SCHOMBURG: Balkon-Abdichtung für norddeutsches Schmuddelwetter

In Wilhelmshaven liegt mitten im Hafenbecken die Wiesbadenbrücke. Eigentlich ist es keine Brücke, sondern eine langgestreckte Hafenzunge, die früher »Brücken« genannt wurden. Der Detmolder Hersteller für Systembaustoffe Schomburg half mit, dort für die Wohnungsbaugenossenschaft Spar + Bau ein Vorzeigeprojekt zu realisieren. Denn für die wasserdicht geprüfte Anbindung bodentiefer Fenster- und Türenelemente kam nur ein Spezialist infrage.

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300 Wohnungen sollen auf der ehemaligen »Kohlenzunge« im Hafenbecken entstehen. Der Blick auf den Jadebusen ist spektakulär – ebenso spektakulär sind allerdings auch die Wetterverhältnisse, die in Zukunft an der Bausubstanz zehren. Durchschnittlich 199 Regentage pro Jahr erlebt die Küstenstadt. Schomburg hat 2,9 Tonnen von der schnellen mineralischen Bauwerksabdichtung »Aquafin-RB400« geliefert, um 190 Balkone abzudichten.

Die reaktive Bauwerksabdichtung »Aquafin-RB400« soll in Zukunft dafür sorgen, dass im Übergang zwischen den bodentiefen Fensterelementen und dem Baukörper alles dicht bleibt. Der »Aquafin-RB400« ist laut Schomburg die einzige mineralische Bauwerksabdichtung, deren Wasserdichtheit zur »Abdichtung von bodentiefen Tür- und Fensterelementen« durch eine offizielle Prüfung der Materialprüfanstalt für das Bauwesen in Braunschweig nachgewiesen wurde.

»Aquafin-RB400« lässt sich schnell verarbeiten, da es aufgrund seiner chemischen Struktur schnell selbstvernetzend abbindet, heißt es in einer Mitteilung des Herstellers. Schon nach drei Stunden sei es regenfest sowie begeh- und bearbeitbar. Zudem hafte es auch auf feuchtem Untergrund. Die Trocknung hängt dabei nicht vom Wetter ab, auch im feuchten Klima lasse sich die Bauwerksabdichtung wie geplant verarbeiten. Man kann sie überstreichen und überputzen.­


Von Anfang an aufeinander abgestimmt

Bei dem Wind und Wetter der norddeutschen Küste gibt es noch einen weiteren Pluspunkt: Der Bauherr kann sich laut Schomburg darauf verlassen, dass »Aquafin-RB400« frost- und UV-beständig ist – auch noch nach Jahren dichte es zuverlässig ab. In Wilhelmshaven hat der Bauherr davon profitiert, dass die Abdichtung mit »Aquafin-RB400« bereits in einem Frühstadium geplant wurde. Vor dem Verklinkern wurde die Spritzwasser- beziehungsweise Sockelabdichtung mit »Aquafin-RB400« im Bereich der Fassade fertiggestellt. Nach Finalisierung des Rohbaus wurden dann schrittweise die bodentiefen Fensterelemente eingebaut. Im weiteren Verlauf des Baufortschritts wurde sukzessiv die Abdichtung der Fensterelemente hergestellt und an die Spritzwasser- beziehungsweise Sockelabdichtung angeschlossen.

Ebenfalls beim Bauprojekt Wiesbadenbrücke mit an Bord: Schomburgs »Aquafin-1K«. Von dieser starren Dichtungsschlämme werden insgesamt nach Abschluss des Bauvorhabens am Jadebusen 8,4 Tonnen verbaut worden sein. »Aquafin-1K« hält nach Angaben des Herstellers einem negativen Wasserdruck bis 1,5 bar stand und ist sowohl spachtel- als auch spritzfähig. Damit lässt sie sich auch maschinell verarbeiten.

In Kombination wurde fast ein Kilometer laufende Dichtbandtechnik verbaut, um die Balkone dicht zu kriegen. Abgeschlossen ist das Projekt voraussichtlich im Frühjahr 2022.   J

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