Aktuelles Fassade

Caparol: Strenge Geometrie trifft auf leuchtende Farben

Im saarländischen Spiesen hat sich ein unauffälliges Gewerbegebäude mithilfe eines außergewöhnlichen Entwurfs aus dem Caparol FarbDesignStudio in einen echten Hingucker verwandelt.

Wer die Hauptstraße in der saarländischen 13.000-Einwohner-Gemeinde Spiesen entlangfährt, dem sticht ein Gebäude sofort ins Auge: Ein Gewerbeobjekt zieht dort dank einer außergewöhnlichen, leuchtenden Farbgestaltung alle Blicke auf sich. Doch das war nicht immer so. Ursprünglich als Lebensmittelmarkt errichtet, kam die Fassade des Gebäudes viele Jahre lang recht trist daher: Große Flächen, nur wenige Fenster und ein eintöniger, mit der Zeit fleckig gewordener Anstrich boten damals einen trostlosen Anblick.

Neue Mieter – neue Fassade

Mit einem anstehenden Mieterwechsel allerdings kam im Jahr 2017 Bewegung in die Sache: Der Supermarkt zog aus; als neue Mieter wollten sich ein medizinisches Fitnesscenter und ein Café im Gebäude niederlassen. Architekt Franz-Josef Warken erhielt deshalb vom Bauherrn den Auftrag, das Gewerbeobjekt so zu sanieren und umzubauen, dass es diesen neuen Nutzungszwecken entspricht.

Dafür galt es beispielsweise, in die Fassade einige neue Fenster einzusetzen, damit mehr Licht in die Räume fallen kann und natürlich auch, um die vorgeschriebenen Fluchtmöglichkeiten umzusetzen. Das Objekt steht in Hanglage: Von der Hauptstraße aus betritt man es ebenerdig, dort ist heute das medizinische Fitnesstraining untergebracht. Nach hinten fällt das Haus um ein zusätzliches Geschoss ab, in dem sich jetzt das Café mit schöner Außenterrasse befindet. „Diese Rückseite des Objekts grenzt an einen öffentlich zugänglichen Platz, und der Besitzer hat befürchtet, dass es dort zu Graffiti-Schmierereien kommen könnte. Dem wollten wir mit einer individuellen Farbgestaltung vorbeugen. Außerdem sollte das Gebäude natürlich auffallen und positiv ins Auge stechen“, erzählt Warken.

Orientierung an Linien des Gebäudes

Mit diesem Anliegen wandte sich der Architekt an Caparol, wo sich Sabine Hoffner vom Caparol FarbDesignStudio nach einer Analyse der Gegebenheiten an die Entwurfsarbeit machte: „Es ging zunächst um ein Erfassen der Architektur. Dafür habe ich mich an Linien orientiert, die das Gebäude vorgibt, wie Fenster-, Tür- oder Toröffnungen. Aus den schwarzen Linien ergaben sich Flächen, die punktuell mit Akzentfarben gefüllt wurden. Die Fassade entwickelte sich somit immer mehr zur Projektionsfläche im Stile Mondrians.“ Der niederländische Maler Piet Mondrian als bekannter Vertreter der klassischen Moderne ist berühmt für seine ausdrucksstarken Werke, in denen er mit streng geometrischen Linien und farbigen Flächen in den Primärfarben Gelb, Rot und Blau arbeitet.

ThermoSan: hohe Farbbeständigkeit, bauphysikalisch ideal

Zwei Entwürfe wurden von Caparol-Designerin Hoffner schließlich dem Architekten zur Auswahl vorgelegt. Beide Entwurfsvarianten spielten mit geometrischen Linien, Streifen und Rechteckformen. Hinzu kamen interessante Kontrastwirkungen zwischen stark gesättigten und verhüllten Farbtönen bis hin zu reinem Weiß. Ein Farbvorschlag präsentierte sich in kräftigen Rot- und Orangetönen, die Alternative wurde dominiert von verschiedenen Grüntönen. Keine leichte Entscheidung für den Architekten. „Wir haben uns farblich für das rote Konzept entschieden, formal aber für die ursprünglich grüne Mondrian-Version. Die Lösung ist ein Design, das beidem gerecht wird und dann auch umgesetzt wurde“, erinnert sich Warken.  

Die Fassadengestaltung wurde mit der Premiumfassadenfarbe ThermoSan ausgeführt. Diese Hightech-Fassadenfarbe von Caparol ist besonders farbton- und kreidungsbeständig. Sie hat ideale bauphysikalische Eigenschaften. ThermoSan ist schlagregenfest und gleichzeitig hoch diffusionsfähig. Die Nano-Quarz-Gitter Technologie (NQG) führt zu einer Härte, die die Thermoplastizität des Bindemittels selbst bei hochsommerlichen Temperaturen fast völlig ausschließt. „Dadurch wird die Verschmutzungsneigung, also das Anhaften von Schmutzpartikeln, Feinstaub und Sporen, entscheidend gesenkt. Was sich dennoch kurzfristig an den Fassaden festsetzt, löst sich spätestens beim nächsten Wind und Regen. Das Quellen des Bindemittels wird vermieden, Schutzfunktion und Farbbrillanz bleiben erhalten“, erläutert der für das Objekt zuständige Caparol-Verkaufsberater Marcus Zappen. ThermoSan NQG verfügt über ein spezielles Silikonharz- Bindemittel der modernsten Technologie und bietet dadurch eine perfekte Schutzfunktion der Fassaden mit höchster Farbbrillanz


Der Maler freut sich, die Einwohner auch

Die Malerarbeiten ausgeführt hat der Saarbrücker Malerfachbetrieb Graf. Malermeister Jörg Graf und seine Mitarbeiter besserten zunächst die Putzschäden an der Fassade aus und machten sich dann an die Umsetzung des Farbplans aus dem Hause Caparol. „Wir wollten natürlich den Plan ganz genau eins zu eins an die Wand bringen, haben deshalb alles ausgemessen, akkurat auf die Fassade übertragen und schließlich umgesetzt. Das hat richtig Spaß gemacht. Die Malerei ist schließlich auch ein kreativer Beruf, und es ist immer schön, auch mal so ein individuelles Projekt umzusetzen statt eine Wand unifarben zu streichen“, erzählt er.

Dass die neue Farbgestaltung auch bei den Einwohnern von Spiesen gut ankommt – dafür sprechen die positiven Reaktionen, über die sich das Malerteam schon während der Arbeiten am Gebäude freuen konnte. „Es sind immer wieder Leute stehengeblieben und haben sich über die außergewöhnliche Gestaltung gefreut. Und wir haben im Zuge der Fertigstellung des Objekts sogar gleich einen neuen Auftrag bekommen: Einer Passantin hat die Fassadengestaltung so gut gefallen, dass sie stehengeblieben ist und sich unsere Nummer hat geben lassen“, so Graf. Auch Architekt Warken freut sich über das Ergebnis: Die ausdrucksstarke Fassadengestaltung fällt nicht nur auf – auch von Graffiti ist das Gebäude bis heute verschont geblieben.

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