Titelstory

Steildächer heute_ Nicht dicker, sondern besser gedämmt

Die nächste Stufe der Energieeinsparverordnung EnEV kommt. Ab 1. Januar 2016 gilt ein besserer Wärmeschutz-Standard für

Neubauten. Dieser ist mit Dämm-Kombinationslösungen aus Zwischen- und Aufsparrendämmungen, die einen U-Wert von 0,14 W/(m2· K) für das Dach erreichen, besonders wirtschaftlich zu erfüllen. Dachaufbauten mit einer Dämmung zwischen den Sparren, wie sie früher üblich waren, werden den aktuellen Wärmeschutzanforderungen kaum mehr gerecht.

So funktioniert ein Steildach
Steildächer bilden Systeme, die aus folgenden Funktionsschichten bestehen_


  • Die regensichere Zusatzmaßnahme wird unterhalb der Dacheindeckung in Form von Unterdächer, Unterdeckungen oder Unterspannbahnen angeordnet und schützt vor Schlagregen, Flugschnee und Staub. Bei PU-Aufsparrendämmsystemen ist diese Zusatzmaßnahme integriert, z. B. durch überlappende und wasserableitende Deckschichten oder Kaschierungen.

  • Die Dämmung verringert die Wärmeverluste, sorgt für warme Bauteiloberflächen und ist entscheidend für Wohnbehaglichkeit und Komfort. PU-Aufsparrendämmsysteme der WLS 023 erfüllen die hohen Wärmeschutzanforderungen mit niedrigen Aufbauhöhen.

  • Die Luftdichtheitsschicht - auch Dampfbremse genannt - wird lückenlos über die Sparrenlage verlegt und verhindert, dass durch Diffusions- und Konvektionsvorgänge Feuchtigkeit aus den Innenräumen in die Dachkonstruktion eindringen und zu schädlicher Tauwasserbildung führen
    kann.


Diese Anforderungen muss ein Steildachsystem heute erfüllen:

Zeitgemäßer Wärmeschutz für Dächer
Die nächste Stufe der EnEV sieht vor, den Wärmeschutz der Gebäudehülle von Neubauten ab 2016 um 20 % gegenüber 2014 zu verbessern. Dies kann mit einem U-Wert von 0,14 W(m2·K) für Dachaufbauten in der Regel erfüllt werden. Für die Förderung einer Dachsanierung als Einzelmaßnahme schreiben die technischen Mindestanforderungen der KfW ebenfalls einen U-Wert von 0,14 W(m2·K) vor. Die EnEV Anforderungen an den Wärmeschutz im Baubestand werden sich auch 2016 gegenüber 2014 nicht verschärfen.Klimabedingter Feuchteschutz
In unseren Breiten sind extreme Wettersituationen keine Seltenheit. Im Winter ist es außen kalt und trocken, im Gebäudeinneren warm und feucht. Die Folge ist ein Dampfdruckgefälle von innen nach außen. Von innen kann warme, feuchte Raumluft in den Dachaufbau eindringen und dort zu Tauwasser und Feuchteschäden führen.
Mit Berechnung der Wasserdampfdiffusion kann der Tauwasserausfall für die betroffenen Bauteilschichten im Dach ermittelt werden. Für PU-Aufsparrendämmungen in Kombination mit bestehenden oder neuen Zwischensparrendämmungen wurde nachgewiesen, dass diese Konstruktionen tauwassersicher sind.

Wirtschaftlichkeit von Sanierungs- und Neubaubaulösungen
PU-Dämmstoffe haben eine sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit mit WLS 023. Milliarden winziger Zellen, die im PU-Schaum eingeschlossen sind, sorgen für die minimale Wärmeübertragung. Bei gleicher Dämmstoffdicke ist der Wärmeschutz daher wesentlich besser als bei herkömmlichen Dämmstoffen. PU-Dämmplatten verfügen über  Nut-Feder-Profile. Der Dachhandwerker kann somit zügig eine wärmebrückenfreie Dämmschicht verlegen und hat zudem deutlich weniger Gewicht zu verarbeiten. Auf der Oberseite ist eine Unterdeckbahn aufkaschiert. Wärmedämmung und Regensicherheit können in einem Arbeitsgang hergestellt werden.

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