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braun-steine: Betonsteine für Genuss-Molkerei

Passen Sahnejoghurt und Betonsteine zusammen? Die neu gestaltete Werkszufahrt samt Pforte der Molkerei Zott im bayerischen Mertingen tritt den Beweis an. Die großformatigen Polygonalplatten »Podium Architektur« von braun-steine bilden hier eine harmonische Gestaltung der Eingangsplattform der Genuss-Molkerei, sowohl außen als auch innen.

Seit über 90 Jahren sitzt die Molkerei Zott im kleinen bayerischen Mertingen und prägt das Bild der Gemeinde. Das Unternehmen wächst stetig und so wurden die Werkszufahrt und Pforte neu gestaltet. Sie präsentieren sich mit der polygonalen Großformatplatte »Podium Architektur«. »Die große Aufgabe war die Neuordnung der Infrastruktur«, fasst Norbert Haindl die Komplexität der Bauaufgabe zusammen. Der Landschaftsarchitekt und Partner bei becker + haindl führt aus: »Bisher gab es nur eine Werkszufahrt, die Milch wird aber sieben Tage die Woche angeliefert, 24 Stunden am Tag.« Wartezeiten an der Engstelle waren daher keine Seltenheit. Der neue Eingangsbereich ist nun großzügiger: Jeweils drei Zufahrts- und Ausfahrtsspuren lenken die Anlieferung, ausgestattet sind sie mit Lkw-Waagen und EDV-Anbindung. Das Herzstück des Eingangsbereichs bildet jedoch der angrenzende rund 1 200 m² große Platz samt Pforten- und Empfangsgebäude.

Durchgehender Belag für innen und außen

Kein Wechsel in Material und Form zwischen Freiraum und Gebäude – einem Teppich gleich zieht sich das großformatige Plattenmosaik der Polygonalplatte »Podium Architektur« über den gesamten Platz und durch das Empfangsgebäude hindurch. Die Möglichkeit, die Großformatplatte durchgängig zu verwenden, gab den Ausschlag für die Wahl, so das Planungsbüro Klas (Klas-Bau, Südtirol/Mertingen). »Uns war wichtig, ein einheitliches Bild für innen und außen zu schaffen, deswegen haben wir diese Möglichkeit so beharrlich verfolgt. Das heutige Erscheinungsbild hat unsere Vision bestätigt«, zeigt sich Klas-Bau zufrieden.

Die plangefräste und sandgestrahlte Oberfläche der Platten weist zudem die erforderliche Rutsch- und Abriebfestigkeit für den Außenraum auf. Für den Innenraum, der weniger rau sein sollte, ließen die Planer die Oberfläche durch eine zusätzliche Schleifung verfeinern. Die rektifizierten Platten erlauben ein enges Fugenbild. Für die Maßhaltigkeit des Verbands sägte braun-steine die einzelnen Polygonalplatten jeweils aus einer Großplatte.


Großformatplatte stärkt Bandstruktur

»Für das Gesamtbild war uns wichtig, dass sich sämtliche Elemente und Details in die Achsen einfügen und die bandartige Abfolge stärken«, betonen die Planer Klas und Haindl. »Podium Architektur« konnte durch seine lineare Verlegerichtung die große Bandstruktur des Freiraums stärken, mit seinen polygonalen Einzelformaten jedoch die Platzelemente leicht integrieren. »Wir mussten viele unterschiedliche Elemente aufgreifen, die Platte kann das aber sehr gut überspielen und hat eine tolle Optik«, sagt Haindl. Das Ergebnis ist ein stimmiges, ruhiges Eingangsbild der Genuss-Molkerei. Farbtupfer auf dem Platz sind unter anderem die leuchtend rote Zickzack-Bank in Anlehnung an das Zott-Logo und das grün belaubte Dach aus geschnittenen Platanen und die Staudenbänder, die den Eingangsplatz seitlich begrenzen und während der Lavendelblüte blau leuchten. Die Pflanzbänder dienen zugleich als Vorfluter. Der Platz entwässert zu den seitlichen Pflanzflächen hin und kann auf eine sichtbare Entwässerung nahezu verzichten.

Einbindung rundet Eingangsbild ab

Im Norden begrenzt ein Band aus fünf Fahrradboxen mit insgesamt 200 Fahrradstellplätzen das Entree. Die äußersten Bänder im Norden und Süden bilden die Besucherparkplätze, die mit dem Längsrasenfugen­stein »Spirell« belegt sind. Die Fugen sind mit Dachbegrünungssubtrat verfüllt, das lineare Fugengrün ergänzt die seitlichen Pflanzbänder. »Der längs gerichtete Verband nimmt die Abfolge der Bänderung schön auf«, resümiert Haindl das Gesamterscheinungsbild des Eingangsbereichs. J

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