Das Bad

Vorteil für Flächenheiz- und -kühlsystem

Jetzt ist der Beweis erbracht_ Eine wissenschaftliche Studie belegt das deutlich geringere Verformungsverhalten des »Proline ENERGY« Flächenheiz- und -kühlsystems gegenüber dem mineralischen Heizestrich.

Natursteinböden werden immer beliebter. Durch die Fülle an Farben, Strukturen und Oberflächen sind diese natürlichen Materialien gerade bei Architekten hoch im Kurs. Optisch besonders beeindruckende Natursteinarten wie Estremoz, Bianco Perlino oder Travertin, sind jedoch extrem empfindlich – besonders im Verbund mit einer Fußbodenheizung. In der Praxis klagen Verarbeiter, die sensible Natursteine auf üblichen sog. Nasssystemen (Heizrohre liegen im Estrich) ausgeführt haben, über auffallend häufige Rissbildungen, bedingt durch die geringe Festigkeit dieser Natursteinarten.

Zum Aufheizen weniger Nutzenergie erorderlich

Dabei ist physikalisch betrachtet Naturstein der ideale Belag für eine Fußbodenheizung, denn gegenüber einer keramischen Fliese ist nur ein Bruchteil der Nutzenergie erforderlich, um das Material aufzuheizen. Zudem ist die Wärmeleitfähigkeit von Naturstein bis zu dreimal besser als bei einer Fliese. Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit sind Natursteine also klar im Vorteil gegenüber Fliesen – wenn da nicht das Problem mit der Rissbildung wäre. Eine geprüfte Lösung für das Problem biete die Ausführung mit »Proline ENERGY«, einer Fußbodenheizung im Trockenbausystem, die laut Hersteller durch geringere Aufbauhöhe und kürzere Einbau- und Aufheizzeiten eine interessante Alternative zum klassischen, zeitaufwendigen Verfahren darstellt.
»Durch unseren permanenten Austausch mit dem Naturstein-Experten Detlev Hill hat sich herauskristallisiert, dass unsere Flächenheizung den idealen Partner für Natursteine darstellt. Um einen Beweis für die entkoppelnde Wirkung des Aufbaus von ›Proline ENERGY‹ zu erbringen, wurde die wissenschaftliche Untersuchung mit dem Titel ›Verformung von Natursteinplatten auf Bodenheizsystemen mit geringer Aufbauhöhe‹ ins Leben gerufen«, sagt der Bauingenieur und Proline-Vertriebstechniker Manfred Rupprecht.
Die Hochschule Augsburg (Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen) hat sich der Fragestellung im Sommer 2016 angenommen und unter der Leitung von Prof.
Dipl.-Ing. Manfred Schnell die unterschiedlichen Verformungen von Natursteinplatten auf Heizestrichen im Vergleich zu »Proline ENERGY« untersucht. Wissenschaftliche Unterstützung erhielt der ausführende Student Patrick Allerberger von keinem geringeren als Detlev Hill, dem anerkannten Naturstein-Experten in Deutschland.

»Durch unseren permanenten Austausch mit dem Naturstein-Experten Detlev Hill hat sich herauskristallisiert, dass unsere Flächenheizung den idealen Partner für Natursteine darstellt.«
Manfred Rupprecht,
Proline-Vertriebstechniker


 

 

 

Versuchsanordnung und Testreihen
Die wissenschaftliche Studie untersuchte in sechs verschiedenen Anordnungen die unterschiedlichen Verformungsverhalten der Natursteine Estremoz, Bianco Perlino und Travertin in Abhängigkeit zum eingesetzten Heizsystem. Bei den Belastungsproben wurden ein herkömmliches Heizsystem eines Estrichaufbaus sowie die »Proline ENERGY«-Fußbodenheizung in zwei Aufbauvarianten, einmal in Verbindung mit der Entkopplungsplatte »ENERGY PES« und alternativ mit Nivelliermasse als Lastverteilschicht, miteinander verglichen. Auf allen Aufbauten wurden die o. g. Natursteinplatten verlegt. Um Schwachstellen der Platten und Fugen festzustellen, wurden bei diesen Versuchen keine Kreuzfugen verwendet, sondern Platten im Format 80 x 20 cm im Halbverband sowie geeignete Formate im Römischen Verband verlegt. In verschiedenen Aufheizphasen (45/60/65/70 °C Vorlauftemperatur) simulierten die Augsburger Wissenschaftler praxistypische Gegebenheiten. Die gemessenen Maßveränderungen wurden ausgewertet und führten zu folgendem Ergebnis_

Kritische Verformungen und Schäden bei Heizestrich

Beim Versuchsaufbau mit dem klassischen Nasssystem (Estrich) verformten sich die Natursteinplatten sehr viel mehr als bei »Proline ENERGY«. Ferner wurden circa fünf Tage nach dem Abkühlen Risse auf der Oberfläche des Bianco Perlino sichtbar. Somit konnte wissenschaftlich festgestellt werden, dass das Verformungsverhalten eines Heizestrichs unter Temperatureinfluss deutlich größer ist als mit »Proline ENERGY BasicLine«. Das eindeutige belegbare Verformungsverhalten des Estrichs führte bei den sensiblen Natursteinarten darüber hinaus sogar zu nachweislichen Schäden. Bei der Ausführung von »Proline ENERGY BasicLine« mit »ENERGY PES« blieben diese Schäden aus. Der Maximalwert der Ausdehnungen war bei dem Heizestrich ca. dreimal so hoch wie bei dem Trockenbausystem.
Hierdurch wird nachvollziehbar, dass das System aus Rohrträgerelementen von »Proline ENERGY BasicLine« eine sehr viel bessere Entkopplungsfähigkeit aufweist und gegenüber Verformungsschäden im Vergleich zum Heizestrich schützt.
Somit konnte wissenschaftlich festgestellt werden, dass optisch ansprechende, mechanisch jedoch empfindliche Natursteinarten und Verlegearten auch ohne Kreuzfugen schadenfrei auf »Proline ENERGY BasicLine« mit der Entkopplungsplatte »ENERGY PES« ausgeführt werden können.

Trockenbau-Systeme in zwei Varianten erhältlich

Proline bietet mit »ENERGY« gleich zwei richtungsweisende wasserführende Flächenheiz- und Kühlsysteme an_ »BasicLine« (aus expandiertem Polystyrol) und »NatureLine«
(aus Holzweichfasern) mit aufkaschierten Wärmeleitplatten aus Aluminium. Beide Systeme können als Rohrträgerelemente in Trockenbauweise ohne Estrich verlegt werden. Mit einer geringen Einbauhöhe (ab 32 mm) sowie einem geringen Flächengewicht, kurzen Reaktionszeiten und geringen Vorlauftemperaturen von nur ca. 30° C bieten die beiden Systeme laut Hersteller optimale Voraussetzungen, um die Anforderungen der EnEV 2016 zu übertreffen und selbst in der Sanierung zu unterschreiten.
Neben der technischen und wirtschaftlichen Güte sieht man beo Proline die einfache und schnelle Verlegung beider Systeme als weiteres Merkmal sowie eine Ursache für den anhaltenden Erfolg. Die Wärmeverteilung in der Fläche wird unterstützt durch innovative Steuerungs- und Regeltechniken, die im Bedarfsfall auch mit angeboten werden.

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