Aktuelles Innenausbau

Caparol: »Mit weißen Wänden ist es hier nicht getan«

Bei der Sanierung einer Villa von 1934 in Hamburg-Blankenese kam ein außergewöhnliches Farbkonzept zum Tragen. Dieses wurde von Martina Lehmann vom Caparol-FarbDesignStudio erarbeitet und mit Caparol-Produkten umgesetzt.

»Uns war wichtig, viele der originalen Elemente im Haus zu erhalten. Wir haben ein Faible für alte Dinge und haben sogar die Einfachverglasung behalten«, sagt Besitzer Claas Lehmann, der das Haus mit seiner Frau Sophie Heyer im Jahr 2019 erworben hat und es heute gemeinsam mit den zwei kleinen Töchtern bewohnt. Übernommen hat die Familie die alte Villa von einem Vorbesitzer, der dort über Jahrzehnte gelebt hatte. Der Zustand des Hauses: gepflegt. Technik und Ausstattung: komplett veraltet. »Keine Dämmung, keine Isolierung, nichts war vorhanden. Wir haben alles neu gemacht, auch die Rohrleitungen und die Elektrik«, erzählt Lehmann weiter. »Und dann standen wir irgendwann vor der Frage, wie wir die Räume farblich gestalten sollten. Eine wirkliche Vision hatten wir nicht, aber so viel war klar: Mit weißen Wänden ist es hier nicht getan.« Zum Glück musste die Familie nicht lange nach Unterstützung suchen: Claas Lehmanns Schwester, Martina Lehmann, ist im FarbDesignStudio von Caparol tätig. Die Herausforderung, ein Farbkonzept für die Innenräume zu entwickeln, nahm sie gerne an.

Maritime Atmosphäre für den Wohnbereich

Den Ausgangspunkt für die Entwicklung des Farbkonzepts bildeten Wohn- und Esszimmer, die miteinander verbunden sind. Beide Räume verfügen über einen schönen, alten Holzboden, der im Fisch­grät-Muster verlegt ist. »Der Boden weist einen angenehmen, warmen Farbton auf, wie auch einzelne Möbelstücke und die alten Vorhangstoffe in Ocker. Dem habe ich ein helles, kühltoniges Grünblau entgegengesetzt, das sich durch beide Räume zieht. Die Farbwahl passt zur Familie, die eine große Leidenschaft fürs Segeln hat: Der Boden erinnert an ein Schiffsdeck, die Wandfarben an das Meer«, erklärt Martina Lehmann. Im Kontrast dazu setzte sie im Kaminbereich einen Akzent aus einem vergrauten Rotviolett, das hervorragend mit den historischen Kacheln am Kamin korrespondiert. Von dort aus ging es Schritt für Schritt, Raum für Raum durchs ganze Haus: In der Küche zieht bereits eine knallrote Einbauküche aus den sechziger Jahren alle Blicke auf sich, auch der Boden im schwarz-weißen Schachbrettmuster ist ein echter Hingucker. Für Wand und Decke in der Küche schlug Martina Lehmann deshalb einen zurückhaltenden Anstrich in einem Sandton vor.

Ganz anders im Flur: Der Eingangsbereich des Hauses hat einen sandfarbenen Steinboden – und eine Garderobe, deren Rückwand mit einem auffälligen Stoff bezogenen ist: Rot-rosé-farbene Blümchen ranken sich darauf über einen flaschengrünen Hintergrund. Die angrenzende Treppe mit rotem Läufer galt es ebenso einzubinden wie auch die original erhaltenen Buntglasfenster in grünlicher und violetter Färbung. Daher fiel die Wahl auf einen sanften, beerigen Rotton für die Flurwände und im Treppenhaus auf ein zartes Grün. »Die Räume sind über Sichtachsen miteinander verbunden. Vom Wohn- und Esszimmer blickt man in den Flur und das Treppenhaus. Auch, wenn hier viel Farbe zum Einsatz kommt, ergibt sich gerade durch das Spiel der Kontraste ein stimmiges und harmonisches Gesamtbild.«


Im Obergeschoss, wo die Schlafzimmer der Familie und das Bad liegen, dominieren heute beruhigende Blau- und Grüntöne. In einem der zwei Kinderzimmer wird der historische Alkoven aus weißem Holz durch ein flankierendes Hellblau in Szene gesetzt – gegenüberliegend sorgt eine hellrote Akzentwand für gute Laune beim Lernen am Kinderschreibtisch.

