BOTAMENT: Was bei bodengleichen Duschen zu beachten ist

Botament, Anbieter von Systembaustoffen, verfügt in seinem umfangreichen Sortiment auch über diverse Duschsysteme. Zu den im Trend liegenden bodengleichen Duschen hat Botament im folgenden Fachbeitrag vier Punkte für deren fachgerechte Erstellung zusammengefasst.

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Bevor bodengleiche Duschen auch in Privathaushalten vermehrt zum Einsatz kamen, waren sie vor allem in öffentlichen Bereichen wie Sportstätten, Wellness-Einrichtungen oder Krankenhäusern (wegen ihrer Barrierefreiheit) bekannt. Im privaten Wohnungsbau werden sie immer häufiger aus gestalterischen Gründen eingebaut. Durch den durchgehend homogenen Bodenbelag geht der Duschbereich fließend in den Raum über. Dabei ist der Fliesenbelag mit ausreichendem Gefälle zum Abfluss hin auszuführen.

Die richtige Koordination und die richtigen Abläufe

Dem Fliesenleger stehen für die Entwässerung mehrere Systeme zur Verfügung: Vom klassischen Punktablauf über die Linienentwässerung mit gefliester Abdeckung bis hin zu Duschboard-Systemen. Entscheidend für eine gute Gesamtlösung ist die Koordination der Schnittstelle zwischen Fliesenleger und Installateur. Oft findet der Fliesenleger auf der Baustelle ein Ablaufsystem ohne jegliche Beschreibung dazu vor, wie und wo die Abdichtung angeschlossen werden soll. Wenn der Installateur dem Bauherrn das entsprechende System verkauft hat, muss er dafür Sorge tragen, dass dessen sicherer Einbau und Anschluss gewährleistet werden kann.

Weitere Herausforderungen können im Bereich der Ablaufsysteme auf den Handwerker warten. Besonders bei Bodenabläufen ohne werkseitig angebrachte Dichtmanschette sollte die Einbauanleitung besonders beachtet werden: Die Klebeflansche müssen gereinigt oder die selbstklebenden Dichtbänder gesondert abgedichtet werden.


Werkseitig produzierte Duschboard-Systeme bieten hier Vorteile. Zum einen wurde bei ihnen das Ablaufsystem werkseitig eingedichtet, so dass ausschließlich die Randbereiche mit einem Dichtband versehen werden müssen. Zum anderen weisen Duschboards eine geeignete Oberfläche für die anschließende Fliesenverlegung auf, die bereits mit einem idealen Gefälle ausgestattet sind.

Der richtige Mörtel und die richtige Fuge

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Beachtung der Trocknungszeiten von Estrich, Abdichtung und Fliesenkleber. Gerade in der Sanierung / Modernisierung sollte auf schnell abbindende Produkte zurückgegriffen werden. Diese verkürzen die Wartezeiten zwischen den einzelnen Arbeitsschritten. Wenn dagegen normal abbindende Verlegemörtel verarbeitet werden, sind entsprechende Wartezeiten einzuplanen. Nur wenn alle verwendeten Mörtel entsprechend abgebunden sind, können Verfärbungen der Fugen ausgeschlossen werden. Oft kommt es zu Reklamationen, weil sich auch Verfärbungen außerhalb des Duschbereichs zeigen. Bei einem Begehungstermin stellt man nach dem Öffnen der Fliese dann eventuell fest, dass der Fliesenkleber deutlich durchfeuchtet ist. Dies ist auf kapillar angezogenes Wasser aus dem Duschbereich zurückzuführen.

Der Einsatz einer kapillaren Sperre kann solche Probleme verhindern. Eine effektive Lösung hierbei ist der Einsatz eines MS-Polymers. Dazu wird im ersten Schritt nur der Badezimmerboden verlegt. Anschließend wird die Fliesenkante inklusive Verlegemörtel mit einem MS-Polymer versiegelt. Dieses fungiert nach dem Aushärten als kapillare Sperre und verhindert, dass Wasser aus dem Duschbereich unter den Fliesenbelag herauswandern kann. Erst danach wendet man sich dem Duschbereich zu, der so vom restlichen Badezimmerboden kapillar sauber abgetrennt ist.

Nach dem abgeschlossenen Einbau der Fliesen folgt das Verfugen. Hier steht dem Fliesenleger eine breite Auswahl zur Verfügung. Neben den klassischen zementären Mörteln gibt es auch solche auf Epoxidharzbasis. Die großen Vorteile einer Epoxidharzfuge sind neben ihrer hohen Beständigkeit – auch gegen säurehaltige Reiniger – ihre enorm hohe Farbstabilität. Gerade wenn sich der Bauherr eine besonders dunkle Fuge wünscht, ist die Verwendung eines Fugenmörtels auf Epoxidharzbasis, aufgrund der hohen Farbechtheit, zu empfehlen. Oftmals wird auch der gesamte Bodenbelag mit einem Epoxidharzfugenmörtel ausgefugt.  J