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Smart-Klima: Das eigene Klima selbst im Griff haben

Von Christine Seif

Das Klima ist seit einigen Jahren wohl eines der wichtigsten Themen der Gesellschaft. Von Klimawandel  über Klimaerwärmung bis hin zum Klimaziel ist es nahezu täglicher Begleiter geworden. Ein Unternehmen,  dem das Klima ebenfalls am Herzen liegt, ist Smart-Klima. Und auch wenn Geschäftsführer Georg Meyer und seinem Team der gesamte Klimaschutz wichtig ist, so geht es bei den Produkten von Smart-Klima um das Klima in unserem Zuhause, den eigenen vier Wänden. Denn auch hier kann ein schlechtes Klima zur Belastung werden und die Gesundheit der Bewohner schädigen. Aus diesem Grund hat Georg Meyer vor rund zehn Jahren den »Klimagriff« für das Fenster erfunden und daraus ein Unternehmen gegründet. Anfang 2021 wurde dieses Produkt nun optimiert und »smart« gemacht. Dem baustoffPARTNER hat der Geschäftsführer den »Klimagriff«, seine smarte Erweiterung sowie die weiteren Systemkomponenten für ein gutes Klima im Gebäude erklärt.

Vor gut zehn Jahren war das »Klima« noch nicht so sehr in aller Munde, wie es das heute ist, aber Georg Meyer hat damals schon ein Problem erkannt. »Im Zuge der energetischen Gebäudesanierung wurden Gebäude immer dichter und das bedeutete immer mehr Feuchtigkeit im Inneren – teils waren auch Baumängel daran Schuld«, erzählt der Geschäftsführer. »Ich habe damals einen Beitrag im SWR zu diesem Thema gesehen und mir gedacht, dass ich für dieses Problem unbedingt eine Lösung finden möchte. So begann die Entwicklungsarbeit und heraus kam der ›Klimagriff‹.« Recherchen ergaben, dass es einen »Klimagriff« lediglich beim Mofa gab und so ließ sich Georg Meyer das Produkt und den Namen patentieren. Seitdem sorgt der »Klimagriff« in Gebäuden für ein besseres Raumklima.

Bedarfsgerechtes Lüften wird ganz einfach

Der »Klimagriff« wird anstelle eines normalen Griffes direkt am Fenster montiert. Dabei passt er laut Georg Meyer auf alle gängigen Fenster. »Der ›Klimagriff‹ ist wie ein kleiner Minicomputer. Er überwacht praktisch die Raumluft und misst Temperatur, Feuchtigkeit, VOC – also flüchtige organische Verbindungen, die in die Luft diffundieren – und den CO2-Gehalt. Zudem kann er die Griff- und Fensterflügelposition überwachen. Ist die Qualität der Raumluft nicht mehr gut, gibt es ein optisches sowie ein akustisches Signal, dass nun gelüftet werden muss.«

Doch Georg Meyer hat – als der »Klimagriff« auf dem Markt war – nicht aufgehört zu entwickeln. Er ist ein Problemlöser und so ergab sich auch die Zusammenarbeit mit Vodafone, die den »Klimagriff« jetzt revolutionieren soll. »Als es während der ersten Corona-Welle keine Sprühflaschen mehr für Desinfektionsmittel gab, haben wir eine Tankstelle für Desinfektionsmittel gebaut. Die kam überall sehr gut an und es wurde in vielen Formaten darüber berichtet. So ist Vodafone auf uns und damit auch auf den ›Klimagriff‹ aufmerksam geworden. Und dieses Produkt ›smart‹ zu machen war schon lange eine Idee von mir. Mit ­Vodafone hatten wir dazu dann den perfekten Partner«, freut sich Meyer.

