Mit dem Ziel, den historischen Charakter der 1925 erbauten, 108 m² großen Altbauwohnung aus dem »Dornröschenschlaf« zu holen und ihn zeitgemäß zu interpretieren, plante der Bauherr direkt nach dem Kauf eine umfassende Sanierung. Bei der Entkernung sah sie sich jedoch mit einem Sammelsurium an Sanierungssünden aus den letzten Jahrzehnten konfrontiert, die v. a. an den Wänden nicht spurlos vorbeigegangen waren: So offenbarten sich bspw. ein völlig maroder Putz, eine unsachgemäße Dämmung und – ausgerechnet im künftigen Kinderzimmer – ein nicht unerheblicher Schimmelbefall. Als zusätzliche Challenge sah das Sanierungskonzept eine energetische Optimierung der Wohnung vor, deren Umsetzung allerdings nicht über eine Außendämmung erfolgen konnte. Es musste also eine ganzheitliche Lösung »von innen heraus« her. Diese fanden die Bauherren im Erfurt-KlimaTec System.
»Wir wollten aber nicht nur nötige Bereiche modernisieren, sondern stellten hohe gestalterische Anforderungen an unser neues Zuhause«, betont der Bauherr. So wurde der Grundriss angepasst, ein zusätzliches Kinderzimmer geschaffen, der Blick in den Garten durch eine Hebeschiebetür aufwändig vergrößert und sämtliche Elektrik sowie die Sanitärleitungen erneuert. Parallel dazu entstand ein klares Gestaltungskonzept auf der Basis von reduzierten Materialien, bündigen Übergängen, viel Licht und einem hohen Maß an Qualität und Wohngesundheit. Dazu zählte auch, die historische Substanz der Wohnung behutsam freizulegen und in das cleane Wohnkonzept zu integrieren. Bestes Beispiel: Der Erker im Wohnbereich, dessen Rundung – vermutlich aufgrund handwerklicher Vereinfachung – regelrecht eckig gebaut worden war. »Weiterhin entdeckten wir hinter einer Vorwandkonstruktion großflächig verbaute Styroporplatten und waren uns sicher, dass diese zu bauphysikalischen Problemen führen könnten«, so der Bauherr weiter. Diese Vermutung bestätigte sich, als bei der Entfernung der diffusionsdichten Platten im Bereich der Fensterlaibungen Schimmel zu Tage kam.
Innendämmung mit Erfurt-KlimaTec
Es galt also, Raum für Raum planvoll zu agieren und dabei sowohl ein gutes Feuchtigkeitsmanagement als auch den gehobenen Gestaltungsanspruch zu berücksichtigen. Zudem ließ sich das aufgrund der energetischen Aufwertung (neue Fenster, neue Fußbodenheizung) notwendig gewordene Dämmungsupgrade nicht von außen realisieren. »Auf der Suche nach einer Lösung kam mir das KlimaTec System von Erfurt in den Sinn«, erinnert sich der Bauherr. »Ich kannte das Unternehmen bereits aus meinem beruflichen Umfeld und mir schien, dass das System mit seiner Kombination aus unkomplizierter Verarbeitung, verlässlicher Dämmwirkung und gestalterischer Flexibilität ideal zu unserem Projekt passen könnte.« Nach sorgfältiger Beratung und Prüfung durch die Experten von Erfurt entschieden sich die Bauherren für den Einsatz von »KlimaTec IP 3500+«, sinnvoll ergänzt durch »KlimaTec IP 2500+« sowie die Laibungsplatte »LP 1000+« an den Fensteranschlüssen. Insgesamt wurden in allen Räumen mit Außenwänden (sämtliche Wohn- und Schlafzimmer sowie Küche) rund 100 m2 Wandoberfläche mit KlimaTec IP 3500+ ausgekleidet.
