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Lösungen von Ardex für die Therme Lindau

Die Therme Lindau lädt mit großzügigen Innen- und Außenbereichen mit über 20 Becken zum Baden und Erholen ein: Vom Tauchbecken über das 50-m-Schwimmbecken bis hin zum Solebecken soll die Therme größte Abwechslung bieten. Abgerundet werde das Freizeitvergnügen durch Themen-Saunen und Restaurants.

So großartig wie die Gestaltung der Therme und der Ausblick, so groß waren auch die Herausforderungen an die Fliesenleger. „Wie bei jedem Schwimmbad dreht sich in erster Linie alles um die Dichtigkeit“, erklärt Fliesenlegermeister Christoph Reiser von der Reiser GmbH aus Bad Saulgau. „Das zieht sich von den Becken bis zur Duschanlage durch.“ Dazu kommen die vielen Besonderheiten und Details: Das Solebecken mit dem aggressiven Wasser, das Sportschwimmbecken aus Edelstahl, die Wasserbars und die Fliesen im Format 30 x 60 cm. Nicht zu vergessen die vielen Mosaikfliesen. Die haben wir zum Teil in organischen Formen gelegt.“

Entscheidungen direkt vor Ort

Scheinbar schwebend: Blickt man über das große Becken hinweg durch die Glasfront nach draußen, verbindet sich die Wasseroberfläche mit dem Bodensee. Die Wirkung sei wie bei einem Infinity Pool. Bevor sich die Elemente so scheinbar schwerelos zusammenfügen, musste die Beckenumrandung aus Naturstein exakt eingebaut werden. „Meine Mitarbeiter haben das vor Ort vermessen und aufgezeichnet – und dann so herstellen lassen, damit die Randstücke wie bei einem Puzzle ineinandergreifen“, so Reiser weiter.

Bewegung berücksichtigen

Nicht ganz „ohne“ sei auch der Fliesenanschluss an das große Edelstahlbecken gewesen. Denn im Gegensatz zu Zementbecken bewege sich der Edelstahl leicht. Dieser Spezialfall war einer der Gründe, warum die Mitarbeiter von Ardex die Baustelle regelmäßig besucht haben. „Wir waren immer wieder mit unseren Spezialisten dort, um die Anforderungen zu besprechen“, so Ardex-Gebietsleiter Jochen Polonyi. „So konnten wir uns ein Bild von der Lage machen und in Zusammenarbeit mit unserer Anwendungstechnik und dem Forschungs- und Entwicklungszentrum in Witten individuelle Lösungen vorschlagen.“

So wurde auch das Vorgehen beim Edelstahlbecken erarbeitet: Die Handwerker haben zunächst den Edelstahlrand entfettet und die Dichtbahn mit der hochbelastbaren Dichtmasse Ardex S2-K PU verklebt. Der angrenzende Estrichrand wurde mit dem standfesten Außenspachtel Ardex A 46 sauber beigespachtelt, damit der Umlauf bündig mit der Edelstahlkante abschließt. Danach wurden die Aussparungen mit Epoxidharz weiter angedichtet und mit Dichtband überklebt. Damit konnten die Fliesenleger den Beckenumlauf weiter sauber abdichten, so Ardex.


Die Dichtbahn wurde hier auf ungewöhnliche Art verarbeitet. „Die Bahn wurde in 50 cm breite Streifen geschnitten – über die ganze Bahnenlänge hinweg. So gab es keine Stöße oder Überlappungen und es musste nichts angestückelt werden“, erläutert Sven Brändlein, Systemspezialist Fliese in der Anwendungstechnik bei Ardex.

Abdichten ohne Absanden

Ein besonderes Highlight der Therme sei das Solebecken – und gleichzeitig eine weitere Herausforderung an die Abdichtung. Denn diese muss gegen die Mineralien und Salze beständig sein. Auch hier konnten die Fliesenleger mit der hochbelastbaren Abdichtung Ardex S2-K PU arbeiten. „Wir sind von der Qualität absolut begeistert“, sagt Fliesenlegermeister Reiser. „Vor allem, dass man nicht Absanden muss, ist ein Riesenvorteil. Damit haben wir Arbeitszeit gespart und brauchten auch keinen übrig gebliebenen Sand zu entsorgen.“

Im Solebecken wie auch in allen anderen Nassbereichen kam der Epoxikleber Ardex WA zum Einsatz. Er sei besonders geeignet für Bereiche, in denen hohe chemische oder mechanische Belastungen auftreten wie beispielsweise in Schwimm- und Heilbädern. Die Schwallwasserbehälter wurden mit der flexiblen Dichtschlämme Ardex S7 Plus abgedichtet. Der Vorteil: Die Konsistenz könne variabel eingestellt werden. So konnte die Verbundabdichtung maschinell an Decken und Wände in den Schwallwasserbehältern gespritzt werden. „Meinen Mitarbeitern war es wichtig, dass sie das Material nicht händisch auftragen brauchen“, so Reiser.

Meter machen am Bodensee

Insgesamt galt es, 12.000 qm Fliesen und Mosaik zu verlegen. Organische Formen bei den Mosaiken, Gehrungsschnitte der Fliesen für die Punktabläufe der Duschen: Die filigranen Handarbeiten brauchen ihre Zeit. Gut, dass die Abdichtung mit Ardex S8 Flow dafür besonders effizient ausgeführt werden konnte, so das Unternehmen. Die selbstverlaufende Abdichtung habe man speziell für große Flächen wie in der Therme Lindau entwickelt. Denn die Handwerker können die Abdichtung im Stehen mit dem Rakel aufziehen und müssen dazu nicht auf die Knie gehen. „Meine Mitarbeiter wollen unbedingt mit Ardex S8 FLOW arbeiten und fragen immer danach“, sagt Fliesenprofi Reiser. „Es lässt sich einfach gut verarbeiten, und es geht schneller voran.“ Zur Abdichtung und um den Untergrund für die Fliesen im Format 30 x 60 cm zu nivellieren, wurde Ardex S8 Flow in zwei Schichten aufgetragen.

Ideen sofort umgesetzt

Während der Bauphase kam es immer wieder zu Änderungen und Ergänzungen. Wie das Badehaus, das zusätzlich errichtet wurde. „Wir hatten das volle Vertrauen des Architekten. Wenn er eine zusätzliche Idee hatte, haben wir das möglich gemacht“, so Reiser. Alle Ummauerungen der Saunaöfen sollten mit Feinsteinzeugfliesen bekleidet werden. „Da kam es dann darauf an, dass der Fliesenkleber auch hitzebeständig ist.“ Daher kam ARDEX X 77 zum Einsatz. Denn der faserarmierte MICROTEC Flexkleber ist ideal zum Kleben von Fliesen aus Steingut, Steinzeug und Feinsteinzeug, Beton- und Naturwerksteinplatten geeignet.

Bereit für die Badegäste

Nach 16 Monaten Arbeit mit im Schnitt 15 Mitarbeitern freut sich Christoph Reiser über das Ergebnis. „Es war ein tolles Miteinander auf der Baustelle. Jeder hat seinen Teil beigetragen.“ Seit dem Sommer 2021 ist die Therme für Besucher geöffnet.

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