Die breite internationale Aufstellung ermöglicht es der Unternehmensgruppe, weitgehend unabhängig von negativen geopolitischen Einflüssen zu agieren. Weltweit beschäftigt Fischer 4 800 Mitarbeiter.
Zu den herausragenden Projekten zählten 2025 unter anderem die Befestigung der Fassade der Solitaire Mall in Riad sowie die Lieferung von Installationssystemen für das Extremely Large Telescope (ELT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile – das weltweit größte Teleskop.
Auch digitale Lösungen stießen auf große Nachfrage: »Baubot«-Roboter von Fischer bohrten vollautomatisch Bohrlöcher, etwa beim Bau des Stadtquartiers Cartesius in Utrecht sowie im Engelbergtunnel in Leonberg bei Stuttgart. Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen mit seinem Roboter den Guinness-World-Records-Titel. Im 24-Stunden-Dauereinsatz bohrte der »Baubot« in Beton 3717 Löcher in Wände, Böden und Decken. Darüber hinaus bewährten sich die sensorintegrierten Befestigungsmittel von Fischer bei zahlreichen Projekten, unter anderem in der Achterbahn »blue fire Megacoaster« im Europa-Park in Rust. Insgesamt brachte Fischer 2025 zahlreiche neue Produkte und Systeme auf den Markt. Dazu zählt unter anderem das Produkt »HybridPower«, das die Vorteile von Stahlankern und Kunststoffdübeln – stark und universell zugleich – vereint. Zugleich entwickelte das Unternehmen den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, Robotik und Digitalisierung im Bauwesen konsequent weiter.
Nathalie Armbruster ist neue Markenbotschafterin
Fischer ergänzte sein Markenbotschafter-Team 2025 erfolgreich um Nathalie Armbruster. Die 20-Jährige ist Gesamtweltcup-Siegerin der Nordischen Kombination und dreifache Weltcup-Gewinnerin. Gemeinsam mit Jürgen Klopp, einem der erfolgreichsten Fußballtrainer weltweit, Michael Jung, dem vierfachen Olympia-Sieger im Vielseitigkeitsreiten, und Zehnkämpfer Niklas Kaul ist sie fortan Teil des Fischer-Markenbotschafter-Teams.
Fischertechnik mit stabilem Geschäftsjahr
Im Unternehmensbereich Fischertechnik zeigte sich 2025 ein insgesamt stabiles Bild. Im Bildungsbereich wurden im Rahmen des vom Land Baden-Württemberg initiierten Projekts »ComThink« neue Lernkonzepte umgesetzt und das Angebot weiterentwickelt. Der Spielwarenbereich profitierte von einer hohen Nachfrage nach technischen Bau- und Lernsystemen und konnte Umsatz sowie Marktposition ausbauen. In diesem Jahr präsentieren sich die Marken Fischertechnik und FischerTiP weiterentwickelt und mit noch stärkerem Fokus auf kreatives, nachhaltiges und technikorientiertes Spielen am Markt. Gleichzeitig wird ein neues Kapitel aufgeschlagen – mit Sortimenten wie »miniMint« (für den ToyAward 2026 nominiert) und »fischer for kids«, die Türen zu neuen Zielgruppen öffnen.
Proaktives Nachhaltigkeitsmanagement ausgezeichnet
Ihren proaktiven Nachhaltigkeitsansatz setzte die Unternehmensgruppe auch 2025 konsequent fort. Für ihr Engagement wurde Fischer zum zweiten Mal in Folge mit dem renommierten Gütesiegel »Green Brand« ausgezeichnet. Das Siegel steht für transparente und überprüfbare Nachhaltigkeitsleistungen und unterstreicht das ökologische Verantwortungsbewusstsein des Unternehmens.
Als Arbeitgeber bot Fischer 2025 erneut ein breites Spektrum an Einstiegsmöglichkeiten: 16 Ausbildungsberufe sowie 14 duale Studiengänge. Ergänzend bereiten verschiedene Talent-Pools Nachwuchskräfte gezielt auf Führungs- und Spezialistenkarrieren innerhalb der Unternehmensgruppe vor. Mit 129 Auszubildenden bildete Fischer auch 2025 deutlich über dem Branchenschnitt aus.
Ausblick 2026
Auch im Geschäftsjahr 2026 plant die Unternehmensgruppe Fischer mit einem Umsatzwachstum. Am früheren Automotive-Standort in Horb investiert Fischer mit einem neuen Chemiewerk in weiteres Wachstum. Im Fokus stehen Sortimente für Bauwerkssanierung und Brandschutz. Mit einer neuen Landesgesellschaft in Saudi-Arabien ist Fischer seit Kurzem in einem der dynamischsten Märkte der Welt präsent. Es ist die 51. operative Gesellschaft weltweit. Sie hat ihren Sitz in der Hauptstadt Riad. Weitere Standorte gibt es in den Städten Dschidda, Dammam und Tabuk. In Dammam befindet sich auch ein Produktionsstandort von Fischer.
Voraussichtlich wird auch in diesem Jahr das Wachstum von geopolitischen Rahmenbedingungen geprägt sein, die sich der unmittelbaren Einflussnahme der Industrie entziehen. Fischer teilt mit: »Herausforderungen ergeben sich zudem in Deutschland weiterhin durch hohe Energiekosten und hohe bürokratische Hürden in der EU. Die veränderte politische Lage hat bislang keine spürbar besseren Rahmenbedingungen für Familienunternehmen gebracht, da weder die Bundesregierung noch die EU die Sorgen der Unternehmen ausreichend aufnehmen und in wirksame Entlastungen übersetzen.«