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Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Heidelberg Materials

Auf dem ehemaligen US-Areal Campbell in Heidelberg entsteht derzeit ein zukunftsweisendes Wohnbaukonzept: Das Projekt »Dreihaus« ist ein voll durchgeplantes, für den 3D-Druck optimiertes, skalierbares Gebäudekonzept mit CO2-reduzierten Baustoffen. Für das erste »Dreihaus«-Referenzobjekt liefert Heidelberg Materials deutlich CO2-reduzierte Hightech-Materialien.

Für die ersten beiden Häuser des Referenzprojekts auf dem Campbell-Areal in Heidelberg kommt der CO2-reduzierte Baustoff »evoBuild 3D-Druck« zum Einsatz, der ein Bindemittel enthält, das bereits eine signifikante CO2-Reduktion im Vergleich zum traditionellen Portlandzement ermöglicht. Beim dritten Haus wird erstmals in Deutschland »evoZero« von Heidelberg Materials verwendet, der weltweit erste Zement auf Basis von CO2-Abscheidung und -Speicherung (Carbon Capture and Storage, kurz: CCS).

»Unser Anspruch ist es, echte Lösungen für die Dekarbonisierung am Bau zu schaffen und gemeinsam mit unseren Partnern nachhaltigere Innovationsprojekte voranzutreiben. Mit der Deutschland-Premiere von ›evoZero‹, dem weltweit ersten Zement aus CO2-Abscheidung und ‑Speicherung, läuten wir heute in Heidelberg und landesweit eine neue Ära des nachhaltigen Bauens ein«, erklärt Dr. Dominik von Achten, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg Materials.

»Das ›Dreihaus‹ mit CO2-reduzierten, zirkulären Baustoffen von Heidelberg Materials ist beispielhaft für die Transformation der Baubranche in Deutschland. Hier zeigen wir, wie wir durch den konsequenten Ausbau unseres Portfolios an nachhaltigeren Produkten unseren Kunden nicht nur hochinnovative, sondern auch maßgeschneiderte Lösungen bieten, die sie bei der Realisierung unterschiedlichster Bauprojekte optimal unterstützen«, ergänzt Christoph Streicher, Sprecher der Geschäftsleitung Deutschland von Heidelberg Materials. Die CO2-Reduktion bei »evoZero« wird durch den Einsatz einer innovativen CO2-Abscheidetechnologie im Werk Brevik von Heidelberg Materials in Norwegen erzielt, wobei  das abgeschiedene CO2 dauerhaft im Meeresboden gespeichert wird. Stringente Mechanismen stellen sicher, dass jede Tonne abgeschiedenes CO2 präzise und nur einmalig auf den CO2-Fußabdruck von »evoZero« angerechnet wird.
 

3D-Baustoffe integraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie

Heidelberg Materials verfolgt eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie: Bis 2030 sollen 50 Prozent des Umsatzes mit nachhaltigen Produkten erzielt und die spezifischen Netto-CO2-Emissionen pro Tonne zementartigem Material auf unter 400 kg reduziert werden. Mit Innovationen wie »evoZero« und dem konsequenten Ausbau von Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung unterstreicht Heidelberg Materials seine Vorreiterrolle

in der Transformation der Baustoffindustrie. 3D-Baustoffe sind ein integraler Bestandteil des Portfolios. Das Unternehmen bietet Architekten, Ingenieuren, Herstellern von 3D-Druckern und Bauherren, die Gebäude oder Betonprodukte im 3D-Druck realisieren möchten, neben qualitativ hochwertigen Produkten auch technisches Know-how an.

Skalierbares Gebäudekonzept in drei Größen

Das Einzigartige beim »Dreihaus« ist das voll durchgeplante und für den 3D-Druck optimierte, skalierbare Gebäudekonzept für ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus – in den drei Größen S, M und L. Die Mehrfamilienhäuser beinhalten zwischen sechs und zwölf Wohneinheiten mit 46 bis 89 m². »Als Korte-Hoffmann Gebäudedruck sind wir stolz, gemeinsam mit unseren Partnern ein Konzept entwickelt zu haben, das bezahlbaren, nachhaltigen und zugleich architektonisch hochwertigen Wohnraum in kürzester Zeit realisierbar macht«, betonen Waldemar Korte und Alexander Hoffmann von Korte-Hoffmann Gebäudedruck.


Die 3D-Druckarbeiten an den drei Mehrfamilienhäusern führt die Firma Peri 3D Construction mit ihrem Komplettsystem und einem zwei- bis dreiköpfigen Team durch. Für den führenden Anbieter von 3D-Drucklösungen liegt die Bedeutung des 3D-Druckprojekts nicht nur in der eingesetzten Technologie, sondern vielmehr in dem, was gedruckt wird: »›Dreihaus‹ vereint alles, was wir in unseren bisher 17 umgesetzten 3D-Druckprojekten gelernt haben. Dabei geht es sowohl um durchdachte, für 3D-Druck optimierte Grundrisse als auch um die sinnvolle Integration des 3D-Drucks in den kompletten Bauablauf. Jedes ›Dreihaus‹ ist in zwei Segmente unterteilt. Während in einer Hälfte gedruckt wird, wird in der anderen bereits die Decke betoniert. So wachsen die Mehrfamilienhäuser rasend schnell in die Höhe«, erläutert Dr. Fabian Meyer-Brötz, Geschäftsführer von Peri 3D Construction. »Im Vergleich zu herkömmlichen Bauweisen wird ›Dreihaus‹ 30 Prozent schneller und zehn Prozent kostengünstiger fertiggestellt. Diese Werte möchten wir mit diesem Projekt in der Praxis belegen und werden nach Projektabschluss entsprechende Zahlen veröffentlichen.«

»Als Teil der Peri-Gruppe sehen wir den 3D-Betondruck als Schlüsseltechnologie für die nächste Baugeneration. Mit dem ›Dreihaus‹-Projekt zeigen wir, wie sich Wohngebäude schneller, effizienter und in hoher Qualität realisieren lassen. Für Peri ist ›Dreihaus‹ nicht nur ein weiterer Projektschritt, sondern ein symbolträchtiger Meilenstein: Er zeigt, dass serieller 3D-Wohnungsbau im deutschen Markt nicht Zukunftsmusik, sondern unmittelbar einsetzbar ist«, so Christian Schwörer, CEO der Peri-Gruppe.

Probewohnen im Boarding-House

In diesem Frühsommer werden die Gebäude für gewerbliches Wohnen bezugsfertig sein. Der künftige Mieter MyStay Scherer wird hier das Boarding-House »HEI³ Apartments – Heidelberg hoch 3« als Serviced Apartments zum Wohnen auf Zeit für Unternehmen und Geschäftsreisende anbieten – und auch allen, die im »Dreihaus« beim Probewohnen das alles einmal selbst erleben möchten.
 

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69120 Heidelberg

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