Neuheit: WPC aus Akazienholz – »Die Natürliche« Akazie Von den Savannen Namibias auf heimische Terrassen

»Erstmals gelang die Herstellung von WPC aus Akazienholz dank einem Technologietransfer zwischen Deutschland und Namibia«

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: NATURinFORM

Der deutsche WPC-Spezialist Naturinform kooperiert mit dem namibianischen WPC-Hersteller Acacia-Composites. Beim Aufbau einer neuen Fertigung für Produkte aus Holzfaserverbundwerkstoff, einem neuartigen Hochleistungsmaterial, das sich laut Naturinform weltweit wachsender Beliebtheit erfreut, hat das nordbayerische Unternehmen maßgeblich mitgewirkt. Im November 2023 wurden die ersten Prototypen der neuen Dielengeneration in der Nähe von Windhoek produziert. Horst Walther, geschäftsführender Gesellschafter der Naturinform GmbH, bestätigt: »Beide Unternehmen profitieren von dieser Kooperation. Wir haben unser Technologiewissen gerne bereitgestellt und unsere Partner unter anderem bei der Auswahl der Fertigungstechnik unterstützt. Gleichzeitig konnten wir dadurch die Eigenschaften eines neuen Rohstoffes testen. Wir sind immer auf der Suche nach Alternativen zu Holz, das wir aktuell in Form von upgecycelten Holzfasern für unsere Terrassen-Dielen und Fassaden-Profilen sowie für Produkte mit anderen Anwendungen im Außenbereich verwenden. Zwar handelt es sich bei Holz um ein nachwachsendes Naturprodukt, doch der Markt für diese Ressource ist stark umkämpft. Denn wir stehen hier mit vielen weiteren Industrien, u. a. mit den Pellet-Herstellern, in Konkurrenz um diesen Rohstoff.« Heinrich Unland, Geschäftsführer von Acacia Composites, freut sich: »Wir sind unserem deutschen Partnerunternehmen Naturinform sehr dankbar für den Wissenstransfer zur Produktionstechnik und zu den Produkteigenschaften. So ist es uns gelungen, in Namibia in nur wenigen Monaten eine Fertigung für Holzfaserverbundwerkstoff aufzubauen, mit der wir deutsche Produktionsstandards erreichen. Gleichzeitig bleibt jedoch die Wertschöpfung komplett im Land.«


Hauptabsatzmarkt Südafrika

Hauptabsatzgebiet für die Dielen aus Akazienholz in Verbindung mit einem thermoplastischen Polymer ist bislang Südafrika. Doch aufgrund der hohen Qualität ist laut Naturinform auch Deutschland ein interessanter Absatzmarkt. Dafür hat der WPC-Spezialist aus Nordbayern eine eigene Oberfläche entwickelt und unter dem Produktnamen »Die Natürliche Akazie« in den Brauntönen »Savanna« und »Kalahari« in sein Sortiment aufgenommen. Diese Dielen können über alle Fachhandelspartner von Naturinform bezogen werden und ergänzen das Sortiment des auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmens, das mit einem eigenen Kreislaufsystem arbeitet und das Material nach Ende des Nutzungszweckes wieder zurücknimmt, um daraus neue Produkte herstellzustellen. Die Dielen sind in den Längen von 5 und 6 m verfügbar, für die Verlegung steht das gesamte Zubehör von Naturinform zur Verfügung.

Namibias Tierwelt profitiert

Statt weitläufiger, offener Savannen haben sich im Zuge der Kolonisation und damit veränderten Bewirtschaftung des Landes vor allem in der nördlichen Hälfte Namibias, das etwa 2,5-mal so groß wie Deutschland ist, dichte Akazienbuschwälder ausgebreitet, die zu einer Verbuschung der Landschaft geführt haben. »Früher hat die ursprüngliche Tierwelt des afrikanischen Landes für den natürlichen Einhalt dieser Pflanzen gesorgt. Nun versuchen Farmer und Landeigentümer, wo finanziell möglich, den invasiven Busch mit viel Aufwand zu roden. Das Hartholz der Pflanzen eignet sich jedoch sehr gut für die Verwendung für Holzverbundwerkstoff, der landläufig unter dem Begriff WPC, also Wood Plastic Composite bekannt ist«, erklärt Heinrich Unland und freut sich über einen doppelten Effekt: »Mit der Zurückdrängung der Buschflächen erreichen wir auch, dass sich die traditionelle Tierwelt Namibias ihren Lebensraum stückweise zurückerobern kann. Dazu zählen auch die eleganten Geparde, die als Savannentiere offene Savannen zur Jagd benötigen, aber durch die wuchernden Akazienbüsche ausgebremst werden, da sie dadurch ihre Schnelligkeit nicht einsetzen können.«

 

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