Aktuelles Fassade

Sichere Fassadenbefestigung mit Hinterschnittanker

Am westlichen Rand der Münchener Innenstadt befindet sich das neue Quartier »Am Hirschgarten« im Bau. Markant ist hier das Bürogebäude »Kap West«, entworfen vom niederländischen Architekturbüro Weil Arets Architects, mit über 60 m Höhe. Um die architektonisch anspruchsvolle Gebäudehülle modern, langlebig und passend zum urbanen Charakter zu gestalten, fiel die Wahl auf eine vorgehängte hinterlüftete Fassade mit einer keramischen Platte als witterungs- und alterungsbeständiges Bekleidungsmaterial. Für die Befestigung kamen Hinterschnittanker von Keil zum Einsatz.

Beim Bekleidungsmaterial setzte sich »Dekton« des spanischen Herstellers Cosentino durch. Um die »ultraharten« Fassadentafeln an der dahinterliegenden Aluminium-Konstruktion dauerhaft sicher zu befestigen, entschieden sich die Verantwortlichen für die Hinterschnittanker von Keil Befestigungstechnik. Diesem Befestigungsmittel trauten Bauherr und Architekten zu, die nur 12 mm dünnen und zudem großformatigen »Dekton«-Tafeln dauerhaft und sicher zu befestigen. Und das auch noch »unsichtbar«, denn die hinterschnittene Bohrung für den Hinterschnittanker durchstößt die Fassadenplatten nicht, sondern bleibt als rückseitige Befestigung im Hintergrund.

Basis für die Erfüllung der dazu im Baurecht geforderten Nachweise ist die ETA 14/0413 von Cosentino für die Befestigung von »Dekton« mit dem Keil Hinterschnittanker. Eine aufwendige Zustimmung im Einzelfall war für die Platten-Befestigung mit dem Hinterschnittanker nicht erforderlich. Hilfreich bei diesem Prozess ist die Vielzahl der Zulassungen und Bewertungen dieser mechanischen Befestigung, die vom DIBt bereits seit langem erteilt werden.

Die Frage um die Nicht-Brennbarkeit von Materialien an Hochhausfassaden stellt sich bei diesem Hinterschnittanker nicht. Er wird sortenrein aus Edelstahl produziert. So waren alle Voraussetzungen erfüllt, die nicht brennbare Fassadenplatte sicher zu befestigen – mit einem spreizdruckfreien, formschlüssigen Hinterschnittanker, dessen europäisch technische Bewertungen auf Basis einer Lebensdauer von mehr als 50 Jahren erteilt werden.

Verlässliche und bewährte Befestigung

Wie Keil mitteilt, erfülle der Hinterschnittanker seit mehr als 28 Jahren seine Aufgabe unsichtbar im Hintergrund, als verlässliche Befestigung bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden auf der Plattenrückseite. Die Hinterschnitt-Bohrung werde dabei selbst in härtesten Plattenmaterialien sicher hergestellt. Im Falle der »Dekton«-Fassade wurden alle hinterschnittenen Bohrungen bei Cosentino im Werk in Spanien ausgeführt. Die besondere Vereinbarung mit dem Kunden, der die gebohrten und mit Hinterschnittankern in vorgefertigte Fassadenelemente montierte, machte es erforderlich, die rein mechanische und formschlüssigen Hinterschnittanker schon im Werk zu montieren. Dort erfolgte auch die Montage der mehr als 110 000 Hinterschnittanker, bei der in einem einzigen Arbeitsgang dieser Anker spreizdruckfrei gesetzt und die Agraffe montiert wird.

Auf der Baustelle wurden dann diese vorgefertigten Fassadenelemente als geschosshohe Einheit, inklusive der Fenster, Isolierung und Lüftungselemente sicher am Baukörper verankert – auch wegen der hohen Tragkraft der Hinterschnittanker in den hochkompakten Platten. Bei einer lediglich 12 mm dicken Fassadentafel erzielt der nur 7 mm kurze Hinterschnittanker eine Tragkraft von 3,7 kN.    J

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