Umfassende Herausforderung
Wer als Estrichleger beauftragt wird, 400 m² im 23. Stockwerk eines Hochhauses zu sanieren, steht vor Aufgaben, die im Tagesgeschäft kaum vorkommen. Die grundlegendste Herausforderung war logistischer Natur: Wie kommt der Estrich in den 23. Stock? Unter normalen Bedingungen wird er direkt vom Pumptruck über eine Schlauchleitung in die gewünschte Etage gepumpt. In einem 85 m hohen Hochhaus war das jedoch keine praktikable Option. Tim Maas, Fachberater von Uzin, der das Projekt von Beginn an begleitete, bringt es auf den Punkt: »Ein konventioneller Einbau wäre grundsätzlich realisierbar gewesen, hätte aufgrund der erforderlichen Förderhöhe jedoch einen erheblichen technischen Aufwand erfordert.« Die zweite Herausforderung war zeitlicher Natur. Die Arbeiten in den Räumen unterhalb des Restaurants – darunter Konferenzräume und Büros im laufenden Betrieb – durften nicht beeinträchtigt werden. Baustellenlärm und schwere Arbeiten waren deshalb ausschließlich außerhalb der Bürozeiten möglich. Hinzu kam die anspruchsvolle Raumgeometrie: Viele Stützen und Ecken erschwerten die Untergrundarbeiten. Gefordert waren zudem Schallschutzmaßnahmen bereits in der Dämmebene. Verlegt wurde eine 40 mm starke Trittschalldämmplatte aus Mineralwolle für Nutzlasten bis 10 kPa. Auf der Mineralwolle musste zusätzlich eine 25 mm starke Holzwolle-Leichtbauplatte eingebaut werden. Diese wurde von Parkettlegern passgenau an die Stützen und die mineralischen Randdämmstreifen angearbeitet.
Einfach und zuverlässig
Die Lösung für die logistischen Herausforderungen lag in der Materialwahl: ein werksseitig vorgemischter Trockenmörtel, abgefüllt in Säcken und geliefert auf Paletten. Konkret fiel die Wahl auf »Uzin SC 968«, einen spannungsarmen Schnellzementestrich des Ulmer Bodensystemspezialisten Uzin. »Unter diesen Bedingungen musste alles zügig gehen, der Mörtel einfach und zuverlässig zu verarbeiten sein, schnell fest werden«, beschreibt Peer Krüger die Anforderungen. Die Entscheidung fiel nach einem Produktvergleich: »Das Produkt von Uzin hat durch seine gute Verarbeitbarkeit und das schnelle Anziehen überzeugt«, bestätigt Krüger. Hinzu kamen das stimmige Preis-Leistungs-Verhältnis und die bewährte Zusammenarbeit mit Fachberater Tim Maas.
Der Ablauf war präzise durchgetaktet: Das Sackmaterial wurde per Lkw angeliefert, zunächst mit einem Fahrstuhl in die Tiefgarage gebracht und von dort über einen zweiten Fahrstuhl direkt in das 23. Obergeschoss transportiert. Dort wurde der Trockenmörtel mit der exakt dosierten Wassermenge – das Wasser kam über einen Schlauch von der Dachterrasse – in drei Betonmischern angerührt. Per Schubkarre gelangte der angemischte Mörtel zum Einbauort, wurde verteilt und sorgfältig geglättet. Der personelle Einsatz war entsprechend hoch: »Die Organisation war sehr aufwendig, die Zusammenarbeit war klasse. Wir haben mit zwölf Mann gearbeitet – alle verfügbaren Mitarbeiter, vom Chef über die Estrichleger bis zum Bauleiter, haben mitgeholfen, auch diejenigen, die sonst nicht aktiv auf Baustellen arbeiten«, erinnert sich Peer Krüger. So konnten die gesamten 400 m² in nur zwei Nachtschichten verlegt werden.
Gut zu verarbeiten und zügig fest
»Uzin SC 968« ist ein werksseitig vorgemischter Trockenmörtel zur Herstellung von Zementestrichen im Innen- und Außenbereich. Auf der Baustelle in den Tanzenden Türmen überzeugte das Produkt in mehrfacher Hinsicht: Es lässt sich gut verarbeiten, wird schnell fest und ist nach 24 Stunden bereits begehbar. Die Belegreife ist nach 72 Stunden erreicht. Im Vergleich dazu benötigt ein herkömmlicher Zementestrich 28 bis 35 Tage bis zur Belegreife. Für das Restaurant, das so bald wie möglich wieder öffnen sollte, war dieser Zeitvorteil entscheidend.
Technisch entspricht »Uzin SC 968« der Festigkeitsklasse CT-C40-F6 nach DIN EN 13813 und bietet damit eine hohe Druck- und Biegezugfestigkeit. Die werksseitige Vorkonfektionierung als Trockenmörtel sorgt für eine gleichbleibende Qualität – ein wichtiger Faktor, wenn mehrere Betonmischer parallel im Einsatz sind und jeder Ansatz stimmen muss. Genau das macht »Uzin SC 968« vielseitig einsetzbar: Der Schnellzementestrich zeigt seinen Mehrwert dort, wo Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Präzision gefragt sind.
Das Ergebnis: Pünktlich fertig
Ende November war die komplette Fläche fertiggestellt. Der Estrich lag, die Belegreife war nach 72 Stunden erreicht, Parkett und Fliesen konnten zügig folgen. Dass am Ende alles aufging, lag an der Erfahrung von Peer Krüger und seinem Team, der engen fachlichen Begleitung durch Uzin und der Entscheidung für das passende Produkt. Der Schnellzementestrich »Uzin SC 968« hat sich auf einer der ungewöhnlichsten Baustellen Hamburgs bewährt – 85 m über der Reeperbahn.