Aktuelles Mauerwerk & Beton

Hörl & Hartmann: Eine hohe Stabilität, um noch viel höher zu bauen

Mit dem neuen »WS09 Coriso Plus« bringt der Ziegelhersteller Hörl+Hartmann einen extrem stabilen Außenwandziegel auf den Markt. Seine Tragfähigkeit liegt um 40 Prozent höher als sein Vorgängermodell. Der Ziegel soll vor allem in Ballungsräumen neue Möglichkeiten für den Hochbau erschließen.

Die jüngsten Ergebnisse aus jahrelanger Forschung und Entwicklung verhelfen der Ziegelbauweise jetzt zu einem Quantensprung in Sachen Tragfähigkeit, heißt es in einer Mitteilung von Hörl+Hartmann. Der neu entwickelte Ziegel »WS09 Coriso Plus« soll nach dem Willen des Ziegelherstellers vor allem in Ballungsräumen den Geschosswohnungsbau revolutionieren.

Bislang ist Ziegelmauerwerk bei großvolumigen Wohnbauten mit mehr als fünf oder sechs Vollgeschossen an seine Belastungsgrenzen gelangt. Mit dem »WS09 Coriso Plus« stellt Hörl+Hartmann jetzt den nach eigenen Angaben weltweit stabilsten Außenwandziegel vor. Dank einer charakteristischen Mauerwerksdruckfestigkeit von fk 5,9 MN / m² nach DIN EN 1996 (EC6) könne der Ziegel einer Belastung von bis zu 590 t auf einen Quadratmeter Wand standhalten. Durch diese Eigenschaft kann die monolithische Massivbauweise im Geschosswohnungsbau in Zukunft eine noch viel größere Rolle spielen – auch bei Bauvorhaben, bei denen bislang nur Beton infrage kam.


Spitzenprodukt in Sachen Tragfähigkeit

„Es ist uns gelungen, unser bisheriges Spitzenprodukt in Sachen Tragfähigkeit um sagenhafte 40 Prozent zu verbessern. Wir können mit Stolz behaupten, dass ein Ziegel noch nie so stabil war«, sagt Michael Hörl, Geschäftsführer bei Hörl+Hartmann.

Durch die hohe Traglast ist es möglich, noch weiter in die Höhe zu mauern. Das kommt vor allem dem modernen Geschosswohnungsbau zugute und soll nicht nur in den Städten, sondern auch in Randgebieten einen wichtigen Beitrag zu bezahlbarem Wohnraum leisten. Wenn man in die Höhe baut, wird weniger Baugrund benötigt. Zudem gilt die monolithische Ziegelbauweise als besonders wirtschaftlich, da sie sowohl bei den Erstellungs- als auch den Folgekosten deutliche Vorteile hat. Auch die Energiebilanz verbessert sich durch die kompakte Bauweise, so Hörl+Hartmann.

Die deutlich verbesserte Tragfähigkeit ist das Ergebnis jahrelanger Forschung und Entwicklung. »Ziegel sind Hightech. Es gibt nicht eine einzelne Stellschraube, es ist ein Zusammenwirken verschiedener Parameter. Wenn man die Auflast eines Ziegels verbessern möchte, muss man auch andere wichtige Werte wie Dämmeigenschaften, Schall- und Brandschutz auf hohem Niveau halten«, so Hörl. Beim »WS09 Coriso Plus« spielten vor allem ein optimiertes Lochbild, die Beschaffenheit der Rohstoffe sowie verbesserte Brennprozesse eine entscheidende Rolle. Letztendlich ist es so gelungen, die charakteristische Mauerwerksdruckfestigkeit von fk 5,9 MN / m² bereits ab einer Wandstärke von 30 cm zu erzielen. Mit einem Lambdawert von 0,09 W / (mK) und U-Werten von 0,28 bis 0,20 W / (m²K) ist der Ziegel auch für energieeffiziente Gebäude nach dem KfW Standard geeignet – ohne zusätzliche Dämmung an der Außenwand. Beim »WS09 Coriso Plus« ist eine mineralische Dämmung bereits in den Ziegel integriert. Auch Schall- und Brandschutz erfüllen laut Hörl+Hartmann die gesetzlichen Vorgaben.

Ziegel sorgt für ganzjährig behagliches Wohnklima

Der Baustoff Ziegel steht nach Aussage des Ziegelherstellers in einem ausgewogenen Verhältnis hinsichtlich ökologischer, ökonomischer und bautechnischer Aspekte. Bei der Ökobilanzierung, die den Gesamtlebenszyklus von Neubauten betrachtet, nimmt die monolithische Ziegelbauweise einen Spitzenplatz ein, so Hörl+Hartmann. Klimaneutralität ist die Zukunft. Doch nicht nur die Umwelt, sondern auch die Bewohner profitieren von deutlich spürbaren Effekten: Das ziegeltypische Zusammenspiel von Wärmedämmung, Wärmespeicher- und Wärmeleitfähigkeit sorgt selbst bei Witterungsextremen im Zusammenhang mit dem Klimawandel ganzjährig für Behaglichkeit in den Wohnräumen und trägt unmittelbar zum Wohlbefinden bei.    J

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