Saint-Gobain Abrasives GmbH Nachhaltigkeitsstrategie konsequent umgesetzt

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Saint-Gobain Abrasives

Seinen ersten CO2-neutralen Produktionsstandort weltweit hat Saint-Gobrain Abrasives in Norderstedt bei Hamburg realisiert: Dort produziert das Unternehmen Diamant- und cBN-Schleifwerkzeuge der Marke Norton Winter zu 100 Prozent mit „grünem“ Strom. In Kombination mit einer Reihe weiterer Maßnahmen, die in den letzten Jahren umgesetzt wurden, hat der führende Hersteller für Schleif- und Trennmittel es geschafft, alle „Scope 1“- und „Scope 2“-Emissionen zu vermeiden. Zukünftig werden so, im Vergleich zu den Werten von 2017, jährlich rund 5.000 Tonnen an CO2-Emissionen vermieden. Im Mittelpunkt der sukzessiven Umstellung von fossiler auf nachhaltige Energie stand unter anderem der konsequente Austausch sämtlicher gasverbrauchender Prozesse und Installationen. 

Seit 175 Jahren ist der Name Norton Winter weltweit das Synonym für hochwertige Diamant- und cBN-Schleifwerkzeuge. Das traditionsreiche Werk in Norderstedt zählt aktuell über 300 Mitarbeitende, umfasst eine Gesamtfläche von 30.000 m2 und eine Produktionsfläche von rund 22.000 m2. „Die Realisierung einer nachhaltigen, ressourcenschonenden Produktion mit all ihren Prozessen stellt nicht zuletzt unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten eine enorme Herausforderung dar“, betont Christian Bako, Geschäftsführer Saint-Gobain Abrasives Zentraleuropa. „Gleichzeitig zahlen sich die Anstrengungen und Investitionen zunehmend auch auf der Markseite aus, da viele unserer Industriekunden Lösungen zur eigenen CO2-Reduktion suchen. Der in Norderstedt erzielte Status ‚CO2-neutral‘ bietet echten Kundennutzen und ist ein bedeutender Meilenstein auf dem wichtigen Weg zur Erreichung unserer anspruchsvollen Klimaschutzziele. So hat sich die gesamte Saint-Gobain Gruppe dazu verpflichtet, bis 2030 ihre ,Scope 1‘- und ,Scope 2‘-Emissionen um 33 Prozent zu reduzieren und bis 2050 vollständige Klimaneutralität zu erreichen. Der Standort Norderstedt nimmt also zugleich auch eine Vorreiterrolle im Rahmen der Konzernstrategie ein.“


Umstellung von Gas auf nachhaltige Energie

Zwei Jahre dauerte es, bis im Werk Norderstedt sämtliche gasverbrauchenden Prozesse und Installationen zunächst identifiziert und anschließend sukzessive auf nachhaltigen Strom umgestellt waren. Gleichzeitig wurde ebenfalls in die Energieeffizienz des Werks investiert. „Wir haben 2020 mit einer umfassenden, ganzheitlichen Analyse und Bestandsaufnahme zur Identifizierung der Gasverbraucher und Verbesserungsmöglichkeiten der Energieeffizienz begonnen“, so Werksleiter Saqib Raja. „Die daraus abgeleiteten Maßnahmen reichten von kleineren Veränderungen bis hin zu signifikanten Investitionen. Beispielsweise wurden diverse Gebäudefassaden zeitgemäß gedämmt sowie Leitungen isoliert und die Gasheizer in der Galvanotechnik gegen Elektroheizer ausgetauscht. Auch wurde unsere Staplerflotte vollständig auf Elektroantriebe umgestellt.“ 

Weitere Investitionen sind geplant

Ein wichtiger Schritt zur CO2-Reduktion war darüber hinaus die Implementierung von  variablen Steuerungen, die Aggregate wie Pumpen, Antriebe und Kompressoren automatisch auf die jeweils aktuelle Auslastung und die daraus erforderliche Prozessgeschwindigkeit adaptieren. „Aber wir sind noch nicht am Ende unserer Maßnahmen für den Umwelt- und Klimaschutz. Für dieses Jahr sind bereits weitere wichtige Investitionen geplant. So werden wir zum Beispiel eine industrielle Wärmepumpe für die Heizung und Klimatisierung unseres Werkes installieren und damit die Fernwärme ersetzen. Des Weiteren sind Photovoltaik-Potenzialanalysen und entsprechende Installationen geplant“, erläutert Saqib Raja die nächsten Pläne für den Standort Norderstedt. 

[0]