Der Bolongaro-Palast gilt als einer der bedeutendsten barocken Profanbauten der Region. Errichtet in den Jahren 1772 bis 1780 von den Tabakfabrikanten Josef Maria Markus und Jakob Philipp Bolongaro, thront der weitläufige Palast mit seinem Garten prominent auf einer Anhöhe im Frankfurter Stadtteil Höchst. Nachdem das Gebäude im 19. Jahrhundert zeitweise industriell genutzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden war, erwarb die damalige Stadt Höchst den Palast zu Beginn des 20. Jahrhunderts, sanierte ihn aufwendig und führte ihn wieder einer repräsentativen Nutzung zu. Heute beherbergt der Bolongaro-Palast Teile der Stadtbezirksverwaltung sowie einen Trausaal und wird für besondere Veranstaltungen genutzt.
Neuer Eichen-Parkettboden für hohe Ansprüche
Der vorhandene alte Dielenboden entsprach in mehrfacher Hinsicht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Die Nutzung des Bolongaro-Palasts als Verwaltungsstandort mit Publikumsverkehr verlangt nach einer Oberfläche, die optisch dem historischen Ambiente gerecht wird, gleichzeitig aber hohe Belastungen und häufige Nutzung sicher abdeckt. Eine besondere Herausforderung für die Firma Hubert Neles, die für die Neuverlegung und Oberflächenbehandlung der insgesamt 1 200 m2 Parkettfläche verantwortlich war, stellte zudem der vorhandene Untergrund dar. Die Böden wiesen extreme Niveauunterschiede von bis zu 28 cm auf. Um einen dauerhaft stabilen und ebenen Aufbau zu gewährleisten, war ein sorgfältig geplanter und präzise ausgeführter Schichtaufbau notwendig. Hinzu kamen anspruchsvolle brandschutztechnische Vorgaben, insbesondere durch die Integration von Bodentanks, die sicher, flächenbündig und optisch unauffällig in den neuen Bodenaufbau zu integrieren waren. Gleichzeitig sollten verschiedene Maßnahmen zur barrierefreien Erschließung des Hauses – von Aufzügen bis zu schwellenarmen Übergängen – unterstützt werden.
Nach dem Rückbau des alten Dielenbodens und dem Ausgleich der unebenen Untergründe erfolgte die fachgerechte Neuverlegung von 1 200 m2 Eichenparkett. Dieses wurde hauptsächlich im klassischen Fischgrätmuster verlegt. Bei einem Raum entschied man sich für ein besonderes Flechtmuster aus Eiche und Kanadischem Ahorn. Besondere Sorgfalt galt der exakten Einbindung der Bodentanks, die in das Verlegemuster integriert wurden, ohne die Optik des Bodens zu stören. Gleichzeitig wurden die Verlegerichtung und die Geometrie so gewählt, dass sie die Raumproportionen und die historisch geprägte Linienführung der Innenarchitektur der verschiedenen Räume unterstreichen. Die Übergänge und Raumanschlüsse wurden so ausgebildet, dass barrierefreie Bewegungsflächen und ein ruhiges Gesamtbild entstanden sind.
Perfekte Basis – Fugenschluss mit Pall-X Filler
Nach dem Schleifen des frisch verlegten Parketts wurde die Oberfläche mit »Pall-X Filler« vorbereitet. Der wasserbasierende, faserarmierte Fugenkitt zeichnet sich laut Hersteller durch ein sehr gutes Füllvermögen und eine hohe Standfestigkeit in der Fuge aus. Aufgrund der schnellen Trocknung ließ sich der Arbeitsprozess zügig fortsetzen, was gerade bei großen Objektflächen ein wichtiger Faktor ist. »Pall-X Filler« verspricht eine sehr gute Haftung auch bei Fugen bis ca. 3 mm und überzeugt durch eine hohe Farbechtheit, sodass die homogene Anmutung des Eichen-Fischgrätbodens unterstützt wird. Durch das vollflächige Kittverfahren entstand eine geschlossene Oberfläche als geeignete Grundlage für die nachfolgende Ölbehandlung.
Hochwertige Oberflächenveredelung mit »Magic Oil 2K Original«
Für die Endbehandlung der Eichenoberfläche entschieden sich die Verantwortlichen für »Magic Oil 2K Original«, ein lösemittelfreies 2K-Parkettöl auf Basis natürlicher Öle und Wachse. Diese Kombination soll die natürliche Farbe und Struktur der Eiche besonders gut zur Geltung bringen und dem Parkettboden eine warme Ausstrahlung verleihen. Gleichzeitig bietet das zweikomponentige Parkettöl laut Pallmann eine sehr gute Beständigkeit gegenüber mechanischer und chemischer Beanspruchung und ist damit ideal für die stark frequentierten Flächen des Bürger- und Kulturhauses geeignet. Die schnelle Trocknung begünstigt zudem einen effizienten Baufortschritt, was insbesondere bei großen Flächen und engen Zeitfenstern, wie es im Bolongaro-Palast mit weiteren parallel laufenden Restaurierungsarbeiten der Fall ist, von Vorteil ist.
Langfristiger Werterhalt mit »Magic Oil Care«
Um den neu veredelten Parkettboden langfristig in seinem optischen und funktionalen Niveau zu erhalten, brachte die Firma Hubert Neles »Magic Oil Care« als abschließenden Oberflächenschutz auf. Die wasserbasierende Pflegeemulsion dient der Auffrischung geölter Parkettflächen, die mit »Magic Oil« behandelt wurden. Sie verspricht einen deutlich sichtbaren Refresher-Effekt, revitalisiert optisch geölte Flächen und unterstützt nachhaltig den Pflegeschutz durch eine rückfettende Wirkung.
Historischer Charme und moderner Nutzungskomfort
Mit der Neuverlegung des Eichen-Parkettbodens und der abgestimmten Oberflächenbehandlung ist im Bolongaro-Palast eine Bodenlösung entstanden, die den historischen Charme des barocken Bauwerks mit den Anforderungen eines modernen Bürger- und Kulturhauses verbindet. Insgesamt 1 200 m2 neu verlegter Boden, veredelt mit »Pall-X Filler«, »Magic Oil Original« und »Magic Oil Care«, bilden eine robuste, pflegeleichte und optisch hochwertige Grundlage für Museumstrakt, Veranstaltungsbereiche und Bildungsangebote. Damit leistet der neue Parkettboden einen wesentlichen Beitrag dazu, den Bolongaro-Palast als lebendigen Ort für Bürger, Kultur und Geschichte in die Zukunft zu führen.