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ROCKWOOL: Alt gegen neu am 4. Tag

Komplettdachsanierung bauherrenfreundlich

Als der Zimmerermeister Michael Stark 2004 für seine Familie ein Einfamilienhaus aufstocken und ausbauen wollte, erprobte er zum ersten Mal eine wenig verbreitete Form der Dachsanierung. Inzwischen begeistern er und sein Zwillingsbruder Andreas im Rahmen ihrer gemeinsamen Tischlerei/Zimmerei mit eben dieser Art der Vorgehensweise auch andere Familien.

Auf einer freien Fläche neben dem bereits bewohnten Gebäude fertigten die Brüder Stark damals zunächst am Boden einen kompletten Dachstuhl samt Dämmung und Dichtbahn. Erst als das regendichte neue Dach fertiggestellt war, bauten die beiden Handwerker den alten Dachstuhl vollständig zurück. Der neue wurde mit einem Kranhub auf das eingeschossige Gebäude gehoben, das auf diese Weise sofort wieder gegen Wind und Wetter geschützt war. „Danach konnten wir in Ruhe je nach Wetterlage am Innenausbau arbeiten oder außen die Dachziegel montieren“, erinnert sich Michael Stark. „Leider kannten wir damals noch nicht das ‚Meisterdach‘ von ROCKWOOL.“

Sicheres System für den Neubau

Bedauerlich finden die Brüder Stark das deshalb, weil sie heute vollkommen von den Vorzügen des Dämmstoffs Steinwolle überzeugt sind. Nichtbrennbar, diffusionsfähig, als Zwischen- und Aufsparrendämmung kombiniert mit hochwertigen Folien und optimalen Befestigungsmitteln aus dem sogenannten „Meisterdach“ System. „Das lässt sich alles super verarbeiten und passt aus unserer Sicht perfekt zum Holzbau“, findet Stark. Bevorzugt arbeiten er und sein Bruder mit der vom Hersteller als „Neubauvariante mit innenliegender Dampfbremse“ bezeichneten Lösung. Auf den Sparren werden hierbei „Masterrock“ Dämmplatten mit aufkaschierter Dichtbahn und einer Konterlattung montiert. Zwischen den Dachsparren wird mit „Klemmrock“ gedämmt und darunter die Dampfbremsfolie eingebaut, auf der die Unterkonstruktion für eine raumseitige Beplankung verschraubt wird.

Begeistert nach dem „Selbstversuch“

Dass die beiden Brüder inzwischen schon zweimal den Auftrag erhielten, das Schrägdach eines Wohnhauses auf ihre Art zu erneuern, verwundert nicht. „Da ich ja selbst seit 14 Jahren sehr gut unter einem ebenso ausgeführten Dach lebe, kann ich natürlich zu jeder Frage eines Bauherrn genaue Auskunft geben“, erklärt Stark. „Und obendrein sind mein Bruder und ich inzwischen Fachmänner für das ROCKWOOL ‚Meisterdach‘, was wir nicht zuletzt mit einem sehr zügigen Bauablauf unter Beweis stellen.“

Viel beachtet in der Nachbarschaft

„Zügig“ folgte deshalb dem zweiten auch der dritte Komplettdachbau. Kaum war das erste Dach im Kundenauftrag per Kran aufs Dach gehoben, da stand auch schon die nächste Bauherrenschaft vor der Tür. „Man hat damals natürlich in der ganzen Gegend über unser Projekt gesprochen“, schmunzelt Stark. Und in der unmittelbaren Nachbarschaft hatte gerade eine Familie entschieden, dass das Haus der Großelterngeneration ausgebaut werden solle, damit dort drei Generationen dauerhaft ihr neues Heim finden können. „Als diese Familie sah, wie angenehm unsere Dachsanierung für die Bewohner vonstatten ging, war die Begeisterung groß.“


Neuer Wohnraum

Die Brüder Stark entwarfen kurzerhand auch mit dieser Familie ein neues Obergeschoss. Indem das Steildach um 50 cm höher gesetzt und eine große Gaube ergänzt wurden, entstanden mehr als 100 m2 Wohnfläche im bis dato kaum genutzten Raum unterm Dach. Auch hier wurde der gesamte Dachstuhl zunächst neben dem Haus errichtet und gedämmt. „Das spart natürlich viel Zeit und Geld“, sagt Michael Stark, „denn wir brauchen nur einmal einen Kran, nämlich erst dann, wenn das Dach wetterfest abgedichtet und gedämmt ist. Alle Teilbereiche des neuen Daches lassen sich während der Errichtung vom Boden aus bequem erreichen. Und nicht zu unterschätzen ist natürlich der zentrale Vorteil: In den drei Wochen, in denen der Dachstuhl errichtet und gedämmt wird, kann im Bestandsgebäude ganz normal gelebt werden.“

Wetterfeste Lösung

Wieder schafften es die Brüder Stark, das alte Dach zu zweit innerhalb von drei Tagen zurückzubauen und pünktlich zum definierten Stichtag die aufnehmende Holzkonstruktion aus neuer Bodenkonstruktion und lotrechter Außenwand herzustellen. Die alte Balkenlage hatten sie komplett entfernt und im Bereich der Außenwände einen neuen Drempel aus Brettschichtholz gebaut. Die Drempelhöhe beträgt 80 cm. Bei einer Dachneigung von 50° entstanden so rund 100 m² vollwertige Wohnfläche. Dazu tragen auch zwei Schleppgauben mit einer Neigung von 36,3° bei.

Auf der obersten Geschossdecke des Altbaus, die aus Stampflehm gefertigt wurde, verlegten die Brüder in der Mitte Balken aus LVA-Hölzern, auf denen mit OSB-Platten ein neuer egalisierter Boden geschaffen wurde. „Eine Kombination, in der alt und neu perfekt zusammenwirken, was den Schall- und Wärmeschutz angeht“, ist Stark überzeugt.

Innenausbau und Dacheindeckung

Nachdem das neue Dach aufgesetzt worden war, begannen die Profis mit dem Innenausbau. Zwischen den Sparren wurde nun mit 140 mm „Klemmrock“ gedämmt und mit der Dampfbremse „RockTect INTELLO climate Plus“ die Konstruktion gegen schädliche Tauwasserbildung gesichert. Diese Folie arbeitet nach dem Prinzip einer klimagesteuerten Membran, sorgt gleichermaßen für ein gesundes Raumklima und Bauschadensfreiheit. Im Winter dichtet die Dampfbremse gegen eindringende Nässe ab, im Sommer wird die Molekularstruktur der Folie offener und ermöglicht eine sichere Austrocknung eingeschlossener Feuchte. Bei der luftdichten Verarbeitung half das ROCKWOOL Luftdichtsystem „RockTect“. Dieses umfasst neben unterschiedlichen Dampfbremsen optimal aufeinander abgestimmte Produkte wie Klebebänder und Dichtkleber für Übergänge und Bauteilanschlüsse.

Starkes Duo: Auf- und Zwischensparrendämmung

Auf die Sparren waren bereits am Boden 120 mm „Masterrock“ Dämmplatten geschraubt worden. „Unsere Bauherren erhalten also ein mit dem ‚Meisterdach‘ System top gedämmtes Dach und insgesamt 260 mm Steinwolle-Dämmung zwischen und auf den Sparren“, freut sich Stark. Den „Klemmrock“ Dämmfilz nutzten er und sein Bruder auch, um den neu geschaffenen Drempel und die beiden Giebel des Daches zu dämmen. Verlegt wurden hier zwei Lagen von je 140 mm, verkleidet mit einer Deckelschalung aus Lärchenholz.

Wann sie diese Art der Dachsanierung auch in Zukunft einem Bauherrn empfehlen werden? Die Brüder sind sich einig: „Im Grunde immer dann, wenn es um die Sanierung eines bewohnten ein- oder maximal zweigeschossigen Hauses mit Schrägdach geht. Und wenn vor, hinter oder neben diesem Haus ein ausreichend großes Grundstück zur Verfügung steht, auf dem der neue Dachstuhl Platz findet. Sind diese Voraussetzungen gegeben, dann ist aus unserer Sicht keine effizientere und bauherrenfreundlichere Variante der Dachsanierung denkbar.“

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