Bothe-Hild GmbH Die Torbauer sollen für Qualität und Lösungen jenseits des Standards stehen

Der Name ist Programm – im Jahr 2022 hat sich die Firma Bothe-Hild in »Die Torbauer« umbenannt. Das Rebranding soll dem Kunden zeigen: Wir sind der Lösungsanbieter für maßgeschneiderte Industrietore »Made in Germany«. Der baustoffPARTNER sprach mit dem neuen Geschäftsführer Kai Roiger darüber, wie dieses Versprechen in die Tat umgesetzt werden soll und warum der Service eine entscheidende strategische Rolle in der Zukunft spielen wird.

Lesedauer: min | Bildquelle: Bothe-Hild
Von:
Peter Lang

Kai Roiger ist gerade einmal ein paar Tage als Geschäftsführer beim Torbauer Bothe-Hild in Amt und Würden, als wir mit ihm sprechen. Doch der 49-Jährige kennt die Torbranche schon seit 30 Jahren. Als gelernter Metallbaumeister hat er zunächst im eigenen Familienbetrieb Verantwortung getragen, bevor er diesen an ein US-Unternehmen verkauft hat. Über Führungs- und Geschäftsführerfunktionen bei Rite-Hite und zuletzt bei Novoferm, wo er insbesondere Service-, Projekt- und Wachstumsgeschäfte verantwortete, landete Kai Roiger am 1. Oktober bei Bothe-Hild. An seiner neuen Aufgabe hat ihn besonders gereizt, »dass hier keine austauschbaren Produkte von der Stange entstehen. Das Unternehmen verfügt über eine hohe Fertigungstiefe, einen ausgeprägten Qualitätsanspruch und viel Erfahrung mit individuellen und technisch anspruchsvollen Torlösungen.« Gleichzeitig sieht Kai Roiger bei den Torbauern noch Marktbereiche, wo echtes Wachstumspotenzial vorhanden ist. 

Das Unternehmen aus dem mittelhessischen Herborn entstand 2007 aus dem Zusammenschluss von zwei Traditionsfirmen der deutschen Torindustrie: Bothe Tore und Hild Tortechnik. 2012 wurde das Unternehmen dann von der privaten Investorengruppe Tequity übernommen. In den folgenden Jahren entwickelte sich das Unternehmen kontinuierlich weiter, und mit dem Standort in Herborn wurde auch die Grundlage für die heutige Produktion geschaffen. Gleichzeitig haben sich klare Kernkompetenzen herausgebildet: insbesondere Falttore, Sektionaltore für besondere Anforderungen (z. B. Waschhallen) und individuelle Sonderkonstruktionen (z. B. Großtore).

»Die Torbauer« – Lösungspartner für komplexe Anwendungen

2022 wurde dann mit dem Markenwechsel von Bothe-Hild zu »Die Torbauer« ein sichtbarer strategischer Schritt vollzogen. »Dahinter stand aber deutlich mehr als ein neuer Name und ein neues Erscheinungsbild«, so Kai Roiger. »Der Anspruch war, sich stärker auf die eigenen Kernkompetenzen, die eigene Fertigung und hochwertige, individuelle Torlösungen zu konzentrieren. Gleichzeitig sollten ›Die Torbauer‹ noch stärker als Lösungspartner für komplexe Anwendungen wahrgenommen werden.«

Im Vergleich zu vielen Unternehmen in der Torbranche habe Bothe-Hild als Hersteller maximale Flexibilität, um die ideale Lösung für seine Kunden zu liefern und sei nicht von vollautomatisierten Fertigungen für Standardlösungen abhängig. »Gerade bei komplexen Anwendungen wollen wir nicht einfach ein Tor liefern, sondern gemeinsam mit dem Kunden oder Fachhändler die passende Lösung entwickeln. 2022 wurde bereits damit begonnen, das Fachhändlergeschäft gezielter auszubauen und neue Marktsegmente zu erschließen.«

