KLB Klimaleichtblock: Leichtbeton für hohen Einbruchschutz

Laut aktueller Kriminalstatistik wurden 2019 bundesweit 87 145 Wohnungseinbrüche registriert. Wer es Eindringlingen schwer machen möchte, nutzt beim Hausbau den richtigen Wandbaustoff. Das Institut für Fenstertechnik (ift Rosenheim) stellte dazu fest: Massives Mauerwerk aus KLB-Leichtbetonsteinen ist für den Einbau einbruchhemmender Elemente der Widerstandsklasse RC2 gut geeignet. Erste Testversuche für die Einstufung in RC3 zeigten ebenso positive Ergebnisse – hier soll eine eigene Forschungsreihe folgen.

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Die Prüfung sowie Klassifizierung einbruchhemmender Eigenschaften von Bauelementen wie Fenstern und Türen ist in der Normenreihe DIN EN 1627 bis 1630 geregelt – bis hin zur Widerstandsklasse RC6. Hierbei entscheiden verschiedene Faktoren darüber, ob ein Mauerwerk als Befestigungsgrund geeignet ist: Dazu zählen Wanddicke, Mörtelgruppe sowie Rohdichte- und Druckfestigkeitsklassen der Steine. Bisher wurden monolithische Außenwände aus hochwärmedämmenden Leichtbeton- oder Betonsteinen normativ noch nicht als Befestigungsgrund für einbruchhemmende Bauelemente nachgewiesen. Hierzu beauftragte der Bundesverband Leichtbeton e.V. das ift Rosenheim mit einem entsprechenden Forschungsvorhaben. Dieses zeigt nun, dass Leichtbetonsteine von KLB Klimaleichtblock (Andernach) hierfür durchaus geeignet sind – und problemlos die polizeilich empfohlene Widerstandsklasse RC2 erreichen.


In drei Schritten auf Einbruchhemmung geprüft

Als Probekörper diente den Forschern – neben zwei weiteren Leichtbetonsteinen – auch der mineralfasergefüllte »KLB Kalopor« in einer Wanddicke von 36,5 cm. Das entspricht der praxisüblichen Breite monolithischer Außenwände, die den Anforderungen an den Wärmeschutz ohne zusätzliches Wärmedämmverbund-System gerecht werden. Mit jedem der drei getesteten Mauerwerks-Baustoffe errichteten die Forscher jeweils einen Wandabschnitt und montierten im mittleren Drittel ein Kunststofffenster der Widerstandsklasse RC2. In der Testvorbereitung wurden die Wände abschließend auf der Außenseite vollflächig mit einem Leichtputz versehen.

Die Prüfung zur Einbruchhemmung erfolgt dabei in drei Schritten: Zunächst wird der entsprechende Probekörper einer statischen Prüfung nach DIN EN 1628 unterzogen. Hier entsteht mithilfe eines Druckstempels an vorgegebenen Positionen eine statische Kraft, der es zu widerstehen gilt. In der dynamischen Prüfung nach DIN EN 1629 entspricht die Prüflast hingegen einem Zwillingsreifen, der wie ein Pendel aufgehängt und auf definierte Stellen des Fensters fallen gelassen wird. Bei der manuellen Prüfung nach DIN EN 1630 erfolgt der Angriff schließlich an typischen Schwachstellen des Fensters – mithilfe eines Werkzeugsatzes. Dieser ist von der Widerstandsklasse abhängig, ebenso die sogenannte Widerstandszeit: die Zeit, die dem Prüfer für den Einbruchsversuch zur Verfügung steht. Zusätzlich wird mit weiteren Werkzeugen versucht, Montagefuge und Befestigungsmittel sowie die Wandfläche zu durchbrechen.

Das Ergebnis:

Massives Mauerwerk aus KLB-Leichtbeton hielt allen Prüfungen des ift Rosenheim stand. Die dafür verwendeten Leichtbetonsteine sind in der üblichen Steindruckfestigkeitsklasse 2 sowie in den Rohdichteklassen zwischen 0,4 und 0,5 eingruppiert. Bei den Angriffen auf die Befestigungsmittel konnte mit den Werkzeugen der Widerstandsklasse RC2 in der angegebenen Zeit von drei Minuten keine durchgangsfähige Öffnung erreicht werden. Damit ist nicht nur der getestete »KLB-Kalopor« für den Einbau einbruchhemmender Fenster und Türen der Widerstandsklasse RC2 geeignet: Denn nahezu alle Leichtbetonsteine von KLB entsprechen laut Hersteller mindestens der Druckfestigkeitsklasse 2 sowie Rohdichteklasse 0,4. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse wurde eine entsprechende Erweiterung der Tabelle NA.2 von DIN EN 1627/NA beantragt, um künftig auch über die Montage in leichten hochwärmedämmenden Steinen für monolithische Außenwände normative Aussagen treffen zu können.     J

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