Smart lüften und angenehmes Klima schaffen

In Kooperation mit Vodafone wurde der ­»Klimagriff« nun auf eine neue Ebene gehoben. Er verfügt nun über eine SIM-Karte und ermöglicht die Speicherung der gesammelten Daten in einer Cloud. Zudem können Informationen über zu feuchte Luft oder andere Faktoren direkt über Smartphone oder Tablet empfangen werden. »Über unseren smarten ›Klimagriff‹ habe ich schon die unterschiedlichsten Meinungen gehört – von ›Stasi-Griff‹ über ›beste Erfindung ever‹ – aber wenn man sich mit der Thematik etwas beschäftigt, merkt man schnell, dass es einfach Sinn macht«, so Georg Meyer. »Zudem muss man auch wissen, dass niemand ohne Einverständnis des Bewohners auf die Daten des Griffes zugreifen kann. Da wir uns auch nicht im normalen WLAN bewegen, sondern in einem gesicherten Funkstandard, der speziell für solche Produkte entwickelt wurde, können die Daten zudem nicht gehackt werden«, versichert Meyer. Der ­Nutzer bekommt neben der SIM-Kartennummer einen gesicherten Code, mit dem nur er Zugang zum Griff sowie den Daten habe.


Der smarte »Klimagriff« ist bereits vorkonfektioniert und auf die Raumgröße sowie den Dämmstandard eingestellt. Die Warnschwellen können für die jeweiligen Werte selbst eingestellt werden. Die Web-App ermöglicht, dass die Werte vom Nutzer jederzeit selbst verändert werden können.

Dabei sei der »Klimagriff« für die unterschiedlichsten Situationen geeignet. »Ausreichend ist ein Griff für eine Raumgröße von bis zu 100 m2 – in größeren Räumen, wie zum Beispiel Kindergärten oder Büros, können natürlich bei Bedarf mehrere Griffe im Raum die Luftqualität überwachen. Sinnvoll ist der »Klimagriff« aber nicht nur in öffentlichen oder gewerblichen Gebäuden, auch im privaten Bereich, gerade bei Vermietungsobjekten oder auch Ferienwohnung kann der intelligente Griff nicht nur vor Schimmelbildung warnen, sondern auch zu einer Senkung des Energieverbrauchs beitragen. »Um den Kunden Letzteres zu erklären, vergleiche ich das Gebäude gern mit einem Kochtopf. Ein Topf ist zu 30 Prozent mit Wasser gefüllt, der andere zu 50 Prozent. Wenn ich dann frage, für welchen Topf ich zum Erhitzen wohl mehr Energie benötige, wird es den Interessenten klar. Feuchte Raumluft zu erwärmen bedarf mehr Energie als trockene Luft, daher lohnt sich der ›Klimagriff‹ doppelt.«

Weiterer Vorteil, gerade bei Räumen, die nicht dauerhaft genutzt werden: ­»Unser smarter Griff verfügt über eine Kalenderfunktion. Hat die Schule also sechs Wochen in den Sommerferien geschlossen, kann das im Griff programmiert werden. Dann weiß der Griff zum einen, dass der Raum derzeit nicht genutzt wird, und sollte sich die Luftqualität verschlechtern oder es zu feucht werden, benachrichtigt er zum Beispiel den Hausmeister.« Anders herum funktioniert das System zusätzlich als Einbruchschutz. Wird zum Beispiel in einer Ferienwohnung, die aktuell gar nicht bewohnt ist, die Fensterposition geändert, erhält der Eigentümer eine Nachricht – so trägt der »Klimagriff« auch zum Einbruchschutz bei.

Weitere Vorteile bezüglich Corona

Die Corona-Pandemie hat das Thema Lüften als wichtiges Mittel gegen das Virus in den Fokus gestellt. »Unser ›Klimagriff‹ ermöglicht diesbezüglich gerade für Schule, Kindergärten oder auch Büros die Möglichkeit, die Lüftungsintervalle nachzuvollziehen und sie bei Bedarf und im Ernstfall damit auch zu beweisen.« Gleiches gelte

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