braun-steine: Campus Waldhaus – Ein neues Herzstück

Kann ein Ort gleichermaßen Schutzraum für Einzelne und Gemeinschaftsraum für Viele sein? Kann ein Flächenbelag gleichermaßen individuell und doch homogen sein? Dass das geht, zeigt das Landschaftsarchitekturbüro Dreigrün Gross + Partner Landschaftsarchitekten mbB aus Reutlingen auf dem Campus der Waldhaus gGmbH Jugendhilfe in Hildrizhausen.

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Vor 64 Jahren begann das Waldhaus als »Waldhaus Jungenheim GmbH« seine Arbeit. Mittlerweile ist daraus ein soziales und gemeinnütziges Dienstleistungsunternehmen mit mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geworden – und einer der größten Arbeitgeber in Hildrizhausen. »Vertrauen gewinnen, Bindungen aufbauen und neue Chancen bieten«, so beschreibt Landschaftsarchitekt Jochen Dörle die Herausforderungen des Waldhauses, mit dem das Büro Dreigrün Gross + Partner Landschaftsarchitekten mbB bereits mehrere Projekte realisiert hat.

Ein neues Herzstück

2019 wurde auf dem Gelände ein neues Gebäude errichtet, das schnell als »neues Herzstück« oder »Campus Mitte« der Einrichtung bezeichnet wurde. Zu den bestehenden Wohngruppen sollte es eine Gruppe geben, die in Notfällen schnell einen Platz zur Inobhutnahme zur Verfügung stellen kann – mit Erziehern, die 24 Stunden täglich vor Ort sind. Gleichzeitig erfüllt das Haus noch weitere Anforderungen: es gibt Wohnungen für Mitarbeiter, Appartements für Jugendliche, die aus den Wohngruppen ausziehen, aber auf dem freien Markt erst einmal schwer eine Wohnung finden und Platz für die Verwaltung, die seit vielen Jahren sehr beengt untergebracht ist.

Energie freilassen und Ruhe tanken

Das Gebäude, ja die gesamte Einrichtung ist darauf ausgelegt, viele verschiedene Bedürfnisse unterschiedlichster Charaktere zusammenzubringen und in adäquatem Maße zu berücksichtigen. »Dafür muss es einen Rahmen geben, in dem einerseits Energie freigelassen und andererseits Ruhe getankt werden kann. Ein Ort der das vorhandene Potenzial für die Weiterentwicklung fördert und das negativ Erlebte verdauen lässt«, erklärt Dörle. »Der gestalterische Ansatz der Außenanlagen nimmt Bezug auf diese spannungsvollen Gegebenheiten.«

Ein Ort, an den man sich zurückziehen kann, der Ruhe und Schutz gibt, aber auch ein Platz für Feste und Feiern, für Sport und gemeinsame Unternehmungen – das sollte der Campus vor dem Neubau werden. Bei den Materialien orientierten sich die Landschaftsarchitekten von Dreigrün »an dem, was da ist: Holz, Wasser, Stein, Metall.«


Auf die Balance achten

Wie bei den Gebäuden, von denen einige – allerdings mittlerweile saniert – noch aus den 1960er-Jahren stammen, andere wiederum hochmodern sind, wurde auch im Freiraum auf die Balance zwischen moderner Architektur und gewachsenen Strukturen geachtet. Großzügige Sitzstufen und Hochbeete mit Holzauflagen sorgen für eine hohe Aufenthaltsqualität. Dort kann man alleine oder in der Gruppe sitzen, Ruhe finden oder sich unterhalten.

Die Eichen, die sich auf dem Platz befanden, wurden mit blühenden Stauden in die Hochbeete integriert. Gleichzeitig bietet die Campusmitte viel Raum für Veranstaltungen. »Die dafür notwendige Infrastruktur und Technik wie die Installation einer Festzeltanlage und ein großes Sonnensegel konnten in die Belagsfläche integriert werden«, sagt Dörle.

Individuell und doch einheitlich

Möglich wurde das auch dank des dynamischen ARENA®-Pflasters. Der Landschaftsarchitekt schätzt daran die technischen Eigenschaften wie einfache Verlegung, angenehmes Begehen und gute Haltbarkeit. Außerdem überzeugen ihn die zeitlos natürliche Ästhetik und das dank variierender Steinformate individuelle Fugenbild, das dennoch auf der Gesamtfläche trotz aller Dynamik einheitlich wirkt.

Auch ökologische Anforderungen konnten auf der Fläche erfüllt werden. Die grünen Fugen von ARENA® sorgen für eine optimale Entwässerung des Platzes und die organische Form der Steine ermöglichen effektiven Materialeinsatz. Eingefasst ist die »Campus Mitte« von linear verlaufendem REDOTTO-RC® Pflaster. Der Pflasterstein, in dessen Herstellungsprozess ausgewählter Abbruch- und Restbeton als Zuschlag wiederverwendet werden, schont wertvolle Ressourcen. Die geradlinigen Wege bilden einen wirkungsvollen Kontrast zum lebendigen Flächenbild der Platzmitte. In Kombination mit dem neuen Gebäude und seiner Holzfassade wird beim Waldhaus dem umweltschonenden Bauen Rechnung getragen.

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