Saint-Gobain Isover G+H AG Moderne Ausbaukunst in historischer Rhein-Villa

Seit mehr als einem Jahrhundert bereichert die imposante Villa Michels das historische Stadtbild von Andernach. Die neobarocke Villa wurde zwischen 1893 und 1897 in herausragender Lage unmittelbar am Rhein erbaut. Das außergewöhnliche Bauwerk beeindruckt mit seiner hellen Tuffsteinfassade und einem konkaven Mansarddach. 2021 begann die rund zweijährige Sanierung des historischen Gebäudes, die mit dem Ausbau des Dachgeschosses einschließlich runder Mansarde ihren Abschluss fand.

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Saint-Gobain Isover

Die Verantwortung für die anspruchsvolle Sanierungsmaßnahme übernahm die Firma G+K Ausbau u. Sanierung aus Neuwied. Zu den Herausforderungen der Ausbau-Profis zählten die Auskleidung der Gauben einschließlich Anpassung an die Rundungen der Mansardflächen, der Bau der zum Treppenhaus ausgerichteten Brandwand und der Ständerwände sowie die Bekleidung der Mansard- und Dachflächen.

Seit Abschluss der umfangreichen Sanierung wird das von einem großzügigen Parkgelände umgebene und direkt am Rhein gelegene Gebäude als Eventlocation etwa für Tagungen, Hochzeiten, Seminare oder Firmenveranstaltungen genutzt. Das hochwertig ausgebaute, fast 400 m² große Dachgeschoss mit runder Mansarde bietet zudem unterschiedlich große Büroflächen in einzigartigem Ambiente.

Rund acht Monate dauerten die Ausbauarbeiten, in deren Rahmen auch die starken Setzungserscheinungen des Gebäudes zu berücksichtigen waren. »Aufgrund ihres hohen Alters und ihrer Lage direkt am Rhein hatte sich die Villa erheblich und außerdem sehr ungleichmäßig gesetzt. Das bereits konstruktionsbedingt geneigte Dachgeschoss geriet damit zusätzlich in Schieflage«, erklärt Maximilian Friedrich, neben Michael Koch Geschäftsführer von G+K Ausbau u. Sanierung. »Unsere Aufgabe war es deshalb, auch dafür zu sorgen, dass die Unterkanten der Mansarde bis zum Fußboden auf einer Linie laufen. Beim Einmessen waren die Ansichtskanten aufgrund der unterschiedlichen Setzung des Gebäudes die größte Herausforderung.«

Das herausragende Merkmal des Dachgeschosses sind seine konkaven Mansardflächen, welche die um den Kern aus Flur, Kaffeeküche und WC angeordneten Räume dominieren. »Für diese Flächen haben wir als Dampfbremse die variable Klimamembran ›Vario KM Duplex UV‹ von Isover eingesetzt. Durch Schalung, Nagelbahn und Schiefereindeckung ist der Aufbau der Mansardflächen nach außen nicht diffusionsoffen. Die ›Vario KM Duplex UV‹ bietet einen hohen Feuchteschutz, sie ist UV-beständig, besonders robust und reißfest – als Dampfbremse für die konkaven Mansardflächen der Villa perfekt geeignet.« Die variable Klimamembran ist mit einem sd-Wert von 0,3 - 5 m ideal für die Sanierung von Dächern. Sie ist mit einem speziellen Vlies verstärkt, was den Einbau wesentlich erleichtert. 

Gelungene Anarbeitung an Dach- und Mansardflächen

Eine der sich anschließenden zentralen Aufgaben bestand in der Anarbeitung der erforderlichen Trennwände an die gebogenen Mansardflächen. »Diese Anarbeitung erforderte eine Menge an handwerklichem Können und viel Präzision. Begonnen haben wir mit der Ausbildung des gleitenden Anschlusses der oberen Dachflächen. Der Abschluss der Wände wurde also nicht starr angeschlossen, sondern frei beweglich, damit zum Beispiel Wind- und Schneelasten aufgenommen werden können und Rissbildung vermieden wird.« Darüber hinaus musste der Anschluss an die Rundungen der Mansardflächen angepasst werden. Dazu wurden die Wände als doppelt beplankte Metall-Einfachständerwände aus Rigips-Bauplatten »RB 12« und Rigips-Feuerschutzplatten »RF 20« (System »MW12RB/RF«) ausgeführt. Die Rigips-Feuerschutzplatte »RF 20« ist eine kartonummantelte Gipsplatte mit einem faserarmierten Gipskern und einer geschlossenen Oberfläche. Die Platte eignet sich ideal für Wand- und Deckensysteme mit Brandschutzanforderungen und verfügt darüber hinaus über hervorragende Schallschutzeigenschaften.

