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Caparol: Farbenpracht am Neckar

Im Herbst kommt die Farbgestaltung der Wohn­anlage Bäckermühle im schwäbischen Esslingen besonders schön zur Geltung. Dann strahlen die Häuser mit den bunt­laubigen ­Weinbergen an den Neckarhängen um die Wette. Die harmonische Farbgebung der Gebäude, gestaltet nach einem Entwurf des Caparol FarbDesignStudios, greift mit ­pfiffigen Akzenten die eigenwillige Architektursprache des Ensembles auf und bindet es in die Umgebung ein.

Die Gebäude der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) Mettinger Straße 25 bis 39 erstrecken sich auf einer stark begrünten Insel unterhalb der Neckarhalden. Insgesamt acht große Wohnblöcke werden gen Norden von der stark befahrenen Mettinger Straße begrenzt. Richtung Süden umarmt ein Kanal des Neckars die Wohnanlage. Idyllische Brücken führen über den Mühlkanal, der einst die Mehlmühle »Bäckermühle« mit Wasser versorgte. Als die Mühlengebäude in den 1970er Jahren abgerissen wurden, entstand am Fuße der Neckarhänge eine kleine grüne Insel. Dort wurde in den 1980er Jahren ein Ensemble aus fünf- bis achtstöckigen Gebäuden mit 125 Wohneinheiten errichtet. Die Architektursprache ist eigenwillig, typisch für die Zeit – mit Vorbauten und unterschiedlichen Gebäudehöhen, verwinkelt und vielgestaltig. Auffallend sind die Dachformen flach, steil und spitz oder teilweise angeschnitten. Wenige Stockwerke hohe Flachdachbauten werden von achtstöckigen Wohnhäusern mit steilen Giebeln überragt – die spitzen Dachlandschaften orientieren sich an der örtlichen Bauweise.

Der alte Anstrich in einheitlichem Beigeton wirkte schal zur komplexen Architektursprache und sollte erneuert werden. Auf der Suche nach einer passenden Farbgestaltung überzeugte ein Farbkonzept der Diplom-Designerin Petra Ruhnau vom Caparol FarbDesignStudio. Sie entwickelte zwei Varianten, die mit dem Verwalter und dem Verwaltungbeirat diskutiert wurden. Beide Entwürfe zeigen eine natürliche Farbgebung in Farbklängen der umgebenden Landschaft Sandtöne und Wasserblau, wie sie an den Hängen und am Neckar vorkommen. Auch die Farbigkeit bestehender Betonflächen musste berücksichtigt werden. Vorhandene Rollläden in unterschiedlichen erdigen Orangetönen schränkten die Farbauswahl allerdings zusätzlich ein.Große Zustimmung fand ein Entwurf, der mit kleinen Änderungen für die gesamte Wohnanlage übernommen wurde. Petra Ruhnau erläutert: »Der Entwurf basiert auf zwei Fassadentönen im Wechsel Ein warmer Weißton und ein Sandton, in Abstimmung mit den vorhandenen Balkonbrüstungen. Kleinere Fassadenflächen sind mit drei Akzenttönen aus dem grünlichen Blaubereich gestaltet. Für die Dachsituation stellt ein Ziegelorangeton die Verbindung zu den dunkelbraunen Bitumendächern her und bindet gleichzeitig die orangefarbigen Rollläden optisch in das Gesamtbild ein. Die massiven Baukörper fügen sich mit dieser abwechslungsreichen Gestaltung durch die natürlichen Farbnuancen stimmig in die Umgebung ein.«


Architekt Peter Köhler von der Springmann Architektur GmbH, der sonst eher dezentere Farbgestaltungen bevorzugt, ist begeistert »Es ist das farbigste Konzept, das ich je umgesetzt habe und es hat richtig Spaß gemacht. Ich bin froh, dass wir bei der Wohnanlage in der Bäckermühle so mutig waren in der Farbgebung.« Mit der Malerfirma Höhing GmbH aus Wernau hatten Auftraggeber und Architekt einen verlässlichen Partner mit viel technischem Know-how, der das Farbkonzept Realität werden ließ.

Alle Farbtöne sind dem Caparol Fassade A1-Fächer entnommen, ein Auszug aus der Kollektion »3D-System plus«. Er enthält 500 fassaden- und architekturbezogene Farbtöne für die Caparol Premium-Fassadenfarben mit Nano-Quarz-Gitter (NQG)Technologie, wie die High-Tech-Fassadenfarbe »Sylitol-NQG«. Sie bietet höchste Farbtonstabilität. Dies war ein wichtiger Aspekt bei der Wohnanlage Bäckermühle – damit die Farbenpracht lange hält und für ein gutes Gefühl bei Bewohnern und Passanten sorgt. Das ist gelungen, wie Rückmeldungen der Bewohner zeigen.

 

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