Lohmann GmbH & Co. KG »SDG«-Verfahren zum Gesamtsystem weiterentwickelt

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Lohmann

Der Klebebandhersteller Lohmann ist seit über zwei Jahrzehnten führend bei der Entwicklung zuverlässiger Lösungen für die Fensterverklebung. Sein »Static Direct Glazing« (SDG) Verfahren hat die Art und Weise, wie Fenster im Baugewerbe verklebt werden, nach Unternehmensangaben neu definiert.

Die Verklebungstechnik im »SDG«-Verfahren ermöglicht die direkte Fixierung der Isolierglaseinheit im Fensterflügel, was zu mehr Gestaltungsfreiheit führt und die Möglichkeit bietet, schmalere Profilgeometrien zu realisieren sowie neue Materialkombinationen einzusetzen. Auch größere Glasdimensionen, Dreifach- und Funktionsgläser, die vermehrt zum Einsatz kommen, können so problemlos verarbeitet werden. Darüber hinaus sorgen die »SDG«-Tapes für eine gleichmäßige Lastverteilung innerhalb der Fensterrahmenkonstruktion und damit für eine höhere Langzeitstabilität ohne Profilverformungen – eine Abschreckung für potenzielle Einbrecher.

Lohmanns Klebebänder, die speziell für die statische Trockenverglasung entwickelt wurden, sind eine entscheidende Neuerung für Aluminium-Holz-Fenster. Sie ermöglichen u. a. die Verklebung und Abdichtung mit nur einem Band, die Lastabtragung in die Rahmenkonstruktion, die Entlastung der Rahmenecken, der Fensterbeschläge und der Verglasung sowie die Kompatibilität mit Standard-Lacksystemen. Damit ermöglichen sie auch das Kleben auf der lackierten Oberfläche ohne Anschleifen. Mit hoher Anfangshaftung und Beständigkeit gegen Temperatur, UV-Strahlung und Witterung sichern diese Klebebänder eine dauerhafte Performance.


Die neueste Generation der »SDG«-Klebebänder optimiert Verglasungsprozesse. Die Produktvarianten »DuploColl 56056.1« und »56057.1« zeichnen sich durch einen extrem stabilen Folienliner aus, der nicht überdehnt werden kann und somit eine zuverlässige Leistung während der Anwendung ermöglicht. Der Verglasungsprozess wird deutlich vereinfacht, da die Scheibe bis zur endgültigen Positionierung und Verklotzung nachjustiert werden kann. Diese Handhabung führt zu einem präzisen Ergebnis und spart Zeit und Mühe beim Fenstereinbau.

Gemeinsam mit Entwicklungspartnern aus der Industrie hat Lohmann das »SDG«-Verfahren zu einem abgestimmten Gesamtsystem für Holz/Alu-Fenster weiterentwickelt. Kooperationspartner sind Otto, Sika, Remmers, Teknos, Adler, Leitz, GU, Siegenia und Roto. Alle Kombinationen dieser Partner mit dem »SDG«-Klebeband sind vorab nach der ift-Norm VE 08/4 geprüft. Neben gängigen Kunststoffvarianten können auch anspruchsvolle umlaufend beschichtete Holzfensterprofile verklebt und zertifiziert werden. Das Klebeverfahren erfüllt standardmäßig die Widerstandsklasse RC 2 und kann durch eine Falzgrundverklebung auf die gehobene Stufe RC 3 aufgerüstet werden. Die Zertifizierung umfasst den Schutz gegen Werkzeuge wie Schraubendreher, Hämmer, Keile, Brechstangen und körperliche Gewalt über eine bestimmte Dauer. Grundlage für die Bewertung der Widerstandsfähigkeit gegen statische und dynamische Belastungen sowie gegen manuelle Einbruchversuche sind umfangreiche Prüfverfahren, wie sie in der DIN EN 1628 und der Norm VE 08/4 beschrieben sind. Die VE 08/4 ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem ift Rosenheim, der Holzforschung Austria und der Fachhochschule Biel. Es ist die Grundlage der Fensterbaubeurteilung in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die Basis der RAL GZ 716.

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