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NATURinFORM: So schön wie Holz, nur viel robuster

In Wuppertal-Ronsdorf realisierte die Idee Projekt- und Entwicklungs­gesellschaft einen Neubau von drei Penthäusern und acht Eigentumswohnungen mit 16 Tiefgaragenplätzen. Das massive und in konventioneller Bauweise erstellte Gebäude mit tragenden Wänden aus Kalksandstein erhielt eine weiße Putzfassade. Die Flächen zwischen den Fenstern wurden optisch aufgelockert durch das Fassadenprofil »Die Gestaltende-XL« in Graphitgrau von Naturinform. Die Außenwände der drei Penthäuser wurden komplett mit dem Holzverbundwerkstoff verkleidet. Insgesamt kamen bei ­diesem Objekt 400 m2 des Fassadenprofils zum Einsatz.

»Mit diesem Wohnbauprojekt im Grünen verbinden wir eine ansprechende und moderne Architektur mit unterschiedlichen Fassadenelementen«, so Idee-Geschäftsführer Hürsehit Kürekli. Das Unternehmen ist Bauland- und Projektentwickler im Bergisch-Rheinischen und übernimmt bei der Realisierung des Bauprojekts die Aufgaben der Projekt- und Bauleitung. Wert wird dabei auf eine harmonische Architektur mit hohem Wohnkomfort an bevorzugten Standorten gelegt.

Die Wohnungen in Wuppertal-Ronsdorf bieten diesen hohen Komfort mit Aufzug und Fußbodenheizung; die Wohnungseingänge sind in stufenfreier Ausführung gearbeitet. Hochwertige Oberböden sowie Fenster und Terrassenfensteranlagen mit Kunststoffpanzer runden die Komfortausstattung ab.

Holzverbundwerkstoff erhielt den Zuschlag

Die Außenwandflächen der Penthäuser sowie die Teilbereiche mit gruppierten Fensterbereichen sollten ursprünglich mit gedämmter Holzfassade aus naturbelassener Lärche verkleidet werden. »Letztendlich jedoch entschieden sich die Käufer in Abstimmung mit dem Architekten, die in Holz geplanten Flächen mit einem Holzverbundwerkstoff von Natur­inform auszuführen«, erläutert Hürsehit Kürekli. Neben den optischen Argumenten waren hier vor allem die Eigenschaften hinsichtlich der Pflege und ­Wartung des Materials ausschlaggebend. »Die klimatischen Bedingungen im Bereich Wuppertal würden kaum die gewünschte Silbergrau-Färbung des Holzes erzeugen«, so der Idee-Geschäftsführer. »Große Regenmengen und Sporen, wenig Sonne und ein trockener Wind lässt das Holz an Fassaden oft unansehnlich wirken. So haben wir mit der Entscheidung für das Fassadenprofil ›Die Gestaltende-XL‹ in der Farbe Graphitgrau das später gewünschte Erscheinungsbild bereits vorweggenommen. Weil das Objekt meist vermietet wird, waren Pflege und Wartung der Fassade ausschlaggebend bei der Wahl des Materials.«

Holzmaserung mit natürlicher Optik

Aufgrund ihres Polymer-Anteils sind die Fassadenprofile laut Hersteller witterungsbeständig und der Werkstoff ist wegen seiner Materialkombination leicht zu reinigen – und somit wartungsarm. »Das Holzverbundsystem hat sich bislang bei den unterschiedlichsten Projekten als idealer Belag auf Terrassen oder Balkonen bewährt«, so Dipl.-Ing. Architekt Ulrich Klapa vom Wuppertaler Architekturbüro Klapa. »Diese vorteilhaften Eigenschaften erwarten wir auch beim Einsatz an der Fassade«, so Klapa, der das Projekt in Ronsdorf über alle Phasen begleitete.

Doch nicht nur die Robustheit, auch die Optik war laut Klapa ein entscheidender Grund. Denn der hohe Holzanteil der Lamellen sorgt durch eine patentierte, individuelle Holzmaserung für eine ästhetische und natürliche Anmutung. »Die Gestaltende-XL« besteht aus einer massiven Rhombusleiste im Deckmaß von 99 mm und kann sowohl waagerecht als auch senkrecht verlegt werden.

Das Fassadenprofil des fränkischen Herstellers wird in Standardlängen von vier und sechs Metern angeboten, aber auch Sonderlängen sind auf Anfrage lieferbar. Die Außenverkleidung aus dem Qualitäts-Holzwerkstoff von Naturinform wird als vorgehängte hinterlüftete Fassade verwendet. Bei der Anbringung werden die Rhombusleisten mit einer Nut- und Spundverbindung formschlüssig auf einer Holzunterkonstruktion verlegt: Es entsteht somit ohne sichtbare Montage eine plane Oberfläche mit einer geschlossenen, winddichten Fuge.

Handwerksbetrieb von Produkt überzeugt

Während die Wandflächen als Wärmedämmverbundsystem mit weißem Putz gearbeitet wurden, wurden die Außenwände der Penthäuser in Kalksandstein ausgeführt. Darauf befestigte das Team vom Zimmerei- und Holzbaubetrieb Christian Quast eine erste Lage mit 8 x 10 cm-Kanthölzern sowie danach eine zweite Lage. Beide Lagen wurden flächenversetzt gedämmt und mit einer UV-beständigen Unterspannfolie versehen, bevor schließlich die Fassadenprofile aufgebracht wurden. Der 55-jährige Zimmerermeister aus Remscheid hat schon häufiger Arbeiten für die Idee GmbH ausgeführt. »Bislang habe ich Profile aus Holzverbundsystem immer nur auf Terrassen und Balkonen verarbeitet«, sagt Christian Quast. Das Anbringen des Materials beim Objekt in Ronsdorf war für ihn und sein Team somit eine Premiere. Die Arbeiten seien ohne Schwierigkeiten von der Hand gegangen, denn das Material lasse sich so einfach wie Holz verarbeiten. Darüber hinaus sehe es wertig aus und sei in Sachen Wartungsfreundlichkeit und Langlebigkeit nicht zu schlagen, so Christian Quast.

Nachhaltig und langlebig

Neben der schnellen Verlegung sind Witterungsbeständigkeit, Farbstabilität und Langlebigkeit die entscheidenden Kriterien für eine Fassade aus Holzverbundsystemen. Naturinform bietet dafür mit seinem geprüften und zertifizierten Holzwerkstoff im Verhältnis Holz zu Polymer von ungefähr 70 : 30 Prozent ein geeignetes Verbundmaterial. Wie bei allen Bodendielen profitieren auch die Fassadenlösungen von den Materialeigenschaften der Holz-Kunststoff-­Mischung: Aufgrund des Polymer-Anteils sind die Fassadenprofile resistent gegen Witterung. Auch in puncto Nachhaltigkeit kann sich die Materialkombination sehen lassen. Die Profile werden aus 100-prozentig PEFC-zertifiziertem, heimischem Holz in Verbindung mit einem umweltfreundlichen Polymer gefertigt. Weitere Vorteile daraus sind Feuchteresistenz, Pflegeleichtigkeit, Formstabilität, Robustheit sowie die Unempfindlichkeit gegen Pilz- und Insektenbefall. Zudem ist das Material laut Hersteller zu 100 Prozent recycelbar und wiederverwendbar. Nach der Verwendung der Dielen werden sie vom Unternehmen zurückgenommen und wieder dem Fertigungsprozess zugeführt.   J

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