Betonwerk: Pflaster überzeugt in Design und Belastbarkeit

Zwischen den Städten Karlsruhe und Pforzheim liegt die Gemeinde Remchingen im Pfinztal. Mit seinen etwa 12 000 Einwohnern verfügte das Dorf bisher über drei Rathäuser in den Ortsteilen Wilferdingen, Nöttingen und Singen. Um Verwaltungsabläufe zu optimieren, entschieden sich die Verantwortlichen der Gemeinde für einen Rathausneubau. Der hierbei neu entstandene San-Biagio-Platani Platz zwischen dem neuen Rathaus, dem Altenpflegeheim, der Diakonie und der Kulturhalle wurde mit zwei Pflastersystemen des Betonwerk Pfenning befestigt, die sowohl optisch als auch technisch überzeugen.

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Das neue Rathaus wurde auf einem exponierten Grundstück zwischen der Bundesstraße B10 und dem Grünraum von Schlossbad und Pfinz als neue Mitte für Begegnung und Kommunikation konzipiert. Seine direkte Nachbarschaft wird geprägt von der Remchinger Kulturhalle und dem Altenpflegeheim, die als eigenständige, auf sich selbst bezogene Solitäre keine stadträumliche Beziehung zueinander aufbauten.

Um diese Situation nachhaltig zu verbessern und klare Platzkanten auszubilden, wurde ein geschliffener, fünfeckiger Stadtbaustein entworfen, der keine Rückseiten besitzt und seine bauliche Präsenz sowohl zum neu gestalteten Marktplatz wie auch zu den beiden Straßenfluchten zeigt. Schon von außen lassen sich die vielfältigen Nutzungen des Rathauses ablesen.


Außenflächen dienen als Bindeglied

Eine besondere Bedeutung kam auch den Außenflächen zu, die im Zuge der Baumaßnahme neu befestigt wurden. »Die gut 5 000 m² großen Flächen fungieren als Bindeglied zwischen dem neuen Rathaus, der Kulturhalle und dem Altenpflegeheim. Der neu entstandene San-Biagio-Platani Platz wird so zur neuen Mitte Remchingens», erzählt Dipl.-Ing.(FH) Michael Bauch von den BAMI Ingenieuren aus Remchingen. »Hieraus ergaben sich auch die besonderen Anforderungen an die Pflasterflächen. In erster Linie galt es natürlich, für das Areal samt Außengastronomie und Wasserspielen eine besonders hohe Aufenthaltsqualität mit komplett barrierefreier Bewegungsmöglichkeit zu schaffen. Andererseits werden Teile der Flächen zur Andienung der umliegenden Gebäude auch von Lkw mit bis zu 40 Tonnen befahren. Gefragt waren daher Pflasterbeläge, die sowohl optisch passen als auch den anfallenden Verkehrsbelastungen standhalten«, so Bauch.

Betonpflaster »ArteLinea« wirkt wie Holzparkett

Für den Bereich der Außengastronomie und den Eingangsbereich des Rathauses (gesamt ca. 1 700 m²) wählten die Planer das Steinsystem »ArteLinea« von Beton Pfenning aus Lampertheim. Es verfügt über sechs schlanke Steinformate in zwei Bahnenbreiten und wird stets als Reihenverband verlegt. Hierzu Michael Bauch: »Dieses Pflastersystem wirkt ähnlich wie Holzparkett und entfaltet so eine schlichte und doch raffinierte Wirkung. Im Farbton Muschelkalk passt es auch hervorragend zum mineralischen Wandaufbau des Rathauses. Extra für dieses Objekt produzierte der Hersteller die Steine in einer Stärke von 10 cm, daher stellen auch gewisse Verkehrsbelastungen für diesen Belag kein Problem dar.«

»CombiStabil Natura«: Natursteinoptik und belastbar

Die restlichen ca. 3 500 m² zu pflasternden Bereiche wurden mit dem Steinsystem »CombiStabil Natura« im Farbton »Platin« befestigt. Die Steine im Format 21 x 21, 14 x 21, 14 x 14 und 14 x 7 cm stammen ebenso vom Hersteller Beton Pfenning und besitzen eine raffinierte Natursteinoptik, die sowohl durch eine werkseitige Texturierung der Oberflächen als auch mittels einer kontrollierten Bearbeitung der Steinkanten entsteht. »Mit dieser Optik gelingt es, die umliegenden Gebäude über die Flächen miteinander zu verbinden und das gesamte Areal in einen ruhigen Rahmen zu setzen«, so Bauch. Die Verwendung genau dieses Steinsystems hat aber auch noch einen anderen Grund. Insbesondere die Flächen zwischen Pflegeheim und Kulturhalle sind immer wieder einer höheren Verkehrsbelastung ausgesetzt. Für das Steinsystem »CombiStabil Natura« stellt dies laut Hersteller jedoch kein Problem dar, denn aufgrund seiner D-Punkt-Fugentechnik kommt es bei diesem Betonpflaster bei der Verlegung der Steine nur zu einer punktuellen, minimalen Berührung an den Steinunterkanten. Die zur regelmäßigen Aufnahme von Verkehrsbelastungen notwendige Fuge wird systembedingt stets eingehalten. Damit findet zwischen den Steinen immer eine optimale Kraftübertragung statt. Michael Bauch: »Aus diesem Grund ist das System in der Lage, Schub- und Horizontalkräfte abzupuffern und gleichmäßig in die Tragschichten weiterzuleiten. Dies ermöglicht, dass die Fläche auch dauerhaft ohne Schaden bleibt – auch wenn diese von schwereren Fahrzeugen genutzt wird.«   J