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Alfred Kärcher: Weltkulturerbe-Schloss wieder zum Strahlen gebracht

Im Rahmen seines Kultursponsorings hat Kärcher 2020 begonnen, die Hufeisentreppe am Schloss Fontainebleau von jahrhundertealten Ablagerungen zu befreien. Neben Heißwasserhochdruckreinigern in der Dampfstufe kam dabei das Mikropartikelstrahlverfahren zum Einsatz.

Das südlich von Paris gelegene Schloss Fontainebleau zieht als UNESCO-Weltkulturerbestätte im Jahr mehr als eine halbe Millionen Besucher an. An der Hufeisentreppe, bestehend aus Materialien wie Kalkstein, Sandstein und Ziegel, hatten sich über die Zeit hartnäckige Ablagerungen – Staub, Ruß, Kalk und biogener Bewuchs – gebildet.

Nick Heyden, Projektverantwortlicher bei Kärcher, erklärt: »In solchen Fällen setzen wir ausgesprochen materialschonende Techniken ein. Mit der Dampfstufe eines Heißwasser-Hochdruckreinigers konnten wir zunächst Algen, Pilze und Flechten beseitigen. Danach haben wir mit Mikropartikelstrahlgeräten schwarze Verkrustungen und Kalkablagerungen entfernt.« Vor der Reinigung wurde die Treppe mit einem Biozid eingesprüht, um den biologischen Bewuchs abzutöten.


Bei der Beseitigung von Kalkablagerungen unter den Treppenstufen kam das Mikropartikelstrahlverfahren zum Einsatz. »Damit nach dem Einsatz keine Strahlpartikel oder andere Reste zurückbleiben, haben wir den Industrie-Spezialsauger ›IVR 100‹ eingesetzt«, so Heyden. »Auf diese Weise konnten wir auch die hohen Mengen an Strahlmittelrückständen und Schmutz am Boden effizient absaugen.« Das durch die Reinigung entstandene Abwasser wurde durch Feuerwehrsauger des Typs »NT 611 Eco K« aufgenommen und in Tanks geleitet. Da im Mauerwerk potentiell Schwermetalle wie Blei enthalten sein können, wurden sowohl der abgesaugte Schmutz als auch das Abwasser fachgerecht entsorgt. Um sich selbst und andere nicht mit belastetem Material in Berührung zu bringen, hat Kärcher eine Dekontaminationsdusche von »Kärcher Futuretech« aufgestellt.

Grobpartikel und Feinstaub abgesaugt

Die Industriesauger der IVR-Reihe sind laut Kärcher in der Lage, große Mengen an Grobpartikeln und Feinstaub beziehungsweise Gemische aus Grobpartikeln und Flüssigkeiten abzusaugen – beispielsweise in der Metallverarbeitung. Die Sauger seien robust und verfügen je nach Anwendung über einen Elektroantrieb oder über einen Druckluftantrieb ohne bewegte Teile, sodass sie beinahe verschleißfrei arbeiten könnten. Der 100 l fassende Sammelbehälter kann hohe Mengen Sauggut aufnehmen.

Zur Bewältigung großer Mengen Feinstaub wird ein zweifaches System angewandt: Ein zyklonartiger Abscheider entfernt grobe Partikel, bevor ein Taschenfilter die restlichen Verschmutzungen entfernt. Der Filter kann über einen Rüttelhebel gereinigt oder gewaschen werden. Handelt es sich um gesundheitsgefährdende Stäube, so lässt sich ein Polyethylen-Beutel einlegen und nach dem Einsatz entsorgen.   J

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