Prefa: Ein Dach aus Aluminium für 15 kleine Häuser in einem Gebäude vereint

Die französischen Architekten Patrick Bouchain und Bastien Lechevalier entwickelten und realisierten eine »Maison«, ein Zuhause für das Unternehmen »Nature et Decouvertes«. Das unkonventionelle Gebäude besteht aus 15 kleinen Häusern. Erbe, Moderne und Natur sind in das Konzept eingeflossen. Als Basis des Gebäudes diente die alte, schwere Stahlkonstruktion der ehemaligen Güterverkehrshalle. Für das Dach entschieden sich die Verantwortlichen für Aluminium von Prefa – zum Einsatz kam ­»Prefalz« mit P.10 Oberfläche in »Prefaweiß«.

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François Lernarchand, Gründer von »Nature et Decouvertes«, wurde in Versailles geboren und wollte seinen neuen Unternehmenssitz in seiner Heimatstadt errichten. Er wollte kein kaltes, unpersönliches Bürogebäude, sondern ein Zuhause für seine Firma und seine Mitarbeiter. 3 000 m2 Bürofläche und ein Geschäft galt es unterzubringen.

Das neue Firmengebäude musste nach ökologischen Prinzipien gebaut werden, um die Unternehmensphilosophie widerzuspiegeln. Es wurden moderne Techniken des Holzbaus angewandt, neue Technologie bei Photovoltaikmodulen eingesetzt und das natürliche Licht optimal genutzt. »An der Nordfassade wird das Licht eingefangen«, erzählt Bastien Lechevalier. »Die Spitzgauben auf dem Dach sorgen für ein stabiles Licht. Im Süden dagegen ist die Fassade geschlossener.« Im Mittelpunkt der Überlegungen war immer der Endnutzer. »Der Bauherr oder der Eigentümer ist nicht immer der Nutzer«, erläutert der Architekt. »Wir müssen aber die Gewohnheiten und Bedürfnisse der Nutzer kennen, denn sie sind diejenigen, die jeden Tag im Gebäude sind und hier arbeiten«, erläutert er seinen Ansatz.

Jede Abteilung in einem eigenen Haus

Das Gebäude ist in 15 kleine Häuser unterteilt. Sie werden durch die steilen Vordächer in Form von Spitzgauben, die steil zum Himmel zeigen, sichtbar. »Jede Abteilung bekommt ein eigenes Haus. Zudem sind die Stockwerke wie jene in Wohnhäusern aufgebaut – mit einer Gemeinschaftsebene und Büros zum Zurückziehen«, erklärt Lechevalier das Konzept. Die erste Idee war ein Stahldach. Es sollte aber feiner und leichter wirken. »Wir suchten ein Material, das perfekt für die Details passt, denn die Vordächer wirken wie Origami«, berichtet der Architekt vom Entstehungsprozess.


Prefa Aluminium konnte alle gewünschten Kriterien erfüllen, und damit fiel die Wahl auf »Prefalz« mit P.10 Oberfläche in »Prefaweiß«. Die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Spengler. Es galt, gemeinsam die beste Lösung bei diesem außergewöhnlichen Projekt zu finden.

Beengte Platzverhältnisse auf der Baustelle

Benoit Brisset war der Projektmanager des Handwerkbetriebs Glot Couverture, der für die Umsetzung verantwortlich war. Einfach sei das Projekt nicht gewesen. Insgesamt stecken neun Monate Arbeit in diesem Objekt. Zu Spitzenzeiten waren drei 3er-Teams auf der Baustelle beschäftigt.

Die Baustelle bot allerdings wenig Platz für die vielen Bauunternehmen, die gleichzeitig arbeiteten. »Wir mussten die Einzelteile in der Werkstatt vorbereiten und haben sie dann zur Baustelle gebracht. Wir haben versucht, so wenig Zeit wie möglich auf der Baustelle selbst zu verbringen«, erzählt Brisset. »Der Platz war eng und das Timing war wichtig.«

Bei der speziellen Form der spitzen, hohen Vordächer waren Geschick und Erfahrung gefragt. Brisset und sein Team haben im ersten Schritt drei Prototypen erstellt. »Wir haben viel ausprobiert und getestet, um die optimale Ausführung zu finden«, berichtet Brisset. Es galt, den Entwurf in die nächste Dimension zu übertragen. »Die Zeichnungen waren in 2D. Wir mussten sie in 3D machen«, erzählt Brisset von der größten Herausforderung an diesem Projekt.

Die Vordächer bestehen aus vielen ganz unterschiedlichen Flächen. »Jede ist anders«, so der Handwerker. Es sei viel Fingerspitzengefühl und Tüftelei erforderlich gewesen, damit die einzelnen Teile am Ende perfekt zueinander passen. »An dem Punkt, wo die Teile aufeinandertreffen, haben wir erst gesehen, wie exakt wir gearbeitet haben«, so der zuständige Projektleiter. Heute strahlt das über 100 m lange Gebäude mit »Prefalz« in einem ausdrucksstarken Weiß.   J

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