Für die Ausführung der Malerarbeiten war der Malereibetrieb Beqa aus dem nahegelegenen Ellerbek verantwortlich. »Die Wände der alten Villa waren leider in keinem guten Zustand. Die Tapeten haben einiges festgehalten, aber sobald wir sie entfernt haben, kam eine Menge loser Putz mit herunter. Deshalb mussten wir zunächst die Wandflächen wiederaufarbeiten. Wir haben grob gespachtelt, fein gespachtelt, Malerflies eingearbeitet, grundiert, verputzt«, erinnert sich Malermeister Shpend Beqa. Außerdem gab es auch noch eine ganze Reihe an Lackarbeiten zu erledigen: Heizkörperverkleidung, Fenster, Türen, Treppe galt es zu schleifen, imprägnieren, grundieren und lackieren. Erst dann war die eigentliche Farbgestaltung an der Reihe.

Zum Einsatz auf den rund 450 m2 Wand- und Deckenflächen kamen verschiedene Produkte von Caparol: Im kompletten Wohnbereich strichen Beqa und sein Team die Wände mit »CapaSilan«. Die Innenfarbe auf Silikonharzbasis eignet sich besonders für Räume mit Streiflicht, sie ermöglicht auch auf Flächen mit ungünstigen Lichtverhältnissen ein ansatzfreies Arbeiten. Leichte Unebenheiten der Wände, wie sie in alten Häusern eben vorkommen, lassen sich damit elegant ausgleichen. Vom Treppenaufgang bis ins Obergeschoss setzten die Maler dagegen ­»Indeko-plus« ein: Die Farbe besitzt doppelte Deckkraft, wodurch meist nur ein Anstrich nötig ist. Außerdem trocknet sie besonders schnell und geruchlos. »Wir arbeiten oft mit Caparol und machen mit den Produkten durchweg gute Erfahrungen«, erzählt Beqa weiter. »Als Maler weiß man eigentlich schon seit der Lehre: Wenn Caparol auf der Baustelle ist, ist die Qualität super. Da weiß man, was man hat.«

Mut zur Farbe begeistert

Die Begeisterung darüber, dass die Familie in ihrem Zuhause Mut zur Farbe bewiesen hat, ist dem Malermeister anzumerken: »Für uns war die Farbgestaltung der Villa ein richtiges Highlight. Es wäre zu schade gewesen, die Wände dort einfach nur weiß zu malern. Schon, wenn man zur Haustür hereinkommt, hat man heute direkt einen Wow-Effekt. Das traut sich nicht jeder Kunde – für uns als Malereibetrieb ist das natürlich toll.« Auch die Familie selbst ist rundherum zufrieden mit dem Ergebnis. Ihr gemeinsamer Lieblingsplatz: der schöne Kamin vor der elegant wirkenden Akzentwand in Grauviolett – ein Ort der zum gemütlichen Zurücklehnen und Entspannen einlädt. »In unseren früheren Wohnungen haben wir es immer eher schlicht gehalten – weiße Wände, fertig. Und ich gebe zu, ich war zunächst ein bisschen skeptisch wegen der vielen verschiedenen Farben und hatte ein wenig Sorge, ob wirklich alles zueinander passt«, resümiert Claas Lehmann. »Aber das Ergebnis ist wirklich ein totaler Hammer, es hat all unsere Erwartungen übertroffen. Das Haus versprüht so einen Charme, eine warme Wohlfühlatmosphäre – ich kann mir nichts Besseres vorstellen.«   J

Nach oben
facebook Instagram twitter LinkedIn