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fischerwerke: Geschichtsforschung hinter futuristischer Fassade

Das neue Center for Missouri Studies ist mit seiner futuristischen Fassade aus Glas und Naturstein eine imposante Erscheinung. Rund 30.000 fischer Hinterschnittanker sorgen für die sichere Verankerung der schweren Kalksteinplatten, mit denen die Gebäudehülle bekleidet ist.

Die Historische Gesellschaft des US-Bundesstaates Missouri im Mittleren Westen ist vor Kurzem in ihr neues Zuhause in der Stadt Columbia eingezogen. Das 2019 eröffnete, von der Gesellschaft betriebene Center for Missouri Studies macht es sich zur Aufgabe, Dokumente und Zeugnisse zu allen Aspekten und Perioden der Geschichte Missouris wissenschaftlich zu sammeln, zu erforschen und auszustellen.

Darüber hinaus möchte die Institution durch Bildungsangebote und Öffentlichkeitsarbeit das Interesse und die Wertschätzung für das kulturelle Erbe des Staates und seiner Bevölkerung steigern. Das Center beherbergt auch eine bedeutende Sammlung von regionalen Kunstwerken sowie von Exponaten, welche die Expansion der USA nach Westen dokumentieren. Auch der Verwaltungssitz der Gesellschaft ist in dem Neubau untergebracht, der zudem über flexible öffentliche Räumlichkeiten für Veranstaltungen verfügt. Angesichts der Bedeutung  und der Aufgaben des Gebäudes war es den Verantwortlichen bei Ausführung und Planung des Komplexes wichtig, regionaltypische Materialien für den Neubau zu verwenden. Der realisierte Entwurf entstand aus einer Kooperation der Architekturbüros Gould Evans aus Kansas City und Barker Nestor Architecture & Design aus Chicago. Prägend für das Erscheinungsbild ist die Fassade aus zwei Arten von Kalkstein: Der cremefarbene Aux Vases Buff aus Missouri, der 80 Prozent der Außenfläche ausmacht, und der graue Pewter Mist. Die Befestigung der Natursteinplatten stellte die Ausführenden vor eine große Herausforderung.

Dabei wurden an der Unterkonstruktion unterschiedliche Fassadenplatten mit verdeckten Hinterschnittankern befestigt. Die Rückseite jeder Platte wird mit einem Hinterschnittbohrer vorgebohrt, um die Aufhängeklammer und den sich ausdehnenden Bolzenanker aufzunehmen. „Hierbei kamen unsere Hinterschnittanker zum Einsatz“, sagt Steven-Henrik Maier, Marktmanager fischer Fassadensysteme. „Rund 30.000 Stück unserer Zykon-Plattenanker FZP II wurden in der Ausführung FZP II 13x26 M8/SO/12 AL verarbeitet. Zusätzlich prüften wir die Steinplatten im Lager und gegen das Lager, um so alle wichtigen Werte zur Einbausituation zur Verfügung zu haben.“ Mit der Fassadenausführung beauftragt waren die Firmen Heitkamp Masonry und Cladding Corp.


Die Zykon-Plattenanker FZP II gewährleisten eine formschlüssige und völlig spreizdruckfreie Befestigung im konisch hinterschnittenen Bohrloch. Ihre rückseitige Montage ermöglicht die Befestigung im Fünftelspunkt der Fassadenplatte. „Durch diese Technik werden besonders niedrige Plattenbiegemomente und hohe Tragfähigkeiten erreicht“, sagt Steven-Henrik Maier. „Zudem bringt unsere Hinterschnitttechnik auch optisch Vorteile mit sich. So ermöglichen unsere Zykon-Plattenanker  FZP II die verdeckte Befestigung der Platten, treten so an der Fassadenaußenseite nicht sichtbar in Erscheinung und sorgen für harmonische Gebäudeansichten.“

Nach seiner Fertigstellung stellt das Center for Missouri Studies ein eindrucksvolles Beispiel zukunftsweisender Architektur mit regionalen Bezügen dar. Dabei zeigt sich der Komplex auch in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit auf der Höhe der Zeit, wie das Zertifikat Gold Status Leadership in Energy and Environmental Design (führerend in energie- und umweltgerechter Gestaltung) des U.S. Green Building Council zeigt.

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