NATURinFORM: Kreatives Fassaden-»Facelift« mit Holzverbundwerkstoff

Kaum zu übersehen ragt in einem Wohngebiet im hessischen Mühltal das moderne, dreistöckige Doppelhaus aus den überwiegend eineinhalbgeschossigen Einfamilienhäusern heraus. Nicht nur in Höhe, auch in Form- und Farbgebung sowie Materialwahl weicht es von den eher traditionellen Häusern der Umgebung ab. Um die Jahrtausendwende wurde das Gebäude in geradliniger Geometrie, einem gering geneigten Pultdach und großen Fensterfronten auf dem langen, schmalen Grundstück errichtet. Im Zuge einer Neuvermietung wurde das 20 Jahre alte Gebäude saniert. Ein »Fassaden-Facelift« mit lavagrauen Profilen »Die Gestaltende exklusiv« aus dem Portfolio des Holzverbundwerkstoff-Spezialisten NaturinForm spielte dabei eine dominierende Rolle.

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Die Bebauung des schmalen Grundstücks am Waldrand erwies sich planerisch als Herausforderung, die das beauftragte Architekturbüro Hirschmuellerschmidt aus Darmstadt damals jedoch mit einem cleveren Entwurf löste. Ein in die Höhe »gestapeltes« Haus mit ausgebautem Souterrain und somit attraktiver Wohnfläche auf vier Etagen holte das Optimum aus dem zur Verfügung stehenden Baugrund und begeisterte die Bauherren. Die Außenkonstruktion wurde massiv in Beton und Mauerwerk errichtet, das 2. Obergeschoss mit einem Holzständerwerk ausgeführt und die Fassade in großen Teilen mit unbehandelter Lärche verkleidet.

Holzverbundwerkstoffe punkten mit Pflegeleichtigkeit und langer Lebensdauer

Bevor das 20 Jahre alte Haus nun an neue Mieter übergeben werden sollte, standen einige Sanierungsarbeiten an. Vor allem die Fassade aus naturbelassenem Lärchenholz, die das Erscheinungsbild des Hauses größtenteils bestimmte, war in die Jahre gekommen. »Das Holz war aufgrund des unregelmäßig erfolgten Alterungsprozesses unansehnlich geworden«, schilderte Bauherrin Beatrice Korte den Zustand. Ein neuer Anstrich brachte nicht den gewünschten Erfolg, außerdem hatte sich das Lärchenholz mit den Jahren verzogen. Daher beschlossen die Eigentümer eine umfassende Erneuerung der Fassadenfläche. Zunächst schien eine Metallfassade als Option in Betracht zu kommen, letztendlich entschied man sich, dem ursprünglichen Material treu zu bleiben, die Optik der Fassade aber trotzdem farblich neu zu beleben.

Auf der Suche nach einem hochwertigen, dabei pflegeleichten und zugleich langlebigen Material fiel die Wahl auf ein Fassadensystem aus Holzverbundwerkstoff. »Als Architektin habe ich häufiger mit diesem Material zu tun, wobei es dann vorrangig auf Terrassen, aber immer öfter auch an Fassaden zum Einsatz kommt«, so Dipl.-Ing. Beatrice Korte. Ihrer Ansicht nach sollten die in der Architektur eingesetzten Materialien authentisch, ehrlich umzusetzen sein und ihrer ­Aufgabe gerecht werden. Als »überzeugte Puristin« – nicht nur was den Baustil anbelangt, sondern auch bei den verwendeten Materialien – hatte sie anfänglich Vorbehalte. »Ich habe mich zunächst mit den Holzverbundwerkstoffen etwas schwergetan, da dies kein originäres Material ist, sondern Holz mit einer, zwar geringen, Kunststoff-Beimischung.« Am Ende jedoch zeigte sie sich von diesem Werkstoff überzeugt, weil das Material die gelungene Kombination aus ­Nachhaltigkeit, ­Langlebigkeit, ­Pflegeleichtigkeit und der hochwertigen Optik gewesen sei, die ausschlaggebend bei der Entscheidungsfindung war.


Edler Look und umfangreiches Farbspektrum überzeugten

Auf der Suche nach dem geeigneten Anbieter entschied man sich für die Fassadenprofile von NaturinForm, das umfangreiche Sortiment, darunter vor allem das attraktive Farbspektrum, konnte überzeugen. Die Profile in der Farbe Lavagrau passten gut zu den bestehenden Bauteilen. »Auch wenn wir das Haus selbst nicht mehr bewohnen, hängt unser Herz nach wie vor an dieser Immobilie. Daher muss hier die Optik stimmig sein und was uns als Vermieter mindestens genauso wichtig ist: Der Aufwand mit Instandhaltung und Pflege der Fassade soll so gering wie möglich sein. Somit haben wir mit ›der Gestaltenden‹ von Naturinform das ideale Material gefunden.«

