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Caparol: Wenn moderne Technik alte Räume schöner macht

Sie wirken wie ganz normale Bilddrucke, die übermannshohen Porträts dreier ­historischer Baumeister im großen Aufenthalts- und Besprechungsraum des Landesbetriebs ­Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) Rheinland-Pfalz, Niederlassung Koblenz. Doch die ­Bildnisse können mehr als Räume schmücken und Blicke auf sich ziehen – sie verbessern gleichzeitig die Akustik in dem Barockbau mit seinen überwiegend schallharten Oberflächen. Und zwar nachhaltig, denn die Akustikbilder »CapaCoustic Picture« von Caparol sind nicht nur akustisch hoch wirksam, ihr Absorberkern besteht aus nachwachsenden Hanffasern. Die Gewebebespannung wird mit dem Wunschfoto bedruckt geliefert.

Drei Herren mit gepuderten Lockenköpfen blicken milde von der Wand. Die Bildnisse von Johann Philipp von Walderdorff, Franz Georg von Schönborn und Balthasar Neumann im Format 1 200 x 2 400 mm hängen im ehemaligen Dikasterialgebäude in Koblenz-Ehrenbreitenstein, dem Sitz des LBB Koblenz. »Dikasterium« ist das griechische Wort, das für das altgriechische Volksgericht in Athen stand. Das Dikasterialgebäude stand ursprünglich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss Philippsburg, einem der bedeutendsten und größten Barockbauten am Rhein, das 1801 von den Franzosen zerstört wurde.

Die drei Herren mit den gepuderten Lockenköpfen sind als berühmte Baumeister und Landesfürsten eng mit dem barocken Verwaltungsgebäude verbunden_ Kurfürst Franz Georg Schönborn ließ das schlossartige Bauwerk Mitte des 18. Jahrhunderts am Fuße des Ehrenbreitsteins errichten; die Pläne dafür stammten von dem berühmten Baumeister Balthasar Neumann, Erbauer der Würzburger Residenz. Und Johann Philipp von Walderdorff war der Nachfolger im Amt des Trierer Kurfürsten. Er ließ den Marstall errichten und ist verantwortlich für den Bau weiterer berühmter Gebäude.

Akustikbilder: Schön und wirksam zugleich
Wie in den meisten historischen Gebäuden ist auch im ehemaligen Dikasterialgebäude die Akustik schlecht. Der Barockbau, der 1936 zu Bürozwecken umgebaut worden war, wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört und 1947 wieder aufgebaut. Die Räume sind hoch, mit offenen Kreuzgewölbe­decken, großen Fenstern und Marmorböden. Diese glatten harten Oberflächen können den Schall nicht aufnehmen_ Er prallt ab, und es entsteht ein Nachhall, der die Kommunikation beeinträchtigt. Dies war der Fall im großen Veranstaltungsraum, der auch Koblenzern zur Verfügung steht.

Zu den Aufgaben des LBB gehören die Betreuung und Optimierung des eigenen Immobilienbestands nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten für das Land Rheinland-Pfalz sowie die Umsetzung von Bauvorhaben des Bundes. Nun wünschte sich der Landesbetrieb eine Verbesserung der Akustik in seinen Niederlassungsräumen – da aber an der historischen Decke Schallschutzmaßnahmen schlecht möglich waren, kamen nur Absorber an den Wänden in Frage. Dabei sollte ansprechende ortsbezogene Gestaltung mit Funktion zur Akustikverbesserung verbunden werden.

Bilder auf Hanfabsorbern
»CapaCoustic Picture« besteht aus einer schallabsorbierenden Hanffaserplatte, die mit einem Aluminiumrahmen eingefasst und mit einem akustisch transparenten Gewebe bespannt wird. Der Hersteller der ökologischen Schallabsorber, Caparol, sorgt auch für das Bedrucken der Bespannung. Dafür kann jedes beliebige Foto gewählt werden. Das Motiv wird direkt nach dem Upload vom Portal geprüft und direkt für den Druck weitergegeben. Die Bilder können laut Hersteller bis zu einer Höhe von drei Metern in beliebiger Breite gedruckt werden. So werden die »CapaCoustic Picture«-Elemente zu Dekorationsobjekten in Räumen und Fluren. Sie können nicht nur an Wänden aufgehängt oder verklebt, sondern auch von der Decke abgehängt werden. Dort sind sie aufgrund der Schallausbreitung besonders wirkungsvoll. Das System lässt sich auch als Raumteiler zur Verbesserung der Raumakustik einsetzen, natürlich mit beidseitiger Bespannung. Ob an Wand, ­Decke oder im Raum, der Hanffaserkern unter dem Gewebe nimmt mit seinen offenporigen Fasern den Schall auf und wandelt die Energie in Wärme um. Der Hersteller verspricht beste Schallabsorptionswerte und liefert das Bild als kompletten Bausatz. Der Rahmen aus einem eloxierten E6EV1-Aluminiumprofil mit 50 mm Breite kann auch in RAL-Standardfarben pulverbeschichtet werden.


Einfach montiert im Alurahmen
Im Aufenthalts- und Besprechungsraum des LBB kam eine Verklebung an den historischen, unebenen Mauern nicht in Frage, außerdem sollten die Fotos durch den Rahmen und die Hanffaserplatte wie echte Leinwandbilder wirken. Wie die Original-Ölporträts der drei Baumeister, die im Stadtmuseums Simeonstift Trier ihren Platz haben und deren Fotos als Druckvorlage dienten.

Als zusätzliches grafisches Element erhielten die Bilder oben und unten eine breite farbig abgesetzte Fläche, unten mit einem Schriftzug mit den Namen der Abgebildeten. Der Farbton passt exakt zur Umgebung. »Wir haben den Originalfarbton der historischen Säulen und Kreuzgewölbebögen abgemustert und ihn nach der Histolith-Farbtonkarte für die umrahmenden Flächen auf den Gewebedrucken übernommen. Das hat super funktioniert und passt fantastisch«, freut sich Sarah Stolz, Außendienstmitarbeiterin bei Caparol. Sie hat Mitarbeiter eines Koblenzer Malerbetriebs bei der Montage der Bilder unterstützt, die von der problemlosen Montage und der hochwertigen Qualität begeistert waren.

Nachdem die Mitarbeiter zwei Seiten mit Eckwinkeln zusammengefügt hatten, wurde die Akustikdämmplatte eingeschoben und dann der zweite vormontierte Winkel aufgesteckt. Dann konnte das Ganze verschraubt und nachjustiert werden. Abschließend spannten sie das bedruckte Gewebe mit dem Keder in die Nut ein, fixierten die vier Ecken und drückten schließlich das gesamte Bild ein.

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