Was bei einem ersten Rundgang als reduzierter Innenausbau erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als fein orchestriertes Zusammenspiel: Materialien, Linienführung und Farbtöne sind durchgängig aufeinander abgestimmt – bis hin zu den Sockelleisten.
Genau dort kommt »MyDesign by Schlüter-Systems« ins Spiel: Die verwendeten Sockelleisten des Typs »Schlüter-Designbase-SL« wurden in der Farbe Graphitschwarz matt (MGS) exakt in jenem tiefmatten Schwarz pulverbeschichtet, das auch für Türzargen, Laibungen und Beschläge verwendet wurde. Dadurch entsteht ein konsequentes Farbkonzept, bei dem sich funktionale Bauteile wie die Sockelleisten harmonisch in die Architektur integrieren und zur ruhigen, kraftvollen Gesamtwirkung der Innenräume beitragen. Entscheidend dabei: Die Profiltechnik bleibt funktional unberührt – die Individualisierung erfolgt additiv, gestalterisch kontrolliert und vollständig systemkonform.
»Die Farbe war für uns kein Nachgedanke, sondern integraler Bestandteil unserer architektonischen Sprache«, erklärt Norbert Lüneburg, Geschäftsführer von GfG Hoch-Tief-Bau. »Gerade die Sockelleiste übernimmt dabei keine Nebenrolle – sie verstärkt die Materialruhe und unterstützt die visuelle Führung im Raum.«
Drei Technologien für architektonische Handschriften
»MyDesign by Schlüter-Systems« ist kein einzelnes Produkt, sondern ein modulares Gestaltungsangebot, das sich längst auf einen großen Teil des Schlüter-Portfolios erstreckt. Es eröffnet Architekten, Innenarchitekten und Fachplanern neue Freiheiten, um technische Bauteile ästhetisch und konzeptionell in ihre Entwürfe zu integrieren.
Zur Verfügung stehen drei individualisierbare Technologien. Erstens die RAL-Farbbeschichtung: Mit 190 verfügbaren Farbtönen können Profile, Sockelleisten, Bordüren oder Wandablagen exakt auf ein bestehendes Farbkonzept abgestimmt werden – sei es für Ton-in-Ton-Arrangements, CI-basierte Raumlösungen oder bewusst gesetzte Kontraste.
Zweitens erlaubt die Digitaldrucktechnologie, individuelle Motive direkt auf ausgewählte Profile aufzubringen – von natürlichen Texturen wie Holz oder Stein bis hin zu Logos, Mustern oder grafischen Elementen. Und drittens bietet die Lasergravur für das Edelstahl-Entwässerungssystem »Kerdi-Line« die Möglichkeit, Zeichen, Ornamente oder Schriftzüge dauerhaft und präzise einzubringen. Bemerkenswert ist dabei die Flexibilität der Auflagenhöhe: Auch Kleinserien oder Einzelprojekte können realisiert werden – eine Seltenheit in der industriellen Bauteilfertigung. Dadurch entsteht ein neues Maß an Gestaltungsfreiheit für alle, die bei Innenausbauten nicht auf Lösungen von der Stange setzen, sondern die eigene architektonische Handschrift konsequent bis ins Detail fortführen möchten.
»Für viele Architekt:innen ist es heute essenziell, nicht nur funktional zu planen, sondern auch gestalterische Kohärenz im Detail umzusetzen«, erklärt Kora Karstens, regionale Fachberaterin bei Schlüter-Systems. »Mit ›MyDesign‹ geben wir Gestaltern die Möglichkeit, Profile und technische Komponenten exakt in ihren Entwurf zu integrieren – farblich, haptisch und formal. Und das bereits ab kleinsten Mengen, was gerade im hochwertigen Innenausbau enorme Vorteile schafft.«
Sockelleistenprofil als gestalterisches Element
In den Flurbereichen der Villa Pomona kommt mit »Schlüter-Designbase-QD« zudem ein beleuchtetes Sockelleistenprofil zum Einsatz, das Funktionalität und architektonische Lichtführung auf elegante Weise miteinander verbindet. Das Profil aus eloxiertem Aluminium wurde sichtbar auf der Wand montiert und mit LED-Modulen der Serie »Liprotec-ES« ausgestattet. Über austauschbare Diffusorlinsen lassen sich wahlweise lineare Lichtakzente oder flächige, indirekte Beleuchtungen realisieren – je nach gewünschter Raumwirkung. In der Villa wurde gezielt eine zurückhaltende Lichtstimmung erzeugt, die den Flur nicht nur strukturiert, sondern auch eine atmosphärische Grundhelligkeit schafft. Die Lichtleiste übernimmt dabei die Aufgabe subtiler Raumführung und dient zugleich als Orientierungs- sowie gestalterisches Element.
Für Architekten besonders relevant ist die Systemverträglichkeit: Die LED-Komponenten sind wartungsfreundlich, modular aufgebaut und für den dauerhaften Einsatz im Innenraum konzipiert. So wird aus einer Sockelleiste mehr als ein funktionales Bauteil – sie wird Teil eines ganzheitlichen Raumkonzepts, in dem Licht, Materialität und Architektur präzise aufeinander abgestimmt sind.
Planungssicherheit und Individualität schließen sich nicht aus
Im Fall der Villa Pomona wurde die Sockelleiste nicht nur als visuelles Element genutzt, sondern auch bewusst zum »Showcase« für anspruchsvolle Kunden gemacht. Der Bauherr, selbst Bauträger für hochwertige Architektenhäuser, nutzt die Ausstattung als Referenz für potenzielle Bauherren: »Viele unserer Kunden suchen Lösungen, die jenseits des Standards liegen. Die Möglichkeit, Farben exakt abzustimmen – sogar bis hin zu den Verbindungselementen –, wirkt da fast schon wie ein Türöffner«, erläutert der zweite Geschäftsführer der GfG, Jan Hendrik Bestmann. Für Planer bedeutet das: Farbe wird zur integrierten Designebene. Was lange Zeit nur mit Sonderlösungen oder nachträglicher Lackierung zu realisieren war, ist nun systemintegriert verfügbar – inklusive technischer Beratung und farbverbindlicher Muster.
Einladung an alle, die Räume konsequent denken
Die gestalterische Wirkung von Farbe in der Architektur ist unbestritten – und doch wird sie im Bereich der technischen Bauteile oft übersehen. »MyDesign by Schlüter-Systems« hebt diesen Widerspruch auf. Indem Profile, Leisten und Zubehör farblich vollständig integrierbar werden, entstehen neue Freiheiten für Entwurf und Ausführung. Das Angebot ist kein Nischenprodukt – es ist eine Einladung an alle Architekten, die Innenräume als Systemleistung verstehen.
Gerade in Projekten, in denen CI-Farben, kontrastierende Materialien oder spezifische Gestaltungskonzepte gefragt sind, bietet »MyDesign« ein produktives Gegengewicht zur Norm. Und damit genau das, was Innenarchitektur heute verlangt: Individualisierung mit System – und ohne Kompromisse.🔖