NATURinFORM: Eine Schwimmbadsanierung auf die kernige Art

Die mit Lärchenholz belegten Flächen im Naturschwimmbad Altengronau im Spessart waren in die Jahre gekommen und benötigten eine dringende Sanierung. Auf der Suche nach dem am besten geeigneten Material fiel die Wahl auf den Holzverbundwerkstoff von NaturinForm als neuen Oberbelag für die zu erneuernden Ruhe- und Laufzonen, den Sprungturm sowie die das Schwimmbecken überspannende Brücke. Zum Einsatz kamen 120 m2 der Dielen »Die Kernige« und »Die Starke« in der Farbe Braun.

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Die 30 km südlich von Fulda gelegene Gemeinde Sinntal wird durch die Ausläufer von Rhön und Spessart geprägt. Die Region verfügt über eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten – so auch das Naturschwimmbad in Altengronau, das im Mai 2011 eröffnet wurde – als Familienbad mit Erlebnisbereichen für Kinder und Jugendliche wie Rutsche, Sprungfelsen und Wasserfall. Das Naturbad erfreute sich großen Zuspruchs, jedoch zeigte der Belag aus Lärchenholz der auf zwei Flächen am Beckenrand sowie auf dem Sprungturm und der das Wasser überspannenden Brücke bereits nach zehn Jahren unübersehbare Spuren einer starken Nutzung sowie der Verwitterung. Auch klagten immer wieder Badegäste über Holzsplitter, die beim Begehen der Flächen in den Fußsohlen steckten. Im Frühjahr 2020 wurde der verwitterte und unansehnlich gewordene Holzbelag gegen die robusten, natürlichen und modernen Dielen »Die Kernige« und »Die Starke« aus dem Sortiment des fränkischen Holzverbundwerkstoff-Spezialisten NaturinForm ausgetauscht.

Keine Verletzungsgefahr durch Holzsplitter

Für die anstehende Sanierung der betroffenen Flächen sollte nach dem Beschluss des Gemeinderats ursprünglich ein Belag aus Holzdielen zum Einsatz kommen. Den Auftrag zur Durchführung dieser Arbeiten erhielt der ortsansässige Schreinerei-Fachbetrieb Holzbau Ruppert. Bei seinen Aufträgen greift Matthias Ruppert häufig auf das Fachwissen von Michael Leitsch zurück. Der Experte für Befestigungstechnik im Terrassen- und Fassadenbau betreibt u. a. einen Holzhandel in Oberleichtersbach nahe Bad Brückenau und beliefert Verarbeiter in der Region. »Als mein langjähriger Kunde ­Matthias Ruppert den Auftrag in Aussicht hatte, bat er mich um Unterstützung im Vorfeld der Planung und Durchführung«, erzählt Michael Leitsch. Nach einem Orts­termin im Naturschwimmbad kamen der Experte und der Verarbeiter zu der Überzeugung, dass sich für diese Aufgabenstellung Dielen aus Holzverbundwerkstoff am besten eignen würden – und konnten den Gemeinderat von einem Materialwechsel überzeugen. »In diesem Fall erwiesen sich die Dielen von NaturinForm mit Abstand als erste Wahl, denn sie sind langlebiger und robuster als Holz und benötigen keinerlei Pflege. Sie behalten außerdem über viele Jahre ihre Farbe, sie sind rutschhemmend und splittern nicht – für die Nutzung in wassernahen Bereichen ein unschlagbares Argument«, so Leitsch. »Uns ging es in erster Linie darum, die Verletzungsgefahr vor allem durch Holzsplitter zu minimieren«, erläutert Torsten Schmidt, der Leiter des Bauamtes in Sinntal.

Der Auftrag erwies sich als anspruchsvoll, denn die Herausforderung bestand in der vorhandenen Tragkonstruktion aus Lärchenbalken. Die Gemeinde wollte die aufwendige Balkenkonstruktion nicht zuletzt aus Kostengründen so weit wie möglich erhalten. Bevor es nach der Entfernung des alten Lärchenbelages an die Verschraubung der neuen Dielen ging, mussten etliche Anpassungen an der Holz-Unterkonstruktion vorgenommen werden. »Bei Belägen aus Holzverbundwerkstoffen muss eine sehr enge Verbindung mit den Lagerhölzern der Unterkonstruktion geschaffen werden«, weiß Matthias Ruppert. Hierbei kam es auf sehr präzises Arbeiten an, außerdem war ein wenig Improvisation gefragt, damit die neue Auflage eine perfekte Verbindung zur Bestands-Unterkonstruktion einging. »Wo es aufgrund der vorhandenen Abstände nicht passte, haben wir das Problem mit dem Einbau von Alu-Profilen sowie mit neu eingezogenen Lagen zwischen Balken und Dielen gelöst, bevor wir die Dielen verschrauben konnten«, so Ruppert.


Handwerkliches Geschick erforderte auch der Anschluss zwischen den massiven Natursteinplatten am Sprungturm und der daran anschließenden Fläche, auf der die neuen Dielen verlegt wurden. Überwiegend kam »Die Kernige« zum Einsatz, lediglich auf der das Schwimmbecken überspannenden Brücke wurde »Die Starke« – die sich in Farbton und Oberflächenstruktur nicht von der »Kernigen« unterscheidet – aufgrund der vorhandenen Abstände in der Unterkonstruktion verlegt.

Vorteilhafte Materialeigenschaften

Die Holzverbundwerkstoffe von NaturinForm spielen ihre Vorteile bei allen für die Materialauswahl relevanten Eigenschaften aus. So sind die Dielen laut Hersteller um ein Vielfaches haltbarer als Holz, witterungs-und lichtbeständiger sowie weitgehend wartungsfrei. Auch spielt die Tatsache, dass der enthaltende Holzanteil aus PEFC-zertifizierten heimischen Hölzern besteht, immer häufiger eine nicht unerhebliche Rolle bei der Entscheidungsfindung. Die Dielen mit ihrer dauerhaft schönen und eleganten Holzoptik sind recycelbar. »Die Kernige« ist außer in Braun auch in Grau und Anthrazit sowie in zahlreichen Farbtönen aus der »FarbEdition« erhältlich – und zwar in den Standardlängen 3, 4 und 6 m sowie in Sonderlängen bis 13 m. Aufgrund ihrer Robustheit eignet sie sich für stark frequentierte Flächen sowie in nassbelasteten Barfußbereichen. Daher ist es wichtig, dass der Belag barfußfreundlich, splitterfrei und vor allem auch bei Nässe rutschfest ist. Der Belag sieht aus wie natürliches Holz und besteht auch zum größten Teil draus. Um ihn widerstandsfähig, rutschfest und dauerhaft zu machen, erhält er werkseitig mit einem sortenreinen Polymer eine technische Komponente. Der dabei entstehende Holzverbundwerkstoff hat zwar äußerlich die optischen Eigenschaften von Holz, aber sein homogenes und kompaktes Innenleben lassen u. a. ein Reißen des Materials nicht zu. Durch eine leichte Bürstung der Oberfläche erhält der Belag zudem eine höhere Rutschfestigkeit, die auch bei Nässe wirksam bleibt.

»Die Starke« ist mit ihrer Materialstärke von 38 mm sehr tragfähig und vielseitig einsetzbar. Aufgrund ihrer Stabilität eignet sie sich auch für die Überspannung größerer Abstände – und das ohne aufwendige Konstruktion eines lastabtragenden Unterbaus. Optisch zeichnet sich die Tragbohle durch eine natürliche Holzmaserung aus und ist in den Farben Braun, Grau und Anthrazit sowie Sonderfarben erhältlich. Die Oberfläche ist leicht gebürstet oder feinst geriffelt und wirkt damit natürlich und hochwertig. Dank des verwendeten Materials ist sie splitterfrei und sehr pflegeleicht.   J

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