Dabei zeigte sich, dass das System seine Stärken in diesem Projekt in vielerlei Hinsicht ausspielen kann. So bringen die »KlimaTec IP 3500+« Platten im Vergleich zu anderen Produkten sehr effektive Dämmwerte mit. Dadurch lässt sich der Wärmedurchgangswiderstand über die Außenwände um bis zu 61 Prozent verbessern. In ihrer Dämmfunktion verringern die Platten spürbar den Wärmefluss nach außen, sodass eine Optimierung der Wärmedurchgangswiderstände des Gebäudes ohne großen Aufwand erreicht werden kann. Zudem benötigt »IP 3500+« keinen Tauwassernachweis nach DIN 4108-3. »Doch zeigte sich schnell, dass wir dank KlimaTec auch in Sachen Schimmelprävention und Wohngesundheit profitieren«, so der Bauherr. Denn der Einsatz von »IP 3500+« kann die Oberflächentemperatur an den Wandinnenseiten bis zu 6 °C anheben. Damit wird kühlen Wandbereichen effektiv entgegengewirkt. Auch die Platten selbst wirken dank ihrer mineralischen Oberfläche schimmelhemmend. Als weiteres Plus fürs Raumklima sind die Platten diffusionsoffen und kapillaraktiv, wodurch die im Mauerwerk enthaltene Feuchtigkeit ausdiffundieren kann. Auch ein Übermaß an Feuchtigkeit im Raum wird zwischengespeichert und schrittweise wieder abgegeben. »Dieser Effekt war übrigens schon während der Bauphase spürbar«, erinnert sich der Bauherr. »Gleich nach dem Einbau der Platten empfanden wir es in den Räumen behaglicher und die Raumluft angenehmer. Und das, obwohl wir noch gar nicht eingezogen waren.«
Einfache Verarbeitung, sicheres Handling
Die Verarbeitung selbst verlief ebenfalls reibungslos: Die Platten sind leicht, lassen sich präzise zuschneiden und sicher verarbeiten. Dabei bietet das KlimaTec-System gerade im Vergleich zu früheren Flickwerk-Lösungen mit Styropor und anderen improvisierten Materialien einen entscheidenden Vorteil: Alle Komponenten sind ideal aufeinander abgestimmt, sodass für jede Anforderung eine passende Lösung innerhalb des Systems bereitsteht. Zudem ermöglicht »KlimaTec IP 3500+« als Zweikomponentenplatte aus einer Schicht Blähglasgranulat auf einem Dämmvlies die schnelle Anbringung der Innendämmung in nur einem Schritt.
Besonders eindrucksvoll zeigten sich die Vorteile des Systems beim Erker, der im Laufe der Jahre zu einem Vieleck verkommen war. Beim Neuaufbau der Verkleidung gelang es den Handwerkern, die sanfte Rundung mit den »IP 3500+« Platten präzise nachzubilden. Dazu wurden die Platten senkrecht mit einer Oberfräse angeritzt und anschließend leicht gebogen. Die Schneidfugen wurden anschließend mit passendem Systemkleber aufgefüllt, sodass eine dauerhaft stabile, homogen gedämmte Fläche entstand, die sich millimetergenau der eleganten Rundung anpasste. Auch bei der Anbringung der zurückversetzten Sockelleisten, die bündig in die Wandgestaltung integriert werden sollten, spielte die Flexibilität von KlimaTec den Eigentümern in die Karten. Zur Umsetzung kamen neben den »IP 3500+« Platten auch die dünneren »IP 2500+« zum Einsatz, deren Zusammenspiel den Aufbau einer absolut einheitlichen Wandfläche ermöglichte. Nicht zuletzt sorgten die KlimaTec-Platten im Bereich der Fensterlaibungen für ein durchgängiges Erscheinungsbild. Da durch neue Raffstore-Anlagen alle Fenster rund 20 cm in den Raum rückten, mussten die Laibungstiefen optisch angeglichen werden. Selbst dort, wo bereits eine Außendämmung vorhanden war, wurde mit »KlimaTec IP 3500+« nachgearbeitet, um ein gleichmäßiges Bild zu schaffen.
Das Ergebnis der Altbausanierung in Recklinghausen kann sich in mehrfacher Hinsicht sehen lassen. Gestalterisch ermöglichten die leicht zu verarbeitenden KlimaTec-Platten ein hohes Designniveau – von der präzisen Rekonstruktion einer historischen Rundung bis hin zu flächenbündigen Sockelleisten. Energetisch helfen Sie dabei, den Heizaufwand moderat zu halten. Und bauphysikalisch sorgen sie für höhere Oberflächentemperaturen und minimieren das Risiko von Schimmelbildung. Zusätzlich fühlten sich die Bauherren während des gesamten Projekts bestens begleitet: »Für uns war KlimaTec die perfekte Lösung«, resümiert der Bauherr. »Wir konnten unabhängig von der Eigentümergemeinschaft arbeiten und zugleich unsere hohen Ansprüche an Gestaltung und Wohnqualität umsetzen. Die Beratung durch Erfurt war fundiert, unkompliziert und praxisnah. Besonders wertvoll war für uns, dass Erfurt die Balance zwischen technischer Expertise und gestalterischen Fragen verstanden hat. Das hat die Umsetzung unserer anspruchsvollen Pläne deutlich vereinfacht. Wir können das System nur empfehlen.«