Dabei gehe es nicht um Wachstum um jeden Preis, wie Kai Roiger hervorhebt: »Entscheidend ist, dass wir dort wachsen, wo wir mit unserer technischen Kompetenz und unserer Fähigkeit zu Sonderlösungen einen echten Mehrwert bieten können. ›Die Torbauer‹ sollen im Markt noch stärker für Qualität, Verlässlichkeit und Lösungen jenseits des Standards stehen.«

Jedes in Herborn produzierte Tor ist eine Individualanfertigung. Das Unternehmen kann dabei auf das hohe technische Know-how seiner Mitarbeiter zurückgreifen, die teilweise über eine jahrzehntelange Erfahrung im Torbau verfügen.  
Der Vertrieb basiert wiederum im Wesentlichen auf drei Säulen: dem Fachhandel, dem Direktgeschäft in ausgewählten Zielbranchen und dem herstellerübergreifenden Service. Zu den Zielbranchen zählen insbesondere Industrie, Waschstraßen und Waschhallen, der öffentliche Bereich mit z. B. Feuerwehren und Rettungsdiensten, die Bundeswehr sowie der Hangar- und Luftfahrtbereich.

Service als strategische Säule für die Zukunft

Zukünftig soll der Service bei Bothe-Hild eine noch größere Rolle spielen. Kai Roiger erläutert die Details: »Unser Ziel ist es, herstellerübergreifende Serviceleistungen für Toranlagen anzubieten und damit unsere Präsenz und Bekanntheit beim Endkunden weiter auszubauen. Wir wollen unsere Kunden über den gesamten Lebenszyklus einer Toranlage begleiten – von der Beratung und Neuanlage über Montage und Inbetriebnahme bis hin zu Wartung, Reparatur und Modernisierung. Damit entwickeln wir ›Die Torbauer‹ konsequent weiter: vom reinen Torhersteller hin zu einem umfassenden Lösungs- und Servicepartner rund um das Thema Tor.«

Das Unternehmen ist heute deutschlandweit im Service und in der Montage aktiv. Dieses flächendeckende Netzwerk will Kai Roiger in den kommenden Jahren gezielt weiter ausbauen, um die Reaktionszeiten weiter zu verkürzen und noch näher am Kunden zu sein. 

Produktseitig setzt man auf seine Kernkompetenzen, in erster Linie sind das Aluminium-Falttore, Deckenfalttore sowie Sonderkonstruktionen und kundenspezifische Torlösungen. »Unsere Stärke liegt insbesondere dort, wo Standardprodukte an ihre Grenzen kommen und eine individuelle technische Lösung gefragt ist«, so Kai Roiger. Mit Innovationen und der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Produkte sollen zusätzliche Marktpotenziale erschlossen werden.


Die wirtschaftliche Gesamtlage spielt dabei laut Kai Roiger nicht die ausschlaggebende Rolle: »Entscheidend wird sein, sich nicht allein auf allgemeines Marktwachstum zu verlassen, sondern durch Innovation, Qualität, Service und klare Kundennähe eigene Wachstumsimpulse zu schaffen.« Für seine neue Aufgabe hat sich Kai Roiger auch persönlich einiges vorgenommen: »Ein persönliches Ziel ist für mich, bei ›Die Torbauer‹ eine Kultur weiterzuentwickeln, in der Vertrauen und Verantwortung von allen gelebt werden. Ich möchte, dass Entscheidungen dort getroffen werden, wo die Kompetenz sitzt, und dass jeder im Unternehmen den Anspruch hat, seinen Bereich aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig ist es mir wichtig, Impulse aus dem Markt frühzeitig wahrzunehmen – also zu verstehen, was unsere Kunden morgen brauchen, und daraus rechtzeitig die richtigen Maßnahmen abzuleiten. Das bedeutet für mich, Innovationen voranzutreiben, unsere Produkte kontinuierlich weiterzuentwickeln und auch unsere Prozesse und Serviceangebote immer wieder zu hinterfragen.«

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