem, mineralischem Perlit. Ausgleichsziegel, optimiertes Werkzeug und Zubehör wie Konsolen, Dübel oder Mörtelschlitten komplettieren das Fassadensystem, beschleunigen den Arbeitsvorgang und verbessern das Endergebnis. »Poroton-WDF« ist damit eine nachhaltige und wirtschaftliche Alternative zu herkömmlichen Wärmedämmverbundsystemen.

Verbesserung der Energiebilanz

Alle Fenster- und Fenstertüren sowie die aus Glasbausteinen bestehende Treppenhausfassade wurden durch moderne Fenster und Glasbauteile mit geringer Wärmeleitfähigkeit ausgetauscht. Die komplette Gebäudetechnik wurde erneuert und besteht jetzt aus einer energiesparenden Luft-Wärmepumpenanlage, die Beheizung erfolgt durch einen hocheffizienten Gasbrennwertkessel.

Die solaren Gewinne der auf dem Dach montierten Photovoltaikanlage speisen die beiden in der Doppelgarage installierten E-Tankstellen. Die Energiekosten konnten unter Einbeziehung aller Maßnahmen deutlich gesenkt werden, sodass das sanierte Gebäude den Standard eines KfW-Effizienzhauses 70 (nach EneV 2013) erreicht.

Eine Aufwertung des Stadthauses

Eine sorgfältige Planung und gut überlegte Auswahl qualitativ hochwertiger Materialien zeigen sich bei dieser Baumaßnahme sowohl in der optisch sehr ansprechenden als auch in der technisch-bauphysikalischen bemerkenswerten Aufwertung des Stadthauses.

Die energieeffiziente Dämmung aus Poroton-WDF-Ziegeln in  Kombination mit der Fassaden-Neugestaltung durch farbig akzentuierte Bauteile, großzügige Fensterelemente sowie die Umgestaltung des Daches ergänzen das Gebäude zu einem zeitgemäßen, zukunftsorientierten und besonders energetischen Wohnhaus nach modernsten Richtlinien.    J

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