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BayWa: Getrennte Wege in einem gut bestellten Haus

Mitbegründer Markus Hoos des Badmodul-Start-ups Tjiko gibt an seinen Kompagnon Lukas Schiffer ab

Sie haben gemeinsam die Idee von einem individuellen, seriell gefertigten Badmodul in Holzbauweise geboren, in dem Rosenheimer Start-up Tjiko GmbH zum Laufen gebracht und durch die Hereinnahme der Teilhaber BayWa AG und JoPe Real Estate AG die Entwicklung forciert. Nun trennen sich die Wege der beiden Gründungsväter Markus Hoos und Lukas Schiffer. Mit seinem Weggang Ende Juli 2021 übergibt Markus Hoos ein gut bestelltes Haus, an dessen erfolgreichem Aufbau er maßgeblich beteiligt war, in die alleinige Verantwortung seines Kompagnons. Die Aufgabe von Lukas Schiffer wird es sein, das Wachstum von Tjiko aus dem Start-up-Status sukzessive in die Profitabilität zu überführen. Konkrete Schritte sind bereits geplant: Um die hohe Nachfrage nach Tjiko-Badmodulen mit ausreichend Kapazität bedienen zu können, wird der eigene Fertigungsstandort in Schechen bei Rosenheim personell aufgestockt. Zudem wird der kaufmännische Bereich und bisherige Rosenheimer Hauptsitz im Rahmen einer Verschlankung mit dem Standort Schechen zusammengeführt.

Markus Hoos und Lukas Schiffer, die beiden Gründer der Tjiko GmbH, haben mit ihrem industriell vorgefertigten und dennoch individuellem Badmodul in Holzbauweise nicht nur den Nerv der Zeit getroffen, sondern im Kleinen auch die Lösung für die großen Herausforderungen der Baubranche aufgezeigt, die da lauten: zu geringe Produktivitätssteigerung, Fachkräftemangel und steigende Baukosten. Die Antwort von Tjiko darauf: Digitalisierung, Holzbau und industrielle Vorfertigung. Nach nur gut vier Jahren zählt Tjiko mit seinen Badmodulen zu den erfolgreichen Marktplayern in der Holzbaubranche. Die Nachfrage ist ungebremst, sodass neben der Kooperation mit externen Produktionspartnern unter Leitung des bisherigen operativen Geschäftsführers Markus Hoos eine eigene Fertigung entstand. Auch dieses Projekt wurde erfolgreich umgesetzt. Derzeit ist eine Reihe von Neueinstellungen unterschiedlichster Fachkräfte geplant, 14 an der Zahl: von Fliesenlegern über Installateure bis hin zu Zimmerern.


Der Erfolg des Badmoduls liegt nicht zuletzt auch in der Bandreite der Einsatzzwecke, die Lukas Schiffer und Markus Hoos, die beiden geistigen Väter des vorgefertigten Komplettbades, gemeinsam kreiert haben – von einfach über funktional bis luxuriös. Das Prinzip bleibt dabei immer das gleiche: Über einen digital gesteuerten Prozess und einen angeschlossenen 3D-Konfigurator werden Badezimmer bzw. Sanitärräume modular und individuell gestaltet sowie mit kompletter Inneneinrichtung in serieller Fertigung hergestellt. Durch den Konfigurator und die darin eingebetteten Produktangebote lassen sich Arbeitsschritte digital abbilden und die Kosten für das Badmodul automatisch berechnen. Schlüsselfertig werden die voll funktionsfähigen Badmodule von der Produktionshalle auf die Baustelle transportiert und dort in die jeweilige Wohneinheit integriert.

Die Digitalisierung des Konfigurationsprozesses für jedes einzelne Bauteil lässt im Unterschied zum konventionellen Badfertigbau einerseits Kleinserien zu, andererseits erlaubt sie eine hocheffiziente und präzise Ausführung: Beispielsweise können Großformatfliesen bis zu 1,6 Meter mal 3,2 Meter vorgefertigt ins Werk geliefert und millimetergenau montiert werden. Dies wäre in manueller Fertigung bzw. auf einer herkömmlichen Baustelle so gar nicht umsetzbar.

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