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25 Jahre Oknoplast: Mit Investitionen und Innovationen weiter neue Wege gehen

Ein polnisches Sprichwort lautet »Gdzie serce tam i szczescie«, was übersetzt so viel heißt wie »Wo Herz ist, da ist auch Glück« – und genau das spiegelt den Werdegang von Oknoplast wider. Seit mittlerweile 25 Jahren ist das Unternehmen in der Fenster- und Türbaubranche tätig und hat dabei gerade auf dem deutschen Markt viel Herzblut, aber auch Durchhaltevermögen bewiesen. Neben den politischen Veränderungen in Europa gab es hier und da auch Vorurteile gegenüber polnischen Produkten, denen Oknoplast mit Besonnenheit, aber eben auch mit Entschlossenheit entgegengetreten ist. Anlässlich des Jubiläums hat der baustoffPARTNER das Unternehmen am Stammsitz in Krakau besucht, um sich über die familiär geprägte Firmengeschichte sowie die neuesten Investitionsmaßnahmen zu informieren.

Von Dan Windhorst

Durchdacht modernisieren und mutig neue Wege gehen – das ist es, was bei Oknoplast zur Unternehmensphilosophie herangereift ist. Herangereift deshalb, weil der polnische Fensterhersteller auch mal klein angefangen hat: Im Jahr 1994 stand Gründer Adam Placek vor dem Problem, dass die polnische Fensterbaubranche kaum Qualitätsstandards kannte und auch die politische wie gesellschaftliche Neufindung Europas zum Umdenken zwang.

Im Laufe der Jahre konnte sich Oknoplast auf dem heimischen Markt behaupten, baute gleichzeitig aber auch seinen Exportbereich aus. Wichtigstes Ziel war es, die großen Fenster- und Türenmärkte Europas zu erobern und deshalb auch in Deutschland zu wachsen. Aber genau da stand der Hersteller vor einem zähen Problem – den Vorurteilen der Baubranche.

Vorurteile mit offenem Visier bekämpfen

Das deutsche Handwerk gilt als konservativ und traditionsbewusst und setzt vorwiegend auf »Altbewährtes«, was es polnischen Herstellern schwer machte, hierzulande Fuß zu fassen. Um das Vertrauen der Branche in Deutschland nach und nach zu gewinnen, etablierte Oknoplast 2004 die Marke »Konzept-Fenster«. Ab 2013/2014 hatte das Unternehmen laut Jens Eberhard, Marktdirektor der Oknoplast Deutschland GmbH, bereits viele der vorherrschenden Vorurteile abbauen können und Handwerker, Planer und Architekten durch die hohen Qualitätsstandards überzeugt.

Wichtigster Gradmesser zu dieser Zeit war laut Eberhard das direkte Feedback der Anwender: »In Deutschland hat uns die direkte Weiterempfehlung geholfen: Immer dann, wenn der Verarbeiter zufrieden mit den Produkten ist, gibt er das auch an die Kollegen, den Handel oder die Kunden weiter. So haben wir uns nach und nach einen guten Ruf erworben.« Interessant sei in diesem Zusammenhang, dass sich die grundsätzliche Wahrnehmung der polnischen Produktion verändert habe: »In anderen Ländern spricht man immer seltener von einem polnischen, sondern vielmehr vom europäischen Markt«, so Eberhard.

Innovativ auf die Bedürfnisse reagieren

Eine weitere Besonderheit war, dass Oknoplast immer wieder durch neue Ideen aufgefallen ist. Seit seiner Gründung hat der Fensterspezialist über 50 innovative Lösungen und Neuerungen eingeführt und so zur Weiterentwicklung des Marktes beigetragen. »Diese Lösungen und eine hohe Produktqualität haben bewirkt, dass unsere Marke viele europäische Märkte erobert hat«, so Mikołaj Placek, der als Sohn des Gründers im Jahr 2008 die Geschäftsführung des Unternehmens übernommen hat. Tatsache ist, dass Oknoplast sich nach nunmehr 25 Jahren etabliert hat und heute bei einem Exportanteil von mehr als 75 Prozent liegt. Ein aktuelles Beispiel für die Innovationskraft des Unternehmens ist »Smart Window«, eine intelligente Fensterlösung, die aufgrund eines Touch-Panels und der speziellen Smart-Screen-Technologie als Darstellungsfläche für Videos und Bilder dient und zum Surfen im Netz genutzt werden kann.


Kluge Investition in die Zukunft

Neue Technologien oder ein guter Ruf reichen allein nicht aus, um in der hart umkämpften Baubranche langfristig bestehen zu können.  Aus Sicht von Jens Eberhard muss man in erster Linie »durch Weiterentwicklungen zukunftsfähig bleiben«. Aktuell investiert die Oknoplast-Gruppe in den 53 000 m² großen Fertigungsstandort in Krakau. Dieser soll bis 2024 um rund 16 000 m² Fläche erweitert werden. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf eine breit gefächerte Modernisierung der Fertigungshallen. So sollen zahlreiche Produktionslinien für Kunststoff-Produkte sowie die Aluminium-Lösungen für die Marke Aluhaus weitestgehend automatisiert werden. »Wir reagieren damit einerseits auf die gestiegenen Anforderungen, andererseits aber auch auf den hohen Bedarf des Marktes«, ergänzt Jens Eberhard. Als weiteren wichtigen Meilenstein nennt er außerdem ein geplantes neues Logistikzentrum.

Umsatzzahlen unterstreichen die Zielsetzung

Aber derartige Modernisierungsmaßnahmen kommen nicht von ungefähr: Oknoplast verzeichnet in den vergangenen Jahren starke Umsatzsteigerungen und konnte auch 2018 an dieses Wachstum anknüpfen. So stieg der Umsatz der Oknoplast-Gruppe zuletzt um rund 12,5 Prozent auf 171 Millionen Euro.

Ein ähnlich gutes Bild zeichnet sich bei der deutschen Niederlassung ab, die 2018 bei einem Umsatz von rund 27,6 Millionen Euro lag und damit ein Wachstum von etwa 3,6 Prozent verzeichnen konnte. »Diese Zahlen machen uns im Jubiläumsjahr natürlich besonders stolz. Wir konnten unsere Umsätze gegenüber 2017 noch einmal weiter verbessern«, so Eberhard. »Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.«    D

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