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GIMA Girnghuber: »Klinkerteppich« in lebendigem Farbspiel

Plätze sind wichtige Treffpunkte, ob in der Stadt, im Dorf oder im Wohnquartier. Mit der Neugestaltung von gleich drei zentralen Orten gewinnt Köln-Chorweiler an Lebensqualität und richtet zwischen City-Center, Stadtbahnhof und Bezirksrathaus den Publikumsverkehr sowie den Charakter des Stadtgefüges neu aus. Helle und dunkle Pflasterklinker von Gima in Hochkantverlegung machen aus dem Pariser Platz eine repräsentative und zeitgemäße Bühne mit integriertem Wasserspiel am Kirchenvorplatz.

Sitztreppen, Outdoor-Gym und Kletterwand, der »Tisch der Nationen«, künstlerische Skulpturen und ein begehbarer Springbrunnen – diese Mischung macht aus den drei Stadträumen Liverpooler Platz, Pariser Platz und Lyoner Platz eine multifunktionale, urbane Einheit, die der Großsiedlung Chorweiler neue Impulse für ein lebenswertes Miteinander gibt.

Ganz bewusst haben sich die Bauherren und das interdisziplinäre Planungsteam arge chorweiler neben der besonderen Stadtmöblierung auch für gestaltprägende Bodenbeläge entschieden. Während der größere Liverpooler Platz um den Wochenmarkt herum eine Befestigung aus farbigem Asphalt bekommen hat, wurden auf dem Pariser Platz – als zentralem Stadtplatz an der Kirche – repräsentative Pflasterklinker von Gima in gebundener und ungebundener Bauweise verlegt.

Die Mischung macht's

Abgeleitet aus dem angrenzenden Kirchenensemble und dem Bezirksrathaus, die ebenfalls mit Klinkern gestaltet sind, spiegelt der Bodenbelag deren Farbwelt, ohne monochrom zu wirken. Eine ausgewogene Mischung aus rotbunten, kieselgrauen, dunkelgrauen und kohleschwarzen Pflasterklinkern im linearen Verlegemuster erzeugt einen »Klinkerteppich«, der die Gesamtfläche abwechslungsreich strukturiert.


Zum Einsatz kamen durchgefärbte ­Gima-Pflasterklinker mit Verlegehilfen im Format 320 x 52 x 115 mm. Auf dem 2 500 m2 großen Platz wurden sie hochkant im Reihenverband mit Drittelversatz verlegt und halten auch der Belastung durch Wartungsfahrzeuge, Müllabfuhr und Straßenreinigung stand. Neben ihrer optischen Wertigkeit sind die aus heimischem Ton im Salzbrand und Reduktionsverfahren hergestellten Pflasterklinker überdurchschnittlich widerstandsfähig sowie licht- und farbecht und bleichen auch nach Jahren der UV-Bestrahlung nicht aus, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers.

Gebundene und ungebundene Verlegung

Um das Wasserspiel am Kirchenvorplatz übergangslos zu integrieren, wurde der Klinkerbelag auf 225 m2 in gebundener Bauweise ausgeführt. Das heißt, die Pflasterklinker wurden in ein drainfähiges Mörtelbett gesetzt. Der restliche Platz ist in ungebundener Bauweise gepflastert. Die langlebigen Pflasterklinker sind hier in einer Bettung aus losen Gesteinskörnungen verlegt und die Fugen mit ungebundenen Gesteinskörnungen verfüllt und eingeschlämmt.

So bleibt die große Pflasterklinkerdecke laut Gima flexibel und wartungsarm – ­defekte Klinker können leicht entnommen, ausgetauscht oder gereinigt werden – und der Pariser Platz ein qualitätvoller Ort, der die hohen Anforderungen an urbane Räume dauerhaft erfüllt.   J

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