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Winkhaus: Wenn eine hohe Belastbarkeit zum Standard wird

Ob beim Neubau oder in der Sanierung: Große Fenster sind gefragter denn je. Denn die modernen Elemente lassen viel Licht ins Haus und schützen zugleich wirksam vor Wärmeverlusten und Lärm. Doch diese wünschenswerten Funktionen haben auch eine Schattenseite: Und das sind ihre hohen Flügelgewichte. Verarbeitet der Fensterbauer »activPilot« von Winkhaus, hat er jetzt noch mehr Spielräume bei der Herstellung schwerer Fenster: Ab sofort ergänzt eine neue Bandseite das System, die ohne Zusatzbauteile bis zu 150 kg Flügelgewicht trägt.

»Mit der ›activPilot‹ Bandseite verfügen unsere Kunden über ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Denn die Fensterelemente sind damit deutlich leistungsfähiger«, so das Unternehmen. Mit cleveren technischen Überarbeitungen erzielt Winkhaus eine beeindruckende Wirkung: Die Lagerteile der neuen Bandseite sind aus massivem Stahl gefertigt.

Um die Belastung durch die höheren Gewichte besser zur verteilen und die Abstützung auf dem Blendrahmen zu verbessern, wurden die Auflageflächen vergrößert. Auch ist das Ecklager am unteren Ende etwas länger geworden. Bei der Verarbeitung der neuen Bandseite muss sich die Fensterfertigung jedoch nicht umstellen. Denn die Zahl der Bohrungen und deren Positionen für Eck- und Scherenlager sind die gleichen wie zuvor.

Stabile Lösung ist ästhetisch und funktional

Diese Lösung punktet ästhetisch wie funktional: Die hoch belastbaren Stahllager eignen sich hervorragend auch für schmale Blendrahmen. Ein weiteres Merkmal, das das Beschlagsystem »activPilot Concept« kennzeichnet, bleibt ebenfalls bewahrt: Die Schraubenköpfe sind im montierten Fenster nicht sichtbar, denn sie werden vom Scherenband und Flügellager abgedeckt. Die leistungsfähige neue Bandseite ist nach den Prüfkriterien der neuen DIN EN 18126-8:2017 H3 getestet.

Mit nur drei Verschraubungen des Scherenlagers in der Armierung ist es gelungen, 20 000 Öffnungs- und Schließzyklen mit Flügelgewichten bis 130 kg zu durchlaufen und damit den Richtlinien der Gütergemeinschaft Schlösser und Beschläge zur Verschraubung von lastabtragenden Beschlagteilen bei Dreh-Kipp-Fenstern (TBDK) gerecht zu werden.

Systeme für Holz- und Alu-Fenster folgen im Sommer

Mit einer vierten Verschraubung des Scherenlagers in die Stahlarmierung ist eine Tragkraft von bis zu 150 kg unter den gleichen Bedingungen möglich. Deswegen kann Winkhaus auf eine Sonderbandseitenlösung mit mehr Verschraubungen verzichten. Da die neue »activPilot« Bandseite deutlich stärkeren Belastungen gewachsen ist, wird eine Übertragung der bestehenden RC2- und RC3-Einbruchhemmungszertifizierungen von der bisherigen Bandseite möglich sein.


Winkhaus führte im ersten Quartal zunächst die Bandseitenlösung für alle gängigen Kunststoff-Fensterprofile ein. Im Sommer folgen dann die Systeme für Holz- und Aluminium-Fenster mit 16 mm Flügelbeschlagnut.

Flügellager in verschiedenen Ausführungen

Zur Auswahl stehen zwei Flügellagervarianten: Eine wird als Zapfenausführung zur Verschraubung in den Flügelüberschlag angeboten, die andere als Falzbandausführung. Das neue Falzbandflügellager ist einteilig gerollt und somit komplett aus Stahl. So kann es deutlich höhere Flügelgewichte tragen.

Auf Wunsch wird es auch mit Pulverbeschichtung in breiter Farbpalette geliefert. Die neuen Überschlagsflügellager gibt es mit Höhenverstellung, mit Drehhemmung oder mit Anpressdruckverstellung. Auch ein nachträglicher Austausch der Lagervarianten ist problemlos, da die Flügellager untereinander identische Schraub- und Zapfenpositionen haben.

Stabile Ecklager in zwei Varianten

Das dazu passende neue Ecklager bietet der Hersteller in zwei Varianten an: Eine schmale Ausführung (12 mm breit) empfiehlt sich für Falzbandflügellager und für Überschlagflügellager. Das breite (16 mm), gleichfalls rechts/links einsetzbare Ecklager ist für die Kombination mit dem Überschlagflügellager vorgesehen.

Die Zapfenausführungen bleiben wie gehabt. Für hohe Flügelgewichte steht ein langer Zapfen zur Verfügung, der bis in die Stahlarmierung hineinreicht. Alle Ecklager behalten die Schraub- und Zapfenpositionen der bisherigen Standardbandseite bei.    D

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