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UNIPOR: Wohnquartier mit grünem Herz

Auf einer ehemaligen Gewerbefläche in Weinsberg (Baden-Württemberg) entsteht ein modernes Wohnquartier. Mit sieben Mehrfamilien- und sechs Reihenhäusern bietet dieses insgesamt rund 7 600 Quadratmeter Wohnfläche. Aus bautechnischen Gründen wurden alle 13 Gebäude in monolithischer Ziegelbauweise errichtet – zum Einsatz kamen Wandbaustoffe des Unipor-Mitgliedswerk Schmid aus Bönnigheim.

Alte Gewerbehallen wichen einer neuen Wohnanlage: Pfeilförmig angeordnet entstanden sieben Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 83 Wohnungen. Daneben stehen sechs Reihenhäuser. Die neue Anlage füllt so eine bestehende Lücke im Stadtzentrum effektiv auf und schafft qualitativen Wohnraum. Trotz der zentralen Lage sind Bewohner aber gleichzeitig nie weit von der Natur. Denn Weinsberg bietet mit Stadtpark, Grüngürtel und umliegenden Weinbergen Raum für Erholung. So erstreckt sich das neue Quartier »Parkside« über 8 400 m2 zwischen der Schwabstraße im Norden und dem südlich gelegenen Bahnhofsplatz. An der nördlichen Seite der Anlage läuft der Stadtseebach entlang. Hier schließt sich ein Park an, welchem das Quartier seinen Namen verdankt. Zukünftig soll eine Fußgängerbrücke diesen mit der »Parkside« verbinden.

Modernes Flair in idyllischer Lage

Rechts der Einfahrt an der Schwabstraße stehen die sechs Reihenhäuser Seite an Seite. Dahinter befinden sich die größeren Mehrfamilienbauten. Die zweispurige Zufahrt mündet direkt in die Tiefgarage. Von hier aus sind alle Gebäude mit Aufzügen zu erreichen – damit bleibt das Areal zwischen den Häusern frei von Verkehr. Hier wurde stattdessen eine Gartenanlage mit Spielplatz eingerichtet. Die Mehrfamilienhäuser selbst verfügen über jeweils vier Geschosse. Das oberste ist als Penthouse ausgebaut und von einer großzügigen Dachterrasse umgeben. Diese sowie die loggienartigen Balkone der darunter liegenden Stockwerke sind eigens so angeordnet, dass sie einen freien Blick auf den Burgberg samt Ruine Weibertreu ermöglichen. Für reichlich Tageslicht in den Wohnungen und eine gute Aussicht sorgen bodentiefe Fenster.

Optisch sollte sich das Quartier in das Stadtbild Weinsbergs einfügen und gleichzeitig hohe Funktionalität erfüllen. So gestaltete das Architekturbüro Ehemann und Lieb (Heilbronn) die Fassaden klassisch mit klaren Formen. Auch die begrünten Flachdächer tragen zu der guten Integration bei.

Massive vier Geschosse

Alle 13 Gebäude sind in monolithischer Bauweise errichtet. Dabei setzten die Architekten auf massives Ziegelmauerwerk ohne zusätzliche Außendämmung (WDVS). Die passenden Wandbaustoffe lieferte das Unipor-Mitgliedswerk Schmid aus Bönnigheim (Baden-Württemberg). Zum Einsatz kam für die Reihen- und Mehrfamilienhäuser der dämmstoffgefüllte Mauerziegel »Unipor WS08 Coriso«. Mit einem Anteil von etwa 15 Prozent wurde bei den Mehrfamilienhäusern aus statischen Aspekten außerdem der »Unipor WS10 Coriso« verbaut. Beide Mauerziegel würden gleich mehrfach punkten: Aufgrund seiner mineralischen Dämmstoff-Füllung liefere etwa der »WS08« schon bei einer Wanddicke von 36,5 cm zuzüglich Putz einen U-Wert von 0,21 W/(m2K) – mit einem Wärmeleitwert von 0,08 W/(mK). Die Gebäude erfüllen auf diese Weise den KfW-Effizienzhausstandard 55.


Für die mit vier Geschossen ausgeführten Mehrfamilienhäuser eignete sich der »WS10 Coriso«, besonders wegen seiner Druckfestigkeit. Mit der Festigkeitsklasse 12 gilt er laut Hersteller als vorbildlicher Geschossbauziegel. Seine hohe Rohdichte bringt neben guter Tragfähigkeit Vorteile in Sachen Schallschutz für das Mehrfamilienhaus. Besonders dort, wo viele Parteien auf enger Fläche zusammenleben, ist dieser wichtig – mit einem Rw,Bau,ref von 52,2 Dezibel erfülle der »WS10« die Anforderungen hier leicht.

Einen weiteren Beitrag zu effektiver Schalldämmung und somit ruhigem Wohnen leisten die ebenfalls verbauten Unipor-Deckenrandelemente und Unipor-Plan-Schalungsziegel. Auch diese lieferte das Ziegelwerk Schmid. Ihr Einsatz unterstützt die bauphysikalischen Eigenschaften des Mauerwerks: »Die Deckenrandelemente vermindern die Schallübertragung von einem ins andere Geschoss. Mit einem Wärmeleitwert von nur 0,06 W/(mK) optimieren sie zudem die Wärmebrücken im Deckenanschluss«, erläutert Geschäftsführer Karl Thomas Schmid. Auch die Plan-Schalungsziegel wurden eigens zur Errichtung von Wohnungstrennwänden in den Mehrfamilienhäusern entwickelt. Aus technischer Sicht sei der Fassadenaufbau der »Parkside« nennenswert: Die Schalungsziegel werden in der »Coriso«-Außenwand zu einem Drittel eingebunden. Unipor-Ziegelsystembauteile mit Wärmedämmung verkleiden die Stirnseite. Auch hier konnten die Deckenrandelemente eingesetzt werden und sorgen vertikal verbaut für eine Optimierung des Schall- und Wärmeschutzes.

Hintergrund »DRE«

Speziell für den Geschossbau entwickelt, bietet die Unipor-Gruppe mit dem Deckenrandelement (DRE) eine Systemlösung für wärmegedämmte Deckenabschlüsse. Es besteht aus einer außen liegenden Ziegelschale sowie zwei hocheffektiven Dämmkomponenten aus Neopor. Aufgrund seines niedrigen Wärmeleitwerts von 0,06 W/(mK) vermindert das DRE Wärmebrücken bei der Einbindung von Geschossdecken. Dabei erfüllt es die Anforderungen gemäß Beiblatt 2 zur DIN 4108. In Kombination mit dämmstoffgefüllten Unipor-Mauerziegeln wirkt sich das Deckenrandelement zudem positiv auf den Schallschutz aus. Mit gängigen Sägewerkzeugen kann es auf das benötigte Format zugeschnitten und anschließend in deckelndem Dünnbettmörtel oder PU-Schaum verlegt werden.   J

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