Kreative Verlegung: Unterschiedliche Profilbreiten im Wechsel

Auf rund 150 m2 kam »Die Gestaltende exklusiv« an der Fassade in Mühltal zum Einsatz. Das Material wurde waagrecht auf die vorhandene, noch intakte Holz-Unterkonstruktion aufgebracht, und zwar mit Profilen in zwei unterschiedlichen Größen im Wechsel – zur Auflockerung der optischen Wirkung. Beatrice Korte fertigte im Vorfeld Detailzeichnungen an, zum einen für den Verarbeiter als Unterstützung zur Einhaltung des Fugenbildes – zum anderen, um den Verschnitt einzugrenzen und somit einen sparsamen Materialeinsatz zu gewährleisten. Eine weitere Besonderheit waren die im Wechsel durchlaufenden Profile vor den Fensterflächen der Schlafzimmer und Flure – neben ihrer optischen Wirkung sowohl Sichtschutz zum Nachbargrundstück als auch eine Sturzsicherung vor der geschosshohen Verglasung. Eine Herausforderung stellten die Anschlüsse am Metallkragen des leicht geneigten Pultdachs dar. »Direkt unter dem Anschluss fallen die Verschnittbereiche sehr schmal aus, was die Anbringung der Profile etwas verkomplizierte«, erläutert Beatrice Korte. Daher wurden die Profile in diesen Bereichen nicht mit dem Klammersystem auf die Latten-Unterkonstruktion aufgebracht, sondern verschraubt. Sowohl bei den Planungen als auch bei der Bauausführung stand NaturinForm beratend zur Seite.

Vorgehängte hinterlüftete Fassade aus Holzverbundwerkstoff

»Die Gestaltende exklusiv« ist ein Fassadensystem in Natursteinoptik. Gefertigt aus einem natürlichen, wetterfesten Holzverbundwerkstoff, eigne sich die Außenverkleidung als vorgehängte Fassade sowohl für Neu- als auch Bestandsbauten. Bei der Montage werden die Rhombusleisten der »Gestaltenden« mit einer Nut- und Spundverbindung formschlüssig auf einer Holzunterkonstruktion verlegt. Zur Befestigung der Leisten auf der Holzlattung steht das Klammerset aus dem Zubehörprogramm für die ­verdeckte Montage zur Verfügung. Mit drei unterschiedlichen Deckmaßen bieten sich unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten. Die massiven Rhombusleisten »small« mit einem Deckmaß von 66 mm, »xl« mit 99 mm und »xxl« mit 148 mm Breite können sowohl waagrecht als auch senkrecht verlegt werden. Eine Kombination – wie hier in Mühltal – eröffnet weitere Gestaltungsmöglichkeiten. Die Profile sind in Standardlängen von vier und sechs Metern erhältlich, auf Anfrage sind auch Sonderlängen möglich.

Die Farben reichen von hellem Dolomitgrau über kühles Basaltgrau hin zu warmem Lavagrau, wie hier verwendet. Durch die Oberflächenprägung wird der optische Effekt plastisch zusätzlich verstärkt. Aber auch in Holzoptik und den Farbtönen Eichen-, Bernstein- und Kastanienbraun sowie Graphitgrau sind die Fassadenprofile als »Gestaltende« erhältlich. Fachgerecht montiert, schützt das System laut NaturinForm die Außenwandkonstruktion sicher und wirtschaftlich vor Witterungseinflüssen und Beschädigungen. Ergänzend dazu bietet das Sortiment leicht zu montierende Edelstahlecken, mit denen optisch saubere Übergänge zur Leiste gestaltet werden können.

Klimaneutral und nachhaltig in Bayern produziert

Klimaschutz und Ressourcenschonung spielen bei NaturinForm nach eigenen Angaben eine große Rolle. Für die Herstellung der Holzverbundwerkstoffe werde ausschließlich auf Holzfasern aus heimischer und nachhaltiger Forstwirtschaft (PEFC-zertifizierte Holzlieferanten) zurückgegriffen. Dafür müssten keine Bäume zusätzlich gefällt, denn die Holzfasern sind ein Nebenprodukt der holzverarbeitenden Industrie. Das mache dieses Material zu einem umwelt- und klimafreundlichen Produkt, das zudem zu 100 Prozent recycelbar ist. Nach der Verwendung der Dielen werden diese vom Unternehmen nach Möglichkeit zurückgenommen und wieder dem Fertigungsprozess zugeführt.

Für alle Dielen und Fassadenprofile von NaturinForm liegen die nach internationalen Normen erstellten Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs) vor. Alle Produkte würden kontinuierlich Qualitätskontrollen und Belastungstests unterzogen werden, um eine gleichbleibend tadellose und erstklassige Holzwerkstoffqualität sicherzustellen. Das Unternehmen gibt eine fünfjährige Garantie auf seine Produkte.    J

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