Naturbo Lehmputz Trockenbausysteme Ökologisch heizen und kühlen mit dem Sandwichsystem

Das nachhaltige Gewerbeprojekt »Autarkia Green World Business Park« in Gronau (Münsterland) wurde mit dem Lehmputz-Deckenheizsystem von Naturbo ausgestattet. Die Kombination aus Holz und Lehm passt zur Philosophie des Autarkia-Verbunds, der als Veranstalter seiner »Green World Tour«-Messen Nachhaltigkeit zum Mainstream machen will.

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Naturbo

Entstanden ist das Baukonzept nach dem Motto »Nachhaltigkeit für alle!« – so will der Autarkia-Verbund über seine Angebote den Zugang zu nachhaltigen Produkten, Dienstleistungen, Technologien und Konzepten erleichtern und ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes unternehmerisches Handeln fördern. In diesem Sinne hat sich auch Bauherr und Autarkia-Geschäftsführer Michael Lülf auf diversen Messen wie der BAU in München über ökologische Innovationen für sein Bauprojekt informiert.

Bei seiner Recherche stieß Lülf auf das Lehmputz-Deckenheizsystem von Naturbo. Holz und Lehm sind in der ökologischen Bauweise eine ideale Kombination, insbesondere im Innenausbau. Beide Materialien sind diffusionsoffen und können Feuchtigkeit puffern und wieder abgeben. Durch seine geringere Ausgleichsfeuchte hat Lehm darüber hinaus eine dauerhaft schützende Wirkung für die Holzkonstruktion. Die Lehmoberfläche ist atmungsaktiv und absorbiert Gerüche und Schadstoffe. Durch ihre Masse dämpft sie Schwingungen und verbessert so den Schallschutz im Holzbau. Außerdem wirken Lehmoberflächen brandhemmend und sorgen mit ihren feuchteregulierenden Eigenschaften für ein angenehmes Raumklima. 

Die Decken im Autarkia-Gebäude sind wie die Wände aus massiven CLT-Elementen hergestellt. Daher empfahl sich eine Trockenbauweise, zumal das Sandwichsystem von Naturbo mit der integrierten Holzweichfaserplatte und dem Lehmputz eine in allen Aspekten bauphysikalisch gelungene Lösung versprach. Das gilt vor allem für die Kühlfunktion, denn durch den starken Feuchtepuffer der Lehmschichten kann die Raumtemperatur problemlos abgesenkt werden, ohne dass die Luftfeuchtigkeit ansteigt.

All-in-One-Sandwichbauweise – leicht und effizient

Basis des Naturbo-Trockenbau-Systems ist eine 17 mm starke Holzweichfaserplatte als Trägerplatte mit einer dünnen, 3 mm starken Putzschicht und einem Armierungsgewebe auf der Rückseite. Auf der Vorderseite sind in einer weiteren Lehmputzschicht die Heiz-Kühl-Rohre eingelassen. Diese sind fast vollständig von dem Lehmputz ummantelt und werden nach der Montage nochmals mit 2 mm Putzfinish überdeckt. Die 15 mm reine Lehmputzschicht an der Oberfläche sorgt für einen perfekten Feuchteausgleich. Die integrierte Holzweichfaser dient als thermische Trennung und sorgt damit für eine hohe Effizienz. Die Naturbo-Platten haben eine gut montierbare Größe von 625 x 1250 mm und wiegen bei 30 mm Dicke rund 21 kg.

Im Autarkia Green World Business Park wurden fast 1 000 m² Deckenfläche in den Büroräumen, im Treppenhaus und auf den Fluren in ein Zwei-Wege-System für Heizen und Kühlen integriert. In der Übergangszeit versorgt eine Lüftungsanlage die Räume mit wohltemperierter Frischluft. Im Winter und Sommer wird die Deckenheizung bzw. -kühlung dazugeschaltet. Das Naturbo-System überträgt die Wärme fast ausschließlich durch Wärmestrahlung. Dies steigert die Energieeffizienz, optimiert den Wirkungsgrad der Wärmepumpe und sorgt für schnelle Reaktionszeiten und eine gesunde, stressmindernde Wärme. Kühlen kann das System ohne Zugluft, ohne Geräusche und mit sehr geringem Energieinput. »Nur über die Lüftung zu heizen und zu kühlen, hätte für das Gebäude nicht ausgereicht. Nur über die Decken zu heizen, hätte das Belüftungsproblem nicht gelöst.


So ergänzen sich die beiden Systeme im Betrieb zu einem vollkommenen Ganzen«, erklärt Michael Lülf das Konzept. Naturbo erstellte eine maßgeschneiderte Werkplanung für die Deckenheizung. Auf Basis der Heiz- und Kühllastberechnung des TGA-Planers berechnete man die Anzahl der Heizkreise und lieferte für jeden Raum einen detaillierten Verlegeplan inklusive Materialliste. In Abstimmung mit dem Heizungsbauer und der Lüftungsplanung gelang so eine optimale Leitungsführung. Die vorkonfektionierten Deckenelemente wurden streng nach der Verlegevorgabe direkt auf die CLT-Unterdecke geschraubt. Häufig wird eine Unterkonstruktion mit Lattung für die Leitungsführung genutzt. »Das wird je nach Projekt entschieden. Im Green Business Park waren jedoch die Leitungen für die Lüftungsanlage bereits verkoffert und wir konnten unsere Leitungen darin verziehen. Daher haben wir hier auf eine Unterlattung verzichtet«, erinnert sich Michel Weihele, Geschäftsführer von Naturbo. Nach dem Anschluss an die Heizkreisverteilung bzw. die Lüftungsleitungen wurden die Deckenplatten verspachtelt und mit dem weißen Lehmputzfinish zu einer homogenen Fläche glatt gestrichen. 

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