Zur Abgrenzung des Fluchttreppenhauses realisierte das Team um Maximilian Friedrich eine hochfeuerhemmende Wand (»EI60-M«) in Bauart einer Brandwand. »Dabei liegt die Stütze nicht wie ursprünglich geplant in der Wand, sondern im benachbarten Raum. Ausgeführt haben wir die spezielle Wand als Doppelständerwand, dreifach beplankt mit Rigips ›Die Dicke‹ und Rigips-Feuerschutzplatte ›RF‹«, so Maximilian Friedrich. Um einen gleichwertigen Anschluss zu erhalten, haben die Ausbauprofis die Dachflächen bereits vor dem Bau der Brandwand in »F 60« bekleidet.

Im Treppenhaus steht die hochfeuerhemmende Wand auf einer Massivwand und im Bereich des Dachgeschosses – zum zuverlässigen Schutz des Holzbodens – auf Streifen aus »Rigips Glasroc F« (»Ridurit«). Diese besonders leistungsfähige und vliesarmierte Brandschutzplatte nach DIN EN 15283-1, Typ »GM-FH2«, zeichnet sich durch eine verringerte Wasseraufnahmefähigkeit und einen verbesserten Gefügezusammenhalt bei hohen Temperaturen aus.  


Viel Licht und hohe Anforderungen an die Oberflächengüte

Angesichts von vier großen und acht kleineren Dachgauben und Dachflächenfenstern sind die Räume im Dachgeschoss der Villa hell und lichtdurchflutet. Für die Ausbauspezialisten ergaben sich daraus hohe Anforderungen an die Oberflächengüte, die scharfkantige Ausbildung aller Versprünge, die Gaubenbekleidungen sowie die Einbindung der die Mansardflächen schleifend schneidenden Stützbalken mit Kopfbändern.

Um Streiflicht und sichtbare Unebenheiten zu vermeiden, setzte das Team den gebrauchsfertigen Feinspachtel »Rigips ProMix Finish« ein. Erzielt wurden damit Oberflächen in erstklassiger Q -4-Qualität. »Um diese geforderte hohe Qualitätsstufe zu erreichen, war für uns der ›ProMix Finish‹ die erste Wahl. Er ist sehr geschmeidig und lässt sich leicht verarbeiten, er hat sehr gute Glätt- und Hafteigenschaften und ermöglicht darüber hinaus einen sauberen und absolut perfekten Übergang ›auf Null‹. Auch ein Aufrollen oder Aufbrennen im Randbereich ist nicht zu befürchten. Außerdem ist der Spachtel lösungsmittelfrei, schnell lufttrocknend und besonders leicht zu schleifen.«

Die Auskleidung der großen geschwungenen Dachgauben sei handwerklich besonders knifflig und zeitaufwendig gewesen. »Die Gauben sind in sich geschwungen und gehen über in die ebenfalls geschwungenen Mansardflächen. Damit hatten wir es also mit Wölbungen sowohl in X- als auch in Y-Richtung zu tun.«  Zur Auskleidung der Gauben setzte das Ausbauteam die kartonummantelte Rigips-Bauplatte »RB« mit 9,5 mm ein. »Der große Vorteil für uns war, dass diese Platte besonders flexibel ist. Sie hat sich den geschwungenen Formen von Gaube und Mansarde perfekt angepasst – genau wie der flexible Kantenschutz ›Rigips Levelline‹, den wir im Übergang von Gaube zur Dachfläche eingesetzt haben.« Der Ausbau sei »von großer Liebe zum Detail geprägt«, erkannte die Jury der 14. Rigips Trophy, die mit ihrem klaren Votum die Firma G+K Ausbau u. Sanierung mit dem Sonderpreis »Trockenbau« auszeichnete. Die Jury würdigte unter anderem die herausragende Oberflächengüte der Decken und Wände in den angesichts von Dachgauben und Dachflächenfenstern lichtdurchfluteten Räumen des Dachgeschosses.

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