Otto Knecht GmbH Das Beste aus zwei Welten – die Beton-Hybrid-Decke

Holz-Beton-Verbund-decken zählen aufgrund ihrer technischen und ökologischen Vorteile zu den wichtigsten Hybridkonstruktionen im modernen Wohn- und Objektbau. Knecht überträgt das Prinzip erstmals auf den Fertigbau und bietet Bauherren damit eine zukunftsorientierte Lösung für nachhaltiges Bauen. Mit dieser Neuentwicklung will das Unternehmen aus Metzingen die Tür zum ressourcenschonenden Bauen weit aufstoßen.

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Otto Knecht

Decken in Gebäuden müssen unterschiedlichste Lasten aufnehmen und sind dabei sowohl Druck- als auch Zugkräften ausgesetzt. Beton eignet sich aufgrund seiner hohen Festigkeit hervorragend zur Aufnahme von Druckbeanspruchungen. Zugkräfte dagegen werden überwiegend vom Bewehrungsstahl aufgenommen. Bei der neuen Beton-Hybrid-Decke von Knecht kommt diese Aufgabe dem Werkstoff Holz zu. Dadurch lässt sich der Materialeinsatz bei der Bewehrung deutlich reduzieren.
Holz besitzt eine hohe Zugfestigkeit und ergänzt damit ideal die Druckfestigkeit des Betons. Genau darin liegt die Stärke von Hybridkonstruktionen: Unterschiedliche Werkstoffe werden so kombiniert, dass jeder seine spezifischen Eigenschaften optimal einbringen kann. Das spart Material, schont natürliche Ressourcen und trägt zu einer nachhaltigen Bauweise bei. 

Projektbezogen geplant und passgenau vorproduziert

Knecht ist bekannt als Spezialist für Betonfertigteile wie Deckenelemente, Wände, Treppen, Balkontassen, Stützen und konstruktive Teile. Diese werden passgenau im Werk vorgefertigt und auf die Baustelle geliefert. Der hohe Vorfertigungsgrad gewährleistet eine präzise Ausführung sowie Termin- und Kostensicherheit. Mit der Beton-Hybrid-Decke hat Knecht sein System um eine ressourcenschonende Alternative zur bisherigen Fertigteildecke erweitert. Die Deckenelemente bestehen aus einer Holzbalkenkonstruktion mit aufliegender Betonplatte. Das regionale Partnerunternehmen Abbundzentrum St. Johann schneidet das Holz millimetergenau zu und bereitet es für die Weiterverarbeitung vor. Im Knecht Betonwerk werden Holz und Beton kraftschlüssig miteinander verbunden, sodass beide Werkstoffe statisch als ein gemeinsames Bauteil wirken und sämtliche Lasten sicher aufnehmen.

Alle Elemente werden projektbezogen geplant und passgenau vorproduziert und von Knecht direkt auf die Baustelle geliefert. Auf der Baustelle angekommen, positioniert das verantwortliche Bauunternehmen die Decke mittels Kran exakt an der vorgesehenen Stelle. Soll die Decke gedämmt werden, lassen sich die Zwischenräume der Holzbalken mit einem Dämmstoff nach Wahl ausfüllen, beispielsweise mit naturbasierten Materialien wie Hanf oder Jute. Ebenso lassen sich die Zwischenräume als Installationsebene für die Haustechnik nutzen.

Zukunftsfähig bauen mit geringerem CO2-Fußabdruck

Gegenüber einer herkömmlichen, 20 cm starken Stahlbetondecke mit vergleichbarer Spannweite benötigt die Beton-Hybrid-Decke bis zu 60 Prozent weniger Beton und bis zu 70 Prozent weniger Stahl. Stattdessen kommt der nachwachsende Rohstoff Holz zum Einsatz: Das reduziert den Ressourcenverbrauch und verbessert die CO2-Bilanz des Gebäudes. Ob im Ein- und Mehrfamilienhausbau, in Schulen, Kindergärten oder in Büro- und Industriegebäuden: Die Beton-Hybrid-Decke bietet laut Knecht im Fertigbau zahlreiche Vorzüge. Zu den Vorteilen zählen ein reduzierter Materialeinsatz, die Substitution von Beton und Stahl durch den nachwachsenden Rohstoff Holz, ein hoher Vorfertigungsgrad mit kurzer Montagezeit auf der Baustelle, die sofortige Begehbarkeit der Decke nach der Montage,  die freie Wahl des Dämmstoffes, die Nutzung der Balkenzwischenräume als Installationsebene sowie die individuelle Gestaltung der Deckenunterseite, beispielsweise mit sichtbaren Holzelementen.


Mit der Beton-Hybrid-Decke erweitert Knecht sein Angebot um eine Konstruktion, die die Vorteile der Vorfertigung mit einem reduzierten Materialeinsatz verbindet. Diese Entwicklung zeigt, wie sich Nachhaltigkeit und hochwertiges Bauen intelligent bis ins Untergeschoss miteinander verbinden lassen. Der Beton-Spezialist gibt damit die direkte Antwort auf die branchenweit steigende Nachfrage nach ressourcenschonenden Bauweisen.

Musterrechnung

Ressourcenschonung und effizienter Materialeinsatz spielen im modernen Baugewerbe eine zentrale Rolle. Um die ökologischen und statischen Vorteile dieser Bauweise transparent darzustellen, hat Knecht eine konkrete Vergleichsrechnung durchgeführt. Grundlage bildet ein realisiertes Referenzprojekt: die Kellerdecke eines Wohnhauses mit einer Fläche von 76,26 m². Die nachfolgende Aufstellung veranschaulicht das Materialeinsparpotenzial der Knecht Beton-Hybrid-Decke im direkten Vergleich zu einer konventionellen Deckenlösung.

  Standard Betondecke Beton-Hybrid-Decke Ersparnis Ersparnis in Prozent
Stärke Betondecke 18,0 cm 7,0 cm 11 cm 61,1 %
Bewehrungsstahl 14,0 kg/m2 5,99 kg/m2 8,01 kg/m2 57,2 %

Wichtiger Hinweis zur Planung

Die in dieser Musterrechnung dargestellten Zahlen sind lediglich Richtwerte und können abweichen. Jedes Projekt wird von Knecht individuell geplant und berechnet. Die tatsächliche Materialeinsparung hängt stets von den spezifischen Rahmenbedingungen des jeweiligen Bauvorhabens ab – wie beispielsweise den Anforderungen an die Statik, der geplanten Nutzung sowie der Gebäudegeometrie.

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