Eine Dichtheitsprüfung am Flachdach soll möglichst vor der Überbauung zeigen, ob die Abdichtung zum Prüfzeitpunkt frei von relevanten Fehlstellen ist. Sie dient der Qualitätssicherung und schafft eine Grundlage für Abnahme und Dokumentation. Die Leckortung wird erforderlich, wenn Feuchtigkeit festgestellt wurde oder der Verdacht auf eine Undichtigkeit besteht. Ziel ist es, die tatsächliche Eintrittsstelle einzugrenzen. Denn Wasser kann innerhalb des Dachaufbaus seitlich wandern. Die sichtbare Austrittsstelle liegt deshalb oft versetzt. Ein Feuchtemonitoring erfasst Veränderungen an definierten Messpunkten und kann auffällige Feuchteentwicklungen frühzeitig anzeigen. Es ist ein Frühwarnsystem, ersetzt aber weder Dichtheitsprüfung noch Leckortung.
Warum eine einmalige Prüfung nicht ausreicht
Auch eine bei der Abnahme dichte Abdichtung bleibt nicht automatisch über Jahrzehnte unverändert. Nach der Prüfung folgen oft weitere Arbeiten: Photovoltaik, Technik, Begrünung oder Retention werden eingebaut. Später kommen Wartungen und Umbauten hinzu. Monitoring kann wiederum nicht rückwirkend belegen, dass die gesamte Abdichtungsfläche bei der Abnahme fehlerfrei war. Bei Auffälligkeiten müssen Ursache und Ausdehnung bewertet und gegebenenfalls geortet werden.