In Deutschland müssen Dachbahnen nach der DIN EN 13501-5 und dem Prüfverfahren DIN CEN/TS 1187 geprüft werden und erhalten dann eine Klassifizierung. Als Standard wird in Deutschland nach der Klassifizierung »Broof (t1)« geprüft. Diese Klassifizierung ist entscheidend für die Sicherheit von Gebäuden, denn diese bedeutet, dass die Bedachung ausreichend lange gegen Flugfeuer und strahlende Wärme widerstandsfähig ist.
Doch ist ausreichend auch wirklich ausreichend? Gerade wenn es darum geht, dass auf einem Bestandsdach nachträglich eine PV-Anlage installiert werden soll, ist ausreichend oft nicht mehr ausreichend. Abhängig von der installierten Dämmung und/oder der verlegten Dachbahn kommt oft das böse Erwachen, dass viele Versicherungen das Gebäude im Brandfall nicht mehr versichern, sollte im Nachgang eine PV-Anlage auf einem Bestandsdach installiert werden, da die verwendeten Materialien zu einer Brandausbreitung mit beitragen.
Erhöhter Brandschutz der »Vaeplan Solar Regenerationsbahnen«
So hat Vaeplan bereits im Jahr 2025 seine neu entwickelten und vollflächig selbstklebenden »Vaeplan Solar Regenerationsbahnen« auf den Markt gebracht. Denn diese wurden nicht nur nach »Broof (t1)«, sondern sogar nach »Broof (t2)« klassifiziert. »Vaeplan Solar Regenerationsbahnen« können auf den unterschiedlichsten Bestandsdachbahnen verlegt werden. Sie zeichnen sich in besonderer Weise durch ihren erhöhten Brandschutz aus und sind daher hervorragend bei der Verwendung unter PV-Anlagen geeignet.
Doch das war Vaeplan nicht gut genug. Immer wieder liest und hört man von katastrophalen Vollbränden, die aufgrund eines technischen Defekts an einer PV Anlage durch einen Lichtbogen, der bis zu 3 000 °C heiß werden kann, entstanden sind. Und genau diesen Defekt ließ Vaeplan in einem anerkannten und zertifizierten Prüfinstitut an der »Vaeplan Solar Regenerationsbahn RSB-FR« testen.
Dabei wurden zwei unterschiedliche Bestandsdächer simuliert und beide wurden mit der »Vaeplan RSB-FR« regeneriert (heißt, die »RSB-FR« wurde einfach auf die alte Abdichtung vollflächig aufgeklebt): Bestandsdach 1 mit 150 mm EPS Dämmung, zweilagiger Bitumenabdichtung plus Regenerationslage »Vaeplan RSB-FR« und Bestandsdach 2 mit 150 mm EPS Dämmung, einlagiger Kunststoffabdichtung plus Regenerationslage »Vaeplan RSB-FR«.
Bei beiden Simulationen wurde unter einem aufgeständerten PV-Modul (Glas/Glas) ein Kabel direkt auf der »Vaeplan RSB-FR« aufgebracht. Dann wurde an der Steckverbindung ein technischer Defekt simuliert, welcher einen Lichtbogen entstehen ließ, der für fünf Minuten aufrechterhalten werden konnte. Danach begann der spannendste Teil des Tests. Wie verhält sich das Bestandsdach und die »Vaeplan RSB-FR«, die nun fünf Minuten einem Lichtbogen von bis zu 3 000 °C ausgesetzt war. Wie groß wird der Schaden? Gerät das Dach in Brand? Muss der Test eventuell sogar abgebrochen werden, da alles in Vollbrand gerät? Nichts dergleichen ist bei beiden Tests geschehen.
Der angerichtete Schaden des Lichtbogens an der »Vaeplan RSB-FR« war nicht größer als ein herkömmlicher Notizzettel und das bei Temperaturen von bis zu 3 000 °C, selbst die Prüfer des Instituts waren von diesem Ergebnis mehr als positiv überrascht. Die »Vaeplan RSB-FR« hat somit genau das erreicht und gezeigt, wofür sie entwickelt wurde, nämlich eine flächendeckende Brandausbreitung zu verhindern. Das ist aus Sicht von Vaeplan echter Brandschutz – weiter und neu gedacht!