Das aus sechs unterschiedlichen Akkus bestehende »Allpro«-System deckt vielfältigste Anforderungen ab. Für den Einstiegsbereich stehen die Akku-Modelle »AP 20.1« und »AP 30.1« mit den bekannten Standardzellen (Tabbed Cells) zur Verfügung. Die restlichen vier Akkus basieren alle auf der neuen, leistungsstarken Tabless-Zellarchitektur – durch den minimierten Innenwiderstand fließt die Energie im Unterschied zu Standardzellen über die gesamte Oberfläche der Zelle, wodurch beim Betrieb und Laden der Zelle weniger Hitze erzeugt wird, was die Zellalterung verlangsamt. Was das in der Praxis bedeutet, zeigt der direkte Vergleich eines bisherigen Standard-Akkus mit dem neuen Tabless-Modell »AP 300 P«: Es bietet eine um 60 Prozent höhere Spitzenleistung (bis 4 kW) sowie eine um 20 Prozent gesteigerte Laufzeit. Zudem halbiert sich die Ladezeit für maximale Einsatzbereitschaft, während sich die Lebensdauer auf bis zu 3 000 Ladezyklen ohne Leistungseinbußen verdoppelt. Hinzu kommt: Innerhalb von knapp zehn Minuten ist der Akku zu 80 Prozent wieder aufgeladen.
Die Allianz in der Praxis
Praktischen Anschauungsunterricht konnten die Pressevertreter an verschiedenen Branchenstationen erhalten, die das Potenzial der neuen Akku-Allianz verdeutlichten. Ein Beispiel aus dem Bereich Bau und Infrastruktur: Hier gewinnen akkubetriebene Trennschleifer zunehmend an Bedeutung. Insbesondere vor dem Hintergrund veränderter Baustellenanforderungen – etwa in Bezug auf Umweltauflagen, Emissionsreduzierung und Arbeitsbedingungen – bieten Akku-Produkte klare Vorteile.
Stihl verfügt über eine breite Range an akkubetriebenen Trennschleifern – von kompakten Geräten wie »TSA 230« und »TSA 300« über »TSA 350« bis hin zu leistungsstarken Modellen wie dem »TSA 500«. Die Geräte decken unterschiedliche Leistungsklassen von 2,1 bis 4,2 kW für verschiedene Anwendungsbereiche ab.
Grundsätzlich ist das Trennen mit Wasser die empfohlene Vorgehensweise. Es sorgt für effektive Staubbindung, ermöglicht eine höhere Schnittanzahl pro Akku und verbessert die Arbeitsbedingungen auf der Baustelle. Für spezielle Anwendungen – etwa im Innenbereich oder bei wasserempfindlichen Materialien – empfiehlt sich das Trockentrennen. In diesen Fällen bietet eine Kombination aus Staubabsaugung und Tiefenanschlag eine effektive Lösung zur Minimierung der Staubbelastung, etwa mithilfe des Kärcher »NT 22/1 Ap Bp-A Adv.«
Auch im Garten- und Landschaftsbau bieten akkubasierte Systemlösungen entscheidende Vorteile – von reduzierten Emissionen und geringer Lärmbelastung bis hin zu einer verbesserten Ergonomie und Flexibilität im Arbeitsalltag. Stihl und Kärcher haben dazu ein Produktportfolio, mit dem Tätigkeiten wie Pflege und Schnitt von Hecken und Grünanlagen, Mähen und Instandhaltung von Rasenflächen, Baum- und Gehölzpflege sowie Laub- und Schmutzbeseitigung ausgeführt werden können.
Daneben präsentierten sich diverse Spezialanbieter, die sich ebenfalls der Akku-Allianz angeschlossen haben. So etwa die Firmen Tielbürger und Limpar mit ihren Kehrmaschinen und Wildkrautbürsten. Ein weiterer Partner der Allianz ist Eder Maschinenbau mit seinen Seilwinden. In der Forstwirtschaft unterstützen die Winden bei der Holzrückung und Baumfällung, bei der Jagd bei Bergungs- und Transportaufgaben sowie im Kabel- und Leitungsbau beim Einziehen von Kabeln. Darüber hinaus kommen sie auf Baustellen sowie bei Hilfs- und Rettungsorganisationen wie Feuerwehr und THW zum Einsatz. Die Firma Cemo wiederum stellte eine mobile Tankanlage für Diesel vor, die mit dem »AP«- oder dem »Allpro«-Akkusystem betrieben werden kann.