Rathscheck: Modern-reduzierter Stil mit hochwertigem Schieferdach

Für die Architektur eines Ferienhauses in Bertikow in der Uckermark orientierten sich die Bauherren an der Form traditioneller Scheunen in der Umgebung. Der nachhaltige Neubau wurde mit einer dunkelgrauen Holzfassade ausgestattet, für das Dach wählte man eine Systemdeckung aus Schiefer von Rathscheck.

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Kennzeichnend für den Neubau ist die Vorliebe für Naturbaustoffe, für handwerkliche Präzision und für zeitgemäße Architektur. In weitgehender Eigenleistung haben die beiden Bauherren Marius Bell und Kasia Swiezak ein individuell gestaltetes Haus in archaisch-reduzierter Architektursprache geschaffen, das sich trotz seiner Modernität harmonisch in die umgebende Bebauung einfügt. Ganz wichtig war den Bauherren eine nachhaltige Architektur mit reduziertem Energieverbrauch. Ein zentraler Baustein dazu ist die integrierte Wärmepumpe. Ebenfalls aus Gründen der Nachhaltigkeit fiel frühzeitig die Entscheidung, neben der dunkelgrauen Holzfassade auch Schiefer als Material für die insgesamt 220 m2 großen, jeweils um 45° Grad geneigten Dachflächen zu verwenden: »Denn Schiefer ist ein natürlicher Werkstoff, der gleichzeitig durch eine hohe Langlebigkeit und durch seine ansprechende Optik überzeugt«, so die Bauherren.

Die beiden Dachstühle des Hauses wurden mit 20 cm dicken Sparren errichtet, direkt darüber wurden eine Mineralwoll-­dämmung, eine vier cm dicke Weichfaserplatte, eine 4 cm dicke Konterlattung sowie eine Schalung aufgebracht. Die anschließende Schieferdeckung erfolgte durch den Dachdeckerbetrieb Gehrke aus dem nahe gelegenen Prenzlau. Die Verwendung der Systemdeckung von Rathscheck Schiefer stand dabei bereits im Vorfeld fest. Das Unternehmen mit Sitz in Mayen in der Eifel zählt zu den führenden Schieferproduzenten weltweit und besitzt im spanischen Galicien eigene hochwertige Vorkommen.


Systemdeckung mit rechteckigen Schiefersteinen

Die neue Systemdeckung des Herstellers setzt sich zusammen aus Tragprofilen und wasserführenden Verbindungselementen, die eine Rechteckdeckung mit Schiefer effizienter, einfacher und kostengünstiger machen. Das Ergebnis: Obwohl die Handwerker aus Prenzlau bislang noch nicht mit dem Werkstoff Schiefer gearbeitet hatten, konnten die beiden Dächer des Scheunenhauses in kurzer Zeit eingedeckt werden. Denn nach der Montage des Schienensystems mit Tragprofilen und wasserführenden Verbindern brauchten die rechteckigen, jeweils 40 x 40 cm großen Schiefersteine nur noch mit zwei Edelstahlhaken sturmfest fixiert zu werden. Anfallendes Wasser wird dabei ganz einfach abgeleitet, sodass seitliche Überdeckungen der Steine nicht mehr nötig sind.

Im Rahmen der Umsetzung wurden die rechteckigen Decksteine der Rathscheck-Marke »InterSIN« im halben Verband angeordnet. Zusätzlich betont wird der geradlinige Eindruck durch die anthrazitfarbenen Profile im Übergang zu den Giebeln. Spezielle Detailarbeiten waren außerdem im Bereich der insgesamt acht Dachluken erforderlich. Oberhalb der Fenster mussten die Schiefersteine speziell zugeschnitten werden, für einen optimierten Schutz gegen Feuchtigkeit wurde außerdem rings um die Fenster eine zweilagige Bitumenabdichtung umgesetzt. Im Zusammenspiel ist eine hochwertige Dacheindeckung gelungen, die mit ihrem klaren Fugenbild auf den ersten Blick den modern-reduzierten Charakter der Architektur unterstreicht und die sich damit perfekt in das Gestaltungskonzept der Bauherren einfügt: »Das Schieferdach passt mit seinem modernen linearen Design perfekt zur Architektur des Hauses, alles ist sehr harmonisch, die optische Wertigkeit wird extrem gesteigert«, resümieren die Bauherren Marius Bell und Kasia ­Swiezak. »Und wenn wir wollen, dann lassen sich auch noch im Nachhinein leistungsfähige Photovoltaik-­Elemente bündig und ohne großen Aufwand integrieren. Dazu müssen dann einfach nur einzelne Schiefersteine durch 120 cm lange und 40 cm breite Solarpaneele ersetzt werden.«   J

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Rathscheck Schiefer und Dach-Systeme - ZN der Wilh. Werhahn KG Neuss

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