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REGEL: Lüften spielt im Denkmalschutz eine wichtige Rolle

Ist bei einem denkmalgeschützten Gebäude im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen ein Tausch der Fenster erforderlich, ist einiges zu beachten. Dass die historische Gestaltung, sprich Material, Form oder auch Optik erhalten bleiben muss, ist klar. Aber auch das Gebäudeenergiegesetz mit den Themen Dichtigkeit und Wärmeschutz spielt eine Rolle. Was das für die Lüftung bedeutet, erläutert Jan Sehlmann, Geschäftsführer der Sehlmann Fensterbau. Für ausgeklügelte Lüftungskonzepte nutzt er gern Produkte der Firma Regel-air.

Zumeist werden im Denkmalschutz Holzfenster ausgetauscht. »Ein Holzfenster ist ein Spitzenprodukt«, sagt Jan Sehlmann, und erinnert gleich an einen weiteren, heute immer wichtigeren Aspekt: »Das ist gelebte Nachhaltigkeit. Das will der Kunde heute auch haben.« Im Hamburger Raum darf das Unternehmen häufig auch Bausünden aus der Vergangenheit korrigieren. Bausünden aus einer Zeit, als es lediglich darum ging, dass die Fenster dicht sind, Optik oder Anforderungen an das Material keine Rolle spielten. So landeten in manchem denkmalgeschützten Gebäude auch Fenster, deren Material nicht zur Historie passen. »Besonders gerne bauen wir aus so alten schönen Bauten Kunststofffenster aus und schicke Holzfenster wieder ein. Da haben wir besondere Freude dran.«

Doch mit einem Fenstertausch ändert sich häufig auch das Raumklima. Damit weiterhin ein ausreichender Luftaustausch gegeben ist, um verbrauchte oder gar feuchte Luft aus dem Gebäude zu leiten, wird üblicherweise ein Lüftungskonzept erstellt. »Wir werden da schon sehr oft um ein Lüftungskonzept gebeten« berichtet der Geschäftsführer, »Wenn wir die erstellen, greifen wir gerne auf die Unterstützung der Firma Regel-air zurück, die dazu ja ein passendes Tool und entsprechende Beratung anbietet. Die von uns dann vorgelegten Konzepte werden in 95 Prozent der Fälle durchgewunken.«

Besonders auf die Optik kommt es an

Das aktuell omnipräsente Thema Lüften spielt also auch im Denkmalschutz eine wichtige Rolle. »Das ist ja aktuell in aller Munde, bei all den Aerosolen, die wir so in der Luft haben. Meist kann man da natürlich prima mit einem normalen Drehkippbeschlag arbeiten«, sagt Sehlmann. Schwieriger werde es dann, wenn automatische Lüftungsanwendungen gefragt sind, die nicht gesehen werden sollen. »Da bauen wir dann regelmäßig Fensterfalzlüfter von Regel-air ein«, sagt Sehlmann, »die werden von den Kunden auch gerne angenommen, weil sie versteckt in dem Falz liegen.« Im Vordergrund stehe für den Kunden, dass sein schönes Holzfenster durch den Fensterfalzlüfter eben nicht »zerstört« wird. »Wenn sie schicke Fenster verkaufen, die Elbe rauf und runter, um die Alster herum, da will kein Kunde ein Lüftungssystem irgendwo aufgeschraubt bekommen. Da kommt der unsichtbare Fensterfalzlüfter natürlich immer gut an und wird wirklich gerne genommen.«


Praktische Vorteile ausschöpfen

Während für den Kunden ganz klar die Optik im Vordergrund steht, die durch das Lüftungssystem nicht eingeschränkt werden soll, bietet Sehlmann der Fensterfalzlüfter auch praktische Vorteile. »Wir können den hier bei der Produktion im Durchlauf gleich einfräsen lassen, das ist alles programmiert«, so der Geschäftsführer. Keine Probleme mit irgendwelchen Anschlüssen oder Dichtungen, die Maße stehen fest und dann passt der Lüfter: »Einfach, ohne Schnickschnack, aber wirkungsvoll. Regel-air hat eine gesunde Hemdsärmeligkeit, die hervorragend zu uns passt.« Selbst ein erhöhter Frischluftaustausch könne mit den Falzlüftern umgesetzt werden. Dazu werden einfach zwei Falzlüfter in das Fenster eingebaut. Ist da wegen diverser Funktionsbeschläge im Profil oben in der Horizontalen nicht ausreichend Platz, bieten die Lüfter von Regel-air auch die Möglichkeit, sie vertikal an der Seite einzusetzen.

Gerade im Denkmalschutz sei der Fensterfalzlüfter gefragt. »Weil er sich unsichtbar einbauen lässt, stört er die historische Optik nicht«, nennt Sehlmann einen wichtigen Grund. Dass überhaupt im Denkmalschutz für Lüftung gesorgt werden muss, liegt an den Sanierungsmaßnahmen selbst. »Dabei werden die Bauten von innen her total dicht gemacht«, erklärt er, dass sanierte Gebäude nichts mehr gemein haben mit einem zugigen Altbau. »Die sehen zwar noch alt und ehrwürdig aus, sind aber auf den neusten Stand der Technik gebracht und damit innen quasi luftdicht.«

Und dann werden eben auch noch luftdichte Fenster eingebaut. Um da einen notwendigen Luftaustausch zu erzielen, »schneiden wir ein Stück von der Dichtung raus und bauen einen Fensterlüfter von Regel-air ein«, schildert Sehlmann das Prozedere. Insbesondere in sanierten denkmalgeschützten Gebäuden, die eben selten oder gar nicht aktiv gelüftet werden, mache eine solche nutzerunabhängige Lüftung mit Fensterfalzlüftern Sinn.    J

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