LEIPFINGER-BADER: Ziegel-Holz-Außenwand sorgt für Wärme- und Schallschutz

Für ein senioren- und behindertengerechtes Mehrfamilienhaus im bayerischen Beilngries steuerte der Ziegelhersteller Leipinger-Bader seine Baustoffe für die Wohnungstrennwände und die Außenwand bei. Für Letztere kam ein Ziegel-Holz-Hybrid zum Einsatz, der für den baulichen Wärmeschutz sorgt.

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Zur Wohnbehaglichkeit des Ende September 2020 fertigestellten Gebäudes in Beilngries im Altmühltal mit seinen 14 Eigentumswohnungen trägt neben einer gehobenen Innenausstattung auch der besondere Außenwandbaustoff von Leipfinger-Bader bei. Mit dem »Unipor WS08 Silvacor«-Mauerziegel wurde dafür ein Ziegel-Holz-Hybrid ausgewählt, der über eine nachwachsende Nadelholzfüllung verfügt. Damit sorgt er laut Hersteller schon in 36,5 cm Mauerwerksdicke für einen hohen baulichen Wärmeschutz. Das massive Ziegelmauerwerk wirkt zudem wie eine natürliche Klimaanlage und gleicht durch Zwischenspeicherung Temperatur- sowie Luftfeuchteschwankungen aus.

Mauerwerk erfüllt hohen Energieeffizienz-Standard

Der Bauträger Beilngries Projektbau nutzt bei seinen Bauvorhaben bewusst die Kompetenz von Planern und Handwerkern in der Region. Der Nachweis hoher Güte sowie die regionale Verfügbarkeit galt auch für die Auswahl der Wandbaustoffe. Mit dem gewählten »Unipor WS08 Silvacor«-Mauerziegel – hergestellt von den niederbayerischen Ziegelwerken Leipfinger-Bader (Vatersdorf) – konnten bei der Gebäudehülle ökonomische und ökologische Aspekte in Einklang gebracht werden. Das verputzte Ziegelmauerwerk verspricht dank seiner nachwachsenden Holzfaserfüllung in den Lochkammern schon mit einer Mauerwerksstärke von 36,5 cm einen geringen Wärmedurchgangskoeffizienten von nur 0,20 W / (m²K). Damit ließ sich für den geforderten KfW 55-Energieeffizienzhausstandard ein entsprechend hoher baulicher Wärmeschutz umsetzen.

Wichtig waren dem Bauträger aufgrund der angestrebten hohen Wohnbehaglichkeit auch die klimaschützenden Vorteile des besonders speicherfähigen Ziegels. So wird die Wärme etwa durch intensive Sonneneinstrahlung im Außenmauerwerk temporär zwischengespeichert und erst während der kühleren Nachtstunden an die Innenräume abgegeben. Analog gilt dies ebenso für übermäßige Luftfeuchtigkeit. Ist diese hingegen sehr niedrig, gleicht die Außenwand sie durch Austrocknung wieder aus. Neben dem ausgeglichenen Raumklima wird ebenfalls die Gefahr der Bildung von Schimmelpilz verringert. Zum Wohlfühlklima trägt zudem die in allen Wohnflächen ­eingebaute ­Fußbodenheizung bei. Sie verhindert im Gegensatz zu Wandheizungen atmungsbelastende Staubaufwirbelungen, was speziell für Asthmatiker von großem Vorteil ist.


Hoher Schutz vor Außen- und Innenlärm

Ruhiges Wohnen ist bei Senioren besonders gefragt. Der ausgewählte »Unipor WS08 ­Silvacor«-Ziegel (Zulassung Z-17.1-1191, DIBt.) bietet mit einem Schalldämmmaß (Rw) von 48 Dezibel auch in dieser Hinsicht eine gute Lösung. Das WS in der Produktbeschreibung steht dabei für die Kombination aus hohem Wärmeschutz (W) und hohem Schallschutz (S) – ein laut Leipfinger-Bader zentrales Merkmal dieses speziell für den Mehrgeschossbau entwickelten Mauerziegels. Auch bei den Wohnungstrennwänden vertraut der Bauträger mit dem eingesetzten Verfüll-Planziegel (Zulassung Z-17.1-688, DIBt.) auf ein schalldämmendes Unipor-Ziegelprodukt von Leipfinger-Bader. Bei einer Wandstärke von nur 24 cm verspricht der mit Beton gefüllte Planziegel mit einem bewerteten Schalldämmmaß Rw von 55 Dezibel – unter Berücksichtigung der Schallnebenwege – ein ruhiges Wohnen.

Zur weiteren Optimierung des Wärme- und Schallschutzes wurden bei der Einbindung der Stahlbetondecken in das Mauerwerk auch Unipor-Deckenrandelemente verwendet. Die Kombination aus Ziegelschale und hochwärmedämmenden Dämmschichten minimiert laut Hersteller die Entstehung von Wärmebrücken. Zugleich verringert sich dank ihres Einsatzes auch die vertikale Schallübertragung über die flankierende Außenwand.

Durch die Firma Rohmann Hoch- und Tiefbau konnte der Bauträger die Rohbauarbeiten in Eigenregie durchführen. Dies erleichterte die Koordinierung und Terminierung des Rohbauablaufs. Als weiterer Faktor eines zügigen Fortschritts der Mauerwerksarbeiten erwies sich zudem die eingespielte Zusammenarbeit mit den Ziegelwerken Leipfinger-Bader.

Mörtelpads sparen viel Zeit

Neben der Qualität der hergestellten Mauersteine schätzt der Bauträger insbesondere die permanente Weiterentwicklung der Ziegelprodukte nebst ihrer Verarbeitung. Die Vermauerung der umweltgerechten Silvacor-Ziegel in Kombination mit den von Leipfinger-Bader entwickelten Maxit-Mörtelpads ist dabei ein Beispiel. »Wir nutzen Mörtelpads seit ihrer Markteinführung vor fünf Jahren als bauaufsichtlich zugelassene Alternative zur deckelnden Dünnbettvermörtelung mit Mörtelschlitten. Mit diesem rationellen Verfahren sind wir mehr als zufrieden«, betont Rohbauleiter Erhard Fritz. »Die zeitsparenden Vorteile der Mörtelplatten aus Leichtbetonmörtel, wasserlöslichem Schmelzkleber und einem integrierten Glasfasergewebe liegen auf der Hand. Die Logistik ist durch den Wegfall der aufwendigen Mörtelzubereitung deutlich einfacher. Auch Nebenarbeiten wie die Reinigung von Hilfsmitteln erübrigen sich. Die Plattenverlegung ist im Vergleich zum herkömmlichen Mörtelauftrag sehr viel bequemer und ergonomischer